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Vimim. Oenotannin.
welches zerrieben dem Coclienillepulver ähnlich ist. Dass der Kalkbrei möglichsteisenfrei sein muss, ist zu beachten (pharm. Centralh. 1878, S. 177).
Das Oenolin, auch Oenolinsäure, Beerenroth genannt, bildet eine bläulich-schwarze, zerrieben ein violett- bis braunrothes luftbeständiges Pulver, welcheskaum in Wasser, etwas in angesäuertem Wasser, nicht in Aether, aber leicht inmit Essigsäure oder einer anderen Säure angesäuertem verdünntem Weingeistlöslich ist. Das Ligulin, der Farbstoff der Beeren von Ligustrum vulgareL., Keinweide, ist dem Oenolin ähnlich, aber in Wasser mit carmoisinrotherFarbe löslich.
Färbewein, Wein färbe, Vin de tinte, ist eine in Frankreich viel ge-brauchte Weinfarbe, bestehend aus dem Safte von Sambucus nigra und S.Ebulus, versetzt mit Alaunlösung.
Zur Bestimmung des Oenolins wird nach F. Jean eine auf Tannineingestellte Jodlösung tropfenweise zu lOccm des Weines, welcher mit 3comgesättigter Natriumbicarbonatlösung versetzt ist, so lange zugesetzt, bis einTropfen auf Stärkepapier einen blaugesäumten Fleck erzeugt. Nach Verdünnungauf öOccm wird nochmals titrirt. Damit ist Oenolin + Oenotannin be-stimmt. Das Oenotannin wird dann für sich bestimmt und in Abzug gebracht.Man vergl. das Nähere unter Oenotannin. 100 Tannin entsprechen in ihrer Wirkungauf Jod 61,7 Oenolin. Da die Farbstoffe der Cochenille auch auf Jod wirken,so muss man sich von der Abwesenheit dos Pigmentes derselben versichern.
Oenotannin. Wird behufs der Wein - Gerbstoffbestimmung der Weinmit ammoniakali scher Zinkacetatlösung versetzt, so reisst der dadurch entstehendeNiederschlag (Zinktannat) auch etwas Farbstoff nieder, welcher sich leicht wiederbeseitigen lässt, wenn man das Ganze erwärmt, wodurch der flockige Niederschlagsich bedeutend zusammenzieht, denselben nach dem Erkalten sammelt und aus-wäscht. Dann löst man den Niederschlag in verdünnter Schwefelsäure und be-stimmt die Gerbsäure mit Chamäleon.
Zur Erkennung des dem Weine bei der Klärung mit Gelatine etwa zuvielzugesetzten Gerbstoffes hat man Ammoniumvanadat empfohlen.
Um Gerbstoff neben dem Weinfarbstoffe zu bestimmen, setzt GautiE bzu 100 — 200 CC. Wein 1 —2g Kupfercarbonat, schüttelt lebhaft, giesst eingleiches Vol. Weingeist zu und Uberlässt die Flüssigkeit 15—20 Stunden derRuhe. Alle Gerbsäure schlägt sich als Kupfertannat nieder. Der Farbstonscheint sich auch mit dem Kupfer zu verbinden, bleibt aber löslich. Man filtnrund wäscht mit weingeisthaltendem Wasser so lange nach, bis es farblos abläut •In dem Filtrate bestimmt man den Farbstoff, indem man es auf '/;i eindampt,mit Schwefelsäure und Indigcarmin versetzt und dann mit Kaliumhypermang anatitrirt (Griessmeyer). ff
Gautier entfernte später behufs der Oenotanninbestimmung den Farbsto ,in dem er den Wein mit Natriumcarbonat genau sättigte und reichlich mit . Ammoniumchlorid versetzte, um die Abscheidung des Farbstoffes zu beschleunigen.Das Filtrat wurde dann mit frisch gefälltem Cupricarbonat versetzt, naen -tägigem Stehen der Bodensatz gesammelt, mit verdünntem Weingeist abg -waschen, in Wasser vertheilt und mit Schwefelwasserstoff behandelt, bis a eKupfer in Sulfid verwandelt war, dann auf 100° C. erhitzt und n ltrir *- .^,etwas rosenrothe Filtrat wird im Vacuum eingetrocknet, mit Aether (wohl ric^tiger mit Actherweingeist) aufgenommen und diese Lösung über Schwefelsazur Trockne gebracht. , n
Das Oenotannin hinterbleibt als farblose oder schwach rosarothe krys
ähnliche Häutchen. Es schmeckt zusammenziehend, ist in Wasser,
Weingeist