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Erg.-Bd. (1884)
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Vaccinum. Valeriana.

Yaccinum.

Vaccinium macrocarpum Aiton, Oxycocros macrocarpus Persoon, einein Nord-Amerika, auch in Russland einheimische Vaceiniee.

Frnctns Oxycoccos, grosse Moosbeere wird wie die Preisseibeere alsGenussmittel benutzt. Sie ist daher ein dedeutender Handelsartikel. Moodyuntersuchte sie und fand er darin Proc. 9,64 Samen, vegetabilische Faser,2,27 Citronensäure, 2,23 Zucker, 6,27 Pectinstoffe, 72,23 Feuchtigkeit, 1,25Asche. Nicht darin vorhanden sind Tannin, Weinsäure, Aepfelsäure, Oxalsäure.Aus 37,3 kg Beeren bereitete Moody 746 g Citronensäure und 373 g absolutenWeingeist.

Snccns s. Extractnm Oxycocci inspissatum (Handb. II, S. 1216). Maetensfand den Saft, welchen die gefrorenen, gequetschten Beeren beim Aufthauenausfliessen lassen, in wohlgeschlossenen Glasttaschen unendlich ausdauernd. Soauch den eingedickten Saft. Weder die Farbe noch der Geschmack unterliegeneiner Veränderung (ph. Zeitschr. f. Russland 1876, S. 1). Auch diese Moos-beeren scheinen neben Citronensäure reichlich Benzoesäure zu enthalten.

Frnctns Vitis Idaeae, Preissclkereii (Handb. II, 1216). Diese Beeren dienenjetzt zur Darstellung der Citronensäure, welche ihre Säure hauptsächlich reprä-sentirt. Naegeli und 0. Low haben auch in diesen Beeren Benzoesäure auf-gefunden.

Der Preisselbeersaft wurde von Myi,ius (ph. Centralh. 1881, Nr. 39)einer Prüfung unterworfen und fand er darin Säure, berechnet auf 1,98 Proc-Citronensäure. Der Farbstoff verhielt sich abweichend von demjenigen alter ein-gemachter Beeren. Natronlauge färbte ihn zuerst violett, nach weiterem Zusatzgrün. Der Niederschlag durch Bleiessig war anfänglich blauviolett, nach wei-terem Bleiessigzusatze grün. Kaliumacetat und Alaun färbten lebhaft blauviole"'Der Farbstoff wird während der Aufbewahrung verändert und verhält sieh d an0gegen Reagentien abweichend. Von den 1,98 Proc. der als Citronensäure berech-neten Säure waren in der That nur 1,43 Proc. Citronensäure. Der Saft ist blau-säurefrei. Eine Verfälschung mit Kirschsaft soll durch die Gegenwart von ßla u ~säure (durch Destillation abzuscheiden) erkannt werden. Da der Saft Q ePreisseibeeren nur unter Zusatz von Wasser genügend abgepresst werden kann,so muss eine Verdünnung mit einigen 20 Proc. Wasser als zulässig angenom^ 16werden. Der Zuckergehalt, als Levulose berechnet, beträgt 3 4 Proc.

Valeriana.

Radix Valerianae (Handb. II, S. 1217). Hier sind die Verwechselungen mitfalschen Wurzeln angegeben, aber nicht diejenige mit dem Kliizom und deWurzeln von Veratrum album, der weissen Nieswurzel. Von einer socBeimischung berichtete vor einigen Jahren Prof. Benti.ey (ph. Centralh. 1° >S. 309). Der Schopf an dem Veratrum - Rhizom zeigt concentrisch BtenenBlattscheiden und fehlt an der ISaldrianwurzel, welche meist viel kleine' iDie Nieswurzel hat eine dunklere Farbe. Die oberhalb aus dem Veratni ^Rhizom austretenden Wurzeln sind blasser an Farbe als die des _ Valen * JRhizoms, sind auch weit runzeliger Der innere Bau der beiden Rhizomo »