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Urina. Oxalsäure. Pepton. Phenol.
einen Schenkel erhitzt und das darauf sitzende Quecksilber in den anderenSchenkel überdestillirt. Auch mit blankem Kupferdraht oder Bloch an Stelle derGoldblättchen lässt sich das Quecksilber sammeln. Ist der Harn nicht blassfarbigoder trübe, so ist es zweckmässig, 200ccm mit circa 8g Kaliumchlorat unddann unter Kochung nach und nach mit kleinen Portionen Salzsäure (40g 25proc.)zu versetzen, um die organischen Bestandtlieile zu zerstören. Die Ausscheidungdes Quecksilbers und Amalgamation mit den Goldblättchen geht dann leichterund reiner vor sich. Ein etwaiger Bodensatz im Harne wird durch diese Proce-dur in Lösung gebracht (IIaüek).
Ueber den Nachweis des Quecksilbers in thierischen Substanzen ver-öffentlichte P. Ludwk; eine ausführliche Arbeit im Med. Jahrb. 1880; ehem.Centralbl. 1881, S. 202; ph. Centralh. 1881, S. 436.
Methylamin und Metliylliarnstoff kommen nach J. Schiffer im Harne derCarnivoren als Umsetzungsproducte des Kreatins vor (Ztschr. d. physiol. ChemieIV, S. 237).
Oxalsäure (Ilandb. II, S. 1202) ist ein normaler, selbst constanter Bestand-teil des Harnes. Calciumoxalat wird durch die sauren Phosphate in Lösungerhalten (ph. Centralh. 1877, S. 179).
Pepton im Harne. Peptonurie ist, wie v. Jacksch fand, eine Begleiterindes acuten Gelenkrheumatismus. Phosphor wolframsäure fällt aus dem Haine,wie Hofmeister erforschte (ehem. Centralbl. 1881, S. 137), neben Pepton alcnKreatinin und Xanthin, letzteres jedoch in sehr geringer Menge. NachdemAnsäuern mit Essigsäure wird Kreatinin durch Phosphorwolframsäure nicht gefällt.Zur Fällung des Peptons nuiss man zuvor etwaigen Albumingehalt durch Ble 1 'zuckerlösung beseitigen. Das Filtrat muss klar sein und darf mit Essigsäure undKaliumferrocyanid keine Trübung geben. Das Filtrat versetzt man mit 1 /s ^°'"Essigsäure und dann mit einer mit Essigsäure versetzton Natriumphosphorwolfrainiat-Lösung. Ist kein Pepton gegenwärtig, so bleibt die Flüssigkeit klar. (Archivder Pharm. 1881, 2. Hälfte. S. 366.) Vergl. auch unter Tyrosin S. 1196-
Phenol im Harn. Ein schwarzer oder tintenfarbiger Harn nachinnerlichem und auch äusserlichem Carbolsäuregebrauch ist als eine nor-male Erscheinung aufzufassen. Die tintenartige Färbung entwickelt sich erstwährend des Contactes des Harnes mit der Luft, ist also Folge eines Oxydation»'processes. Phenol tritt in den Harn als Phenolsulfosäure über und geht auchdarin andere Verbindungen ein. Ein mit Phenol vergifteter Hund gab einen H» rll >welcher Hydrochinon enthielt. Nach starken Phenolgaben lenkt der Harn denKolarisirten Lichtstrahl nach links ab (Baumann und Preusbe. Ztschr. f- P nv ® -Chem. 1879, 3; ph. Centralh. 1879. S. 318). Vergl. auch uuter Tyrosin 8. H 96 '
Nach Salkowski's Wahrnehmungen rindet sich eine phenolbild 01 "Substanz im Harne des kranken Menschen in erheblicher Menge, und ein honePhenol-Gehalt fällt stets mit hohem I ml ican -Gehalt zusammen (man verg •oben unter in die, an). Sinkt im Verlauf der Krankheit der Indicangebalt a»ein Minimum, so trifft man auch nur Spuren Phenol an. Bei BauchfellenZündung trat ein sehr grosser Phenol- und fadican - Gehalt im Harne ein. DasDestillat aus dem mit Salzsäure angesäuerten Harne ergab mit Ferrichlorischwache Blaufärbung. Durch Fällung mit Bromwasser wurden im Maximumpro Liter 1,5575 g Phenol gefunden, während bei gemischter Nahrung der nor-male Gehalt nach Munk etwa 0,004g beträgt. (Her. d. d. chem. Ges. **>S. 1595). ,
Im Pferdeharn fand Baumann als phenolbildende Substanz die Pnen ^schwefelsaure (aber nicht Phenolsulfosäure). Dass Benzol in die Verdauungswegeingeführt Phenolbildung im Harne zur Folge hat, wurde schon längst beobachte .