Xanthium spinös. Xantb. strumar.
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der Arzneien erfahren, welche von je her als antihydrophobische Mittel empfohlenwurden. Die von Gkzymala seit 20 Jahren gemachten Beobachtungen und Ver-suche bei Menschen und Thieren, welche von tollen Hunden und Wölfen gebissenwaren, ergaben immer gute Heilerfolge. Die Dosis für Erwachsene normirte erauf 0,6g täglich 3mal in Pulverform, für Kinder auf 0,3g, drei Wochen hin-durch. Thieren wurde entsprechend dem Körpergewichte eine verhältnissmässigagrössere Gabe verabreicht.
Dass dieses Kraut ein schweisstreibendes, etwas diuretisch - wirkendes unddie Speichelabsonderung vermehrendes Mittel ist, dass es die Körpertemperaturund die Digestion erhöht, selbst Nausea bewirkt, ist längst bekannt. Yvon fandin dem lufttrocknen Kraute in Proc. Feuchtigkeit 11,83; Stärkemehl 10,63;Glykose 0,81; in Aether lösliches Harz 2,04; organ. Säuren, Lignin 63,04; inder Asche Ferrioxyd 0,14; Thonerde 0,42; Kalkerde 2,45; Magnesia 2,44;Kali 0,15; Schwefelsäure 0,50; Phosphorsäure 0,89; Salzsäure 0,52; Kieselsäure1,02. Alkaloidisches vermochte Yvon nicht abzuscheiden. (Jahresber. über dieFortschr. der Pharm. XI, 1876 S. 119; Archiv der Pharm. 1877, 2. Hälfte,S. 569).
Dass dieses Kraut kein ganz unschuldiges Mittel ist, kann man aus einerVergiftung damit entnehmen, von welcher Bancroft Erwähnung macht, durchwelche eine ganze Viehheerde zu Brisbane inMitleidenschaft gezogen wurde (Arch. d. Ph.1880, 2. Hälfte S. 223).
Die Analyse der Asche beschreibt Go-DEFFBOY (Wien) im Archiv d. Ph. 1877, 1.Hälfte S. 297 U. ff.
II. Xanth'um sfrumarium, Spitz-klette, Kropfklette, in Deutschland undim ganzen mittleren Europa eiuheimisch, aufSchutthaufen und an Wegrändern wachsend.
Semen Xanthii (struinarii), SemenLappae minoris. Die Samen der genanntenPflanze dienten in Russland als NahrungsmittelUnd zum Auspressen des fetten Oeles. A.Zander (Dorpat) berichtet darüber, dasssowohl der Samen wie das Oel genossen Ver-giftungserscheinungen zur Folge gehabt haben,dennoch habe er nach dem Einnehmen von Fig , cs x,n,m,>„, ttrumarium. Biüthen-1,5 g des Pulvers keine nachtheiligen Wirk- itr»u«, Btttke uni Frucit.
nagen verspürt.
Die Analyse ergab in Proc. 5,44 Feuchtigkeit; 38,6 Fett; 2,4 Harz; 3,3Saccharose, 36,6 Eiweiss etc. 1,27 Xanthostrumarin und organ. Säure; 1,56Extractivstoff; Cellulose 1,52.
Xantho strumar in ist ein Glykosid, amorph, hellgelb, stickstofffrei, lös-lich in Wasser, Weingeist, Aether, Amylalkohol, Chloroform, Benzol. Es wirddurch Gerbsäure oder Gelatine nicht gefällt und giebt mit Ferrichlorid einendunkelgrünen, mit Cupriacetat einen grünblauen, mit Bleiacetat (-inen citronen-gelben, mit Platinichlorid einen rothgelben, mit Aurichlorid einen braunen, mitMorcurichlorid einen blass schmutzigfarbigen, mit Kaliummeivurijodid einen bräun-lich gelben, mit Phosphorwolframsäure einen schmutzig farbigen, mit Pikrinsäureeinen gelben, mit Zinkacetat einen citrouengelben Niederschlag. Zucker mitSchwefelsäure färben violettroth; mit Ferrichlorid und Schwefelsäure gelb, spätercarminroth. (Arch. d. Ph. 1881, .'?. Hälfte S. 398.)