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Erg.-Bd. (1884)
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1245
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Zincum. Thalliumpapier. Vergiftung.

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Thalliiimpapier, ein Indicator bei der Zinktitrirmethode, empfahl M. Schroeder(Rosdzin), welcher die Bestimmung des Zinks mittelst Schwefelnatrium für keinegenügend zuverlässige hält. Das Thalliumpapier soll empfindlicher sein als dasvon Detjs empfohlene Kobaltpapier, und gegenüber dem Bleipapier zeichnet essich dadurch aus, dass sich das Zinksulfid unter gewissen Verhältnissen gegenThalliumsalze indifferent verhält. In wässriger Natriumsulfidlösung soll dieEmpfindlichkeit des Thalliumpapiers noch einmal so gross als die des Kobaltpapierssein, und da die Zinklösungen für die Titrirung stets viel Salmiak und Aetzammonenthalten, so soll die Empfindlichkeit des Thalliumpapiers sogar 4-mal so gross sein.Nach Sciiroeder's Angaben sind folgende Bedingungen zu erfüllen: 1) einen mög-lichst gleichmässigen Aminoniuinchloridgehalt in der Zinklösung, 2) einen möglichstgleichen Aetzammongehalt und 3) muss die zu bestimmende Zinklösung denselbenAmnion- und Salmiakgehalt haben als die zur Titerstellung benutzte Zinklösung.Angestellte Volumanalysen mit Gewichtsanalysen verglichen ergaben z. B. folgendeDifferenzen0,81 Proc,0,1 Proc, +0,14 Proc., 0,33 Proc. Zink. (Berg-u. llüttenm. Ztg. 41, 4. Chem. Ztg. 1882, S. 47.)

Zink ist ein natürlicher Bestandtheil des thierischen und pflanz-lichen Körpers, denn Bellammy und Leciiartier (Journ. de Ph. et deCh. 1877) haben durch zahlreiche Versuche die Anwesenheit des Zinks in denThieren und Pflanzen nachgewiesen. Unter anderen Versuchen unterwarfen sieauch die Leber eines Mannes von 35 Jahren, welcher am Typhus verstorben war,der Analyse. Ein Quantum von 1780 g wurde in kleine Stücke zerschnitten, ineiner Porzellanschale getrocknet, mit 150g conc. Schwefelsäure befeuchtet undverkohlt. Es hinterblieb eine Masse von 205 g, welche gepulvert und mit Wasseruiiler Zusatz von Salpetersäure ausgekocht wurde. Die Filtrate wurden mitAmmoniak übersättigt, das ausgefällte Eisenoxyd beseitigt, das Filtrat mit Essig-säure angesäuert und dann mit Schwefelwasserstoff behandelt. Ks entstand einweisser Niederschlag, welchen man in Salpetersäure löste. Diese Lösung ergabmit Ammoniak und mit Kalilauge weisse, im Ueberschuss der Reagentien wiederlösliche Niederschläge. Eingetrocknet und geglüht hinterblieb ein in der Hitzegelber, erkaltet weisser, mit Kobaltnitrat befeuchtet und geglüht grüner Nieder-schlag von 0,02 g Zinkoxyd. Ferner wurden 18 hart gekochte Hühnereier, vonden Schalen befreit, (1152g) in einer Porzellanschale verkohlt. Die 39g be-sagende schwammige Kohle enthielt 0,02 g Zinkoxyd. Sie fanden auch Zink inden Körnern des Roggens, Mais, der Gerste, der Wicke und Bohne. Bei derRunkelrübe, den Maisstengeln und dem Klee blieb das Ergebniss zweifelhaft.Wahrscheinlich enthalten diese weit weniger Zink als jene Samen.

Auch RAOüi/r und Breton haben in Thier- und Pflanzenkörpern Zink an-getroffen. Fleüry schied aus 500 g Eingeweide und Leber eines Menschen0,0085 g Zink aus (Archiv d. Pharm. 1880, erste Hälfte, S. 60).

Zum Nachweise des Zinks in Vergiftungsfällen wird nötliigenFalles eine Giftlösung mittelst Salzsäure und Kaliumchlorats hergestellt, wie imHandb. I, S. 485 angegeben ist, im Uebrigen verfahren, wie oben üioi.i.am.my undLechabtibb ausführten. Dass Zink in minimalem Umfang.' ein natürlicher Be-standtheil des Thierkörpers sein kann, haben wir an derselben Stelle erfahren."ass Zink durch Nahrungsmittel in den Körper eingeführt wird, wo in den Wirth-Bchaften Zinkgefässe im Gebrauch sind, ist ebenfalls zu beachten. H. Fleck hatdiesen Gegenstand wiederholt gerügt. (Man vergl. ph. Centralh. 1878, S. 483,48 1, Corresp.-Bl. des Vor. anal. Chem. 1878.) Dass aus der durch Behandelnm 't Salzsäure und Kaliumchlorat gewonnenen Giftlösung nach dem Uebersättigenmit Aetzammon und dem erfolgten Ansäuren mit Salzsäure eingeleitetes Schwefel-wasserstoff Zinksulfid ausscheidet, hat seinen Grund darin, dass durch den Oxy-