Urina. Salicyls. Schwefel. Schwefelsäure.
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noch 7 — 8 Tage darnach Rhodan im Harne (Vjbciiow's Archiv. 1878. Ph.Centralh. 1878, S. 92).
Salicylsiiure im Harne wirkt auf kaiische Kupferlösung reducirend. ZumNachweise dieser Säure dampft man den Harn ein, vermischt ihn gegen dasEnde des Eindampfens mit Kohle, macht ihn zu einem trocknen Pulver undextrahirt mittelst Weingeistes. Einige Tropfen des weingeistigen Auszuges mitWasser verdünnt und dann mit verdünnter Ferri chlorid lösung versetztergeben bei Salicylsäuregehalt eine violette Färbung. Diese Prozedur ist dannnur am Flecke, wenn der Harn mit Ferrichlorid versetzt die entsprechendeFärbung nicht giebt. Borntbäger empfiehlt die RoBiNET'sche Methode, welchedarin besteht, den Harn mit überschüssigem Bleiacetat zu fällen, aus demFiltrat das Blei mit Schwefelsäure zu beseitigen und dann das Filtrat mitFerrichlorid zu versetzen (Ztsehr. f. analyt. Ch. XX, 8. 87 —89).
Da bei Zusatz von Ferrichlorid zum Harne zunächst das Bisen von denPhosphaten in Anspruch genommen wird, so muss man mit dem Zutröpfeln derEiserlösung noch einige Zeit fortfahren. s
BßADBUBY, SlEBOLD und Andere versetzen den Harn mit etwas Potasche,dann mit wenig überschüssigem 1? 1 ein i trat , lillriren unter wiederholtem Zurück-giessen des Filtrats und reagiren schliesslich mit Ferrichlorid (Ztsehr. d.österr. Ap. Ver. 1881. S. 495).
Schwefel im Harne zu bestimmen, wird der Harn eingedampft, mit der 10 fachenMenge Natron und Salpeter (ana) gemischt eingeäschert und in der Ascheder Schwefelsäuregehalt mittelst Baryumchlorids bestimmt. Der Gehalt desHarnes an Sulfaten und Hyposulfiten ist besonders zu bestimmen, um die MengeSchwefel zu erforschen, welche nicht als Oxysäure vertreten ist.
Schwefelsäure im Harne kommt in Form von Sulfaten und als gepaarteSchwefelsäure an Basen gebunden vor. Letztere wird mittelst Baryumchloridanicht nur nicht gefällt, sie wird auch nach dem Ansäuern mit Essigsäure und durchErwärmen des Harnes nicht zersetzt. Sie wird dagegen gespalten, wenn sie ineiner Lösung nach Zusatz einer geringen Menge Salzsäure einige Minuten er-wärmt wird. Die als Sulfat im Harn enthaltene Schwefelsäure kann deshalbnur aus essigsaurer Lösung gefällt werden. 25 oder öOocnj Harn werden mitEssigsäure, einem gleichen Vol. Wasser und Baryumchlorid im Ueberschusse ver-setzt und auf dem Wasserbade erwärmt, bis sich der Niederschlag klar abgesetzthat. Der Niederschlag wird erst mit Wasser, dann mit warmer verdünnter Salz-säure und zuletzt wieder mit Wasser ausgewaschen; sein Gewicht ergiebt dieMenge der in Form von Sulfat im Harne enthaltenen Schwefelsäure. Das mitden Waschwässern vereinigte Filtrat wird mit verdünnter Salzsäure versetzt underwärmt, bis der in einigen Minuten gebildete Niederschlag sich klar abgesetzthat. Dieser zweite Niederschlag enthält neben Baryumsulfat braune harzige Sub-stanzen, welche sich nach dem Abfiltriren durch Waschen mit heissem Weingeistz 'im grössten Theile entfernen lassen. Zuletzt wird der Niederschlag mit heissemWasser ausgewaschen. Das Gewicht des zweiten Niederschlages von Baryum-sulfat ergiebt die Menge der in dem Harne enthaltenen gepaarten Schwefelsäure(E. Baumann. Zeitschr. für physiol. Ch. I. S. 70. Chem. Centralh. 1878.8. 137).
Terpeno überhaupt Terpentinöl und ähnliche Oele innerlich gebrauchterzeugen, wie van den Velden und Baumann durch Experimente an Thierenbeobachteten, keine gepaarten Schwefelsäuren im Harne. Terpentinöl vermin-derte sogar die Ausscheidung gepaarter Schwefelsäuren. Dagegen erzeugen sauer*stoffhaltige ätherische Oele und solche, welche Phenole enthalten, mit der Schwefel-