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Volumetrica. Stathmetometrica. — Xanthium.
schale, welche 30, 40 bis 50com der Ferrosulfatlösung enthält, erwärmt unterUmrühren, verdünnt mit Wasser und bestimmt den verbliebenen Ferrogehalt. DieDifferenz ergiebt die Menge des desoxydirten Stoffes. 1 Th. Ferrioxyd (Fe 2 0 3 )entspricht 0,5994 Th. Mg0 2 ; 1,5114 Ba0 2 ; 0,3035 HO; 2,1350 Pb0 2 ; 1,0535Co oder Ni; 0,3165 Cl der Hypochlorite. Treten Blei oder Baryt in der Probeauf, so ist ein Salzsäurezusatz erforderlich. Unlösliche Substanzen aus der Probezu entfernen, ist nicht immer nothwendig. (Archiv d. Pharm. 1881, 2. Hälfte,S. 148, 149.)
Die alkalimctrisclie Bestimmung der Sulfate wird nach J. Grossmann (Che.mNews XLI, S. 114—116) in der Weise ausgeführt, dass man das Sulfat mitüberschüssiger, aber bestimmter Menge Baryumhydroxd vermischt, auf einbegrenztes Volumen bringt, schüttelt und absetzen lässt. Von der klaren Lösungwird die Hälfte gesondert, mit Kohlensäure behandelt, auf ein bestimmtes Volu-men gebracht, nach dem Absetzen des Baryumcarbonats die Hälfte des Volumensmit Normalschwefelsäure titrirt. Den Vorgang erklären folgende Formeln:
Na 2 SOi + (x+l)Ba0 2 H 2 = 2NaOH + xBa0 2 H 2 + BaSO«;ferner xBa0 2 H, + 2NaOH + xC0 2 = 2NaOH + BaC0 3 + xH 2 0.
Das Natriumhydroxyd, NaOH, entspricht also H 2 S0 4 oder Na 2 S0 4 .
Ein neues volumetrisches Verfahren, Sulfate im Wasser zu bestimmen,mich Aug. Houzeau (Rep. d. Ph. 1878 Nr. 11). Dieses gekürzte Verfahrenlässt sich auch für andere Reagentien einrichten. Zur Bestimmung der Sulfateerfordert es: 1. die Anwendung eines Tropfenzählers oder des Graviolume-ters, in Stelle der graduirten Bürette, — 2. eine Bestimmung der Zeit dervollendeten chemischen Reaction, — 3. dazu noch die Substitution des theore-tischen Aequivalcnts durch ein empirisches in dem relativen Verhalten zwischenPräcipitat und präeipitirendem Körper. — Die Methode bietet den Vortheil»nur lOccm Wasser zur Prüfung zu verwenden. — lOccm des Wassers werde»in einen (12 cm langen, 1,8 cm weiten) Reagircylinder gegeben und mit 1 Tropfe 11Essigsäure sauer gemacht. Hierauf giebt man aus dem Tropfenzähler mit g e "fettetem Schnabel (welcher in 25 Tropfen einen cem ausgiebt) 2, 4, 6, 8 oder10 Tropfen einer titrirten Baryumchloridlösung, welche im Liter 30,5 g BaClj2II 2 0 enthält, hinzu. Hat sich nach Verlauf von 3 Minuten eine Trübung S e ~bildet, filtrirt man durch ein genässtes einfaches oder doppeltes Filter, welchesungefähr 12ccm fasst. Das Filtrat, in einem Reagircylinder aufgefangen, ver "setzt man wiederum mit einem oder mehreren Tropfen der Baryumsalzlösung»wartet 3 Minuten und giesst, wenn eine Trübung eingetreten ist, durch dassel» 6Filter. In dieser Weise fährt man fort, bis das Filtrat aufhört, mit dem R ea 'gens nach Verlauf von 3 Minuten eine Trübung zu geben. Im Verlaufe vo30 Minuten könne man zwei solcher Analysen ausführen, auch lasse sich dieseMethode auf die Bestimmung der Kalkerde und anderer Metalloxyde anwenden.
Xanthium.
I. Xanthium spinosum Linn., eine als Unkraut wuchernde, im wärmerenRussland und in Deutschland, sowie in Gegenden dos südlichen Europas einhei-mische Senecioidee, dem Tribus der Melampodincen angehörend.
Folia Xanthii spinosi sind von Kostoff und Gkzymala als Pr0 P^QQticum gegen Hydrophobie empfohlen worden, sowohl innerlich zu 50,0 — 1 ;pro die, als auch äusserlich im Aufguss auf die Bisswunde. Von anderer oeerklärte man dieses Medicament für unwirksam, es hat also das Schicksal a