Volumetrica. Stathmetometrica.
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auf Alkalinität oder Säure wird von der zu prüfenden Flüssigkeit ein Tröpfchenauf das trockne Reagenspapier gesetzt. Im ersteren Falle würde der betupfteFleck blau, im anderen zwiebelroth werden.
Tropacoline. Hierunter versteht man eine Reihe gelber und orangerotherPigmente, welche der Einschiebung von Sulfogruppen in die Amidoazokörper undOxyazokörper ihr Entstehen verdanken und in der Färberei viel Anwendungfinden. Im Handel unterscheidet man sie nach den Nuancen durch BuchstabenY (yellow) und 0 (orange). Tropäolin 00 ist das Natriumsalz der Phenyl-amidoazobenzolsulfosäure (NaSO., . C 6 H 4 . N), durch Einwirkung von Diazobenzol-sulfosäure-Natrium auf Diphenylamin dargestellt.
Tropäolin 00. Dieses von 0. Witt zuerst hergestellte Pigment empfiehltW. v. Milleb (Ber. d. d. ehem. Ges. XI, 1878, S. 460) als Indicator in derAlkalimetrie. Es ist das im Handel mit 00 sortirte Tropäolin, welches mit Säurenund auch Oxalsäure aus Gelb in Carmoisinroth übergeht und durch saure Salze,ferner durch Kohlensäure und Bicarbonate keine Veränderung erleidet. Hierinliegt sein Vorzug vor dem Lackmus, indem man statt der Natronlösung in derAlkalimetrie eine Normallösung von Natriumcarbonat anwenden kann. Fernerwird die gelbe Färbung des Tropäolins nur durch freie Säuren, nichtdurch Metallsalzlösungen in Roth übergeführt, so dass man geringe Mengenbeigemischter freier Säure dadurch zu erkennen vermag. Die gelbe Farbe wirddurch Schwefelwasserstoff ebenfalls nicht verändert. Der zu titrirenden Alkali-Flüssigkeit, circa 50ccm, setzt man 2ccm einer 0,05—0,1-proc. wässrigen Tro-päolinlösung hinzu und lässt dann die Normalsäure zufliessen, bis die gelbe Farbeplötzlich in gelbroth übergeht. Wärme darf nicht angewendet werden. DieserFarbenwechsel ist ziemlich scharf begrenzt, denn ein weiterer Tropfen Normal-Säure verwandelt das Gelbroth schon in reines Roth.
Tropäolin 000, Witte's, eignet sich nach Conradin zum Nachweise freienund an Kohlensäure gebundeneu Alkalis, es wird aber in saurer Lösung gelb undin alkalischer Lösung roth.
Tropäolin-Piipicr, mit Tropäolinlösung getränktes und dann getrocknetes weis-ses Papier. Es soll nicht so scharf die Reaction einer Flüssigkeit erkennenlassen, wie Lackmuspapier.
Miüen zur Alkalimetrie. L. Siebold befolgt eine Methode, welche sich aufLiebig's Verfahren zur Bestimmung der Cyanwasserstoffsäure mittelst Silbernitratsgründet. Verdünnte Lösungen der Alkalien oder Alkalicarbonate werden mitüberschüssiger Blausäure versetzt und dann mit Normal-Silbernitratlösuug bis zumEintritt einer bleibenden Opalescenz titrirt. Die Reaction erfolgt nach derGleichung: K 2 C0 3 + 2HCN + AgN0 3 = KAgCN + KNO :) + C0 2 . (Berichte d. d.ehem. Ges. 1878, S. 1834.)
Als Titersubstanz für Normal-Alkali empfiehlt IL Bokntbägeb denreinen Weinstein, erhalten durch Fällung aus conc. Kaliumaoetetlösung mittelstconcentrirtcr Weinsäurelösung, Auswaschen mit verdünntem Weingeist etc. 188,13 gentsprechen 1000 cem Normal-Alkalilösung. Von StohmanN wird für denselbenZweck das Kaliumtetraoxalat empfohlen (Chem. Zig- 1881, S. 519).
Titrir-Lösung zur Bestimmung von Oxyden, welche leicht Sauerstoffabgeben. Von Tkkkeil wird zu diesem Zwecke eine Ferrosulfatlösung vorge-schlagen, deren Titer mittelst Kaliumhypermanganats bestimmt wird. Es sollen100g Ferrosulfat in Wasser gelöst, dann mit 200g conc. Schwefelsäure versetztund mit Wasser zu 1 Liter aufgefüllt weiden. Der zu untersuchende Körpersoll sehr fein zertheilt sein. Man bringt davon 2 — 3 Decig. in eine Abdampf-