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Vinum. Rttbenwein. Salicylsäure.
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und Aether löslich, wird nur schwierig durch Leim gefällt, durch Alkalienaber gebräunt, fällt die Ferrisalze bouteillengrün, fällt auch Zinkacetat, Blei-salze, Quecksilbersalze, reducirt die Silbersalze in der Wärme bei Gegenwartvon Ammoniak, nicht aber kaiische Kupferlösung; hat man jedoch den Gerb-stoff mit verdünnter Salzsäure gekocht, so reducirt er alkalische Kupferlösung so-fort. An der Luft wird das Oenotannin im aufgelösten Zustande ziemlich rascherst rosaroth, dann rothbraun und unlöslich.
Es scheint hiernach ziemlich gewiss, dass der rothe Farbstoff der Weinenur ein vorübergehendes Oxydationsprodukt des Oenotannins ist. Auch ist eskeineswegs zweifelhaft, dass weder der Gerbstoff, noch der Farbstoff in allenWeinen der gleiche ist, obwohl sie nahe übereinstimmen. So z. B. ist die rosa-rothe Farbe der Weinsorte Aramon sehr verschieden von der Farbe andererWeine, auch entwickelt sie sich sehr langsam während der Gährung. (Ber. d.d. ehem. Ges. u. Ztschr. d. österr. Ap.-Ver. 1877 Nr. 25.)
F. Jean bestimmt Oenotannin in folgender Weise. Er extrahirt dasselbeaus dem mit Salzsäure versetzen Weine durch Ausschütteln mittelst Aethers. DerVerdampfungsrückstand der Aetherlösung wird mit Wasser aufgenommen und miteiner auf Tannin eingestellten .Todlösung titrirt. Oenotannin giebt mit Ferrichlorideine grüne Lösung. Erhält man mit der sauren Aethcrausschüttelung eine andereFärbung oder einen Niederschlag, so enthält der Wein fremde Adstringentien(Chem. Ztg. 1881, S. 999).
Riibcnwein. Nun die Reblaus die Weincultur über alles Maass stört, empfiehltUlan den Saft der Runkelrübe in Stelle des Weinmostes zu setzen. Der Rüben-wein soll dem Traubenweine völlig ähnlich sein (?). (Monit. scientif. XII,8- 238.)
Salicylsiinrc. Die mit Salicylsäure versetzten Moste (!/ 2 —1 pe r Mille) sollensich Jahre hindurch conserviren und wenn sie mit soviel entwässertem Natrium-karbonat versetzt werden, als zur Bindung der Salicylsäure erforderlich ist (auflg Salicylsäure 0,4 g wasserleeres Natriumcarbonat), so lassen sie sich auf Zusatzvon Weinhefe in die weinige Gährung überführen (v. Heyden). Ph. Centralh.!880. S. 358.
Dass diese Salicylirung keineswegs für die Gährung vortheilhaft ist, dassselbst salicylirte Moste in die faulige Gährung übergehen, wurde von AmbüHLWitgetheilt (Industriebl. 1881, S. 13, pharm. Centralh. 1881, S. 62).
Es ist behauptet, dass 10—12 g Salicylsäure auf 1 Hectol. Wein genügen,fliesen gesnnd zu erhalten. Da hierin nichts vorliegt, was die Gesundheit be-Wohen könnte, so haben mehrere Gelehrte sich gegen das von der FranzösischenVerwaltung ausgegangene Verbot der Anwendung der Salicylsäure zur Conser-v 'rung der Weine ausgesprochen, schliessend, dass durch eine weise Reglemen-U'unp; den ilmidelsinteressen besser gedient werde als durch ein strictes Verbot< Ch em. Ztg. 1881, S. 894).
Um im Weine die Salicylsäure nachzuweisen, befreit man den Wein durchAbdampfen vom Weingeist und schüttelt nach Zusatz von etwas Phosphorsäure"nd Natriumsulfat mit Aether oder Chloroform oder Amylalkohol aus. Von derAether- oder Amylalkohollösung giebt man mehrere Tropfen auf eine Mischungaus i_ 2 Tropfen Ferriehloridlösung mit lOccm Wasser und schüttelt um. Es"üt alsbald die violette oder eine tintenartige Färbung ein. Enthält der WeinGerbsäure, so muss mit Steinkohlenbenzol ansgeschüttelt werden, welches^°ul die Salicylsäure aber nicht die Gerbsäure löst. Von anderer Seite wirde 'n Ausschütteln mit Schwefelkohlenstoff empfohlen, welcher ebenfalls Gerbsäuren| cht löst (Hagek).