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Erg.-Bd. (1884)
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1196
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Urina, Spermatozoon. Stickstoff. Tyrosin.

säure des Organismus ätherartige Verbindungen (Ber. d. d. ehem. Ges. 1876IX, S. 1746).

Spermatoito'itlen (Handb. II, S. 1198, 1199). Zur Erkennung der Sperma-flecke dient Pikrinsäure, welche dauernd gelb färbt, ferner Perrichloridlösung,welche nicht roth (Speichelnecke aber roth) färbt. Longuet giebt folgende An-weisung: 1. Man schneide aus dem Stoffe mit Samenflecken ein kleines Quadrat,in dessen Mitte sich womöglich der Fleck befindet. 2. Man tauche dicsc3btüek in destill. Wasser, welches auf 5 g 5 bis G Tropfen ammonikalischo Car-minlösung enthält. 3. Man lasse 2 Tage oder auch länger einwirken. 4. Manzupfe den Stoff vorsichtig faserweise auseinander. 5. Man bringe die Faser-stränge, einen nach dem andern mit Glycerin betupft unter das Mikroskop bei500 maliger Vergrösserung. Bei Gegenwart von Sperma bemerkt man dann umdie vegetabilischen, nicht gefärbten Fasern herum Gruppen von Spermatozoiden,deren Kopf lebhaft roth erscheint, während der Schwanz ungefärbt ist (pharm.Centralh. 1878, S. 395).

zt Dieses Verfahren fand Vogei, (Memmingen) nicht zutreffend, überhauptkonnteer mit Pikrinsäure, Anilinblau, Methylviolett, Pikroanilin, Fuchsin, Eosin,Bismarkbraun, Alkanna keine Resultate bezüglich der Erkennung der Spermato-zoiden erlangen. Dagegen schabte er die spermatische Substanz ab, mischte sieauf einem Objectglase mit 1 Tropfen conc. Schwefelsäure und nach 2 Minutenmit 2 Tropfen Jodtinetur, um nach dem Auflegen eines Deckglases unter denlMikroskop zu prüfen. Die Spermatozoiden sind in Folge ausgeschiedenen Jodsbraun gefärbt. Mittelst Weingeistes lassen sich dieselben wieder entfärben (Rep-d. analyt. Ch. 1881 No. 21; ph. Centralh. 1882, S. 30).

Einfach ist die Sichtbarmachung der Spermatozoiden durch Tintisiren. Manlegt die einzelnen Fädcheu des gefleckten Zeuges in einige Tropfen Gallussäure-lösung und nach 10 Minuten mischt man einen Tropfen verdünnter Ferrichlorid-lösung hinzu. Mit einer Nadel trägt man dann die Fasern in einen Tropfe"Glycerin, um nach Auflegung eines Deckglases die mikroskopischo Prüfung damitvorzunehmen. Nicht allein die Köpfe, auch die Schwänze der Spermakörperch 1511treten grell hervor. Ein solches Präparat lässt sich Wochen hindurch consC"viren (1Iageb).

Spermaflecke mit Glycerinbleikalklösung (unter Sulfur S. 1147) behandeltfärben sich braun.

Stickstoffgfilialt. Zur Bestimmung des Gesammtstickstoffgehaltes des Harne,dampft Wasiiiuiunk den Harn zuerst mit Gyps ein und zwar entweder im *a-cuum oder nach Zusatz von Oxalsäure im Wasserbade. Letzteres hat den Zwei'Ammoniak, welches durch eine Veränderung des Harnes entstanden sein kannzurückzuhalten. Fr wendete 10g Gyps, 5ccm Harn und 0,5g Oxalsäure an.Der trockne Rückstand wurde dann mit Natronkalk gemischt und wie gewöhn-lich verbrannt, resp. der Stickstoff in Ammoniak übergeführt (ph. Centralh- 18'<>>S. 371). E. Ludwig befolgt die DüMAS'sche Methode. 5ccm Harn werdenin einem Schiffchen aus Kupferblech oder Porcellan unter Zusatz einiger TP?® nSchwefelsäure eingedampft. Das Verbrennungsrohr hat 18 mm lichte Wei e.Zur Kohlensäurcentwicklung dient Manganocarbonat oder flüssige Kohlensaure-Vor die Spirale von Kupferdrahtnetz wird Kupferoxyd placirt, weil das ^W*des Handels gewöhnlich Zink enthält und dieses Kupfer Kohlensäure unter üdüng von Kohlenoxyd zersetzt (Med. Centralbl. XVHI, 8. 318).

Tyrosin (Handb. II, 8. 1207). Weyl hat erkannt, dass in Folge der Fäu-niss aus Tyrosin Phenol entsteht. Tyrosin ist ein häufiger Bestandteil derweisskörper (Wolle, Käse). Dies erklärt die Beobachtung Ratjmann's, dass