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Erg.-Bd. (1884)
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Viuum. Schwefelsäure. Traubenpilz.

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Dass ein Theil der Schwefligsäure wahrend der Lagerung in Schwefelsäuretibergeht, ist eine bekannte Sache. Daher erklärt sich auch oft der grössereSchwefelsäuregehalt nicht gegypster Weine. Man vergl. den folgenden Theil.

Schwefelsäure kann im freien Zustande in dem Weine vorhanden sein, ohnedass sie direct zugesetzt wurde. Wenn nämlich ein Wein mit 5 Th. Kalium-sulfat mit einem Weine mit 4 Th. Weinsäure gemischt und dann mit Weingeistversetzt werden, so fällt ein grosser Theil des Kalium als Weinstein aus unddie Mischung enthält freie Schwefelsäure (Nessleb,). Die Prüfung auf freieSchwefelsäure: Handb. II, S. 12(52.

Ein anderer den Sehwcfelsäuregehalt vermehrender Umstand ist der Zusatzvon Schwefligsäure, Natriumdisulfit, das öftere Umfüllen in frisch geschwefelteFässer etc. Ein Theil der Schwerligsäure geht während der Lagerung inSchwefelsäure über und kann den Schwefelsäuregehalt um 0,01 0,035 Proc.vermehren.

N essler fand in Baden'schen Weinen bis zu 0,06 Proc., in einem sogar0,15 Proc, in Französischen Rothweinen bis zu 0,116 Proc. Schwefelsäure (ph.Centralhalle 1877, S. 427, 428), ohne dass Verfälschung vorlag.

Der Normalgehalt des Weines an Schwefelsäure (II 2 S0 4 ) im Liter schwanktnach Marty (l'Union pharm. XIX, S. 168) zwischen 0,109 und 0,328 g oderals Kaliumsulfat zwischen 0,194 und 0,583g im Liter. Beträgt dieser Gehalt,nicht darüber, so kann der Wein auch nicht als gegypster oder mit Schweflig-säure behandelter beurtlieilt werden. Die Asche der gegypsten Weine ist neutral,diejenige der mit gegypsten Weinen verschnittenen Weine ist dagegen alkalisch.Nur aus der Grösse des Schwefelsäuregehaltes lässt sich in wenigen Fällen aufein Verschneiden mit gegypsten Weinen schliessen Marty's Methode bestehtdarin :14g krystall. Baryumchlorid unter Zusatz von 50 cem Salzsäure zu 1 Literin Wasser zu lösen. 10 cem dieser Lösung entsprechen 0,1g Kaliumsulfat;3 com der Lösung genügen aus 50 cem des bis zum Kochen erhitzten Weinesalle normal existirende Schwefelsäure schnell auszufällen. Erfolgt in dem Filtrateauf Zusatz der Baryumchloridlösung keine Trübung, so ist der Wein rein, eineTrübung würde gegypsten oder mit gegypstem Weine versetzten Wein erkennenlassen. Eine 2. Portion, 50 cem des Weines, wird zum Sieden erhitzt und als-dann mit 10cem der Baryumchloridlösung versetzt. Trübt sich das Filtrat aufZusatz von Baryumchloridlösung, so enthält der Wein mehr als 2g Kalium-sulfat im Liter und ist er ein gegypster Wein.

Lei der Prüfung der Weine genügt es also zu erforschen, ob der normaleSehwefelsäuregehalt vorhanden oder ob derselbe überschritten ist. Man haltesich eine Lösung von 2,5g kryst. Baryumchlorid in 97,5g Wasser oder bis zu100 cem aufgefüllt vorräthig, so dass 1 g oder 1 cem dieser Lösung 0,01g H 2 S0 4ausfällt. Man setzt zu 100 cem oder g des stark salzsauer gemachten Weines3cem oder g der Baryumchloridlösung, schüttelt um und filtrirt nach einerStunde 1 2 com ab. Diese versetzt man mit einigen Tropfen verdünnterSchwefelsäure. Werden sie barytfrei angetroffen, so setzt man wieder 1 cemoder g der Barytlösung zu dem Weine, filtrirt nach einer Stunde etc. So er-fährt man, ob der Sehwefelsäuregehalt die Grenze tiberschreitet, welche Grenzebei 0,035 Proc. abschliesst. Man kann die Prüfung am besten auf Erkennungdes Minimalgehaltes (0,02 Proc.) und dos Maximalgehaltes (0.035 Proc.) ein-richten. In den meisten Füllen wird man die Schwefelsäure bis zu 0,06 Proc.antreffen, weil das Schwefeln und Schwefligsäoreznsätee zum Weine nicht zuumgehen sind. Man vergl. auch 8. 12.'! 1 Marty's Angaben.

Tranbenpila, Oidiurn Tuckeri. Werden nach .T.Moritz die damit behaftetenTrauben bei Zeiten mit Schwefel bestäubt, so wird dieser Pilz getödtet und die