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Urina. Indican. Jod.
Mercurinitratlösung partiell zugiebt und gleich darauf neutralisirt, also mit derTitrirung und der Neutralisirung abwechselnd vorgeht (Archiv d. Physiol. XXI,S. 248. Archiv der Pharm. 1880, 2. Hälfte, S. 379. Rep. d. anal. Ch. 1882,S. 153 u. f.).
Man vergleiche auch das unter Urea Angegebene, S. 1177, 1178.Indican. Der Indigo bildende Stoff soll nach W. Wekbb ein ziemlich con-stanter Harnbestandtheil sein. Um Indican nachzuweisen, befolgt man die imHandb. II, S. 1191 angegebene Reaction mit rauchender Sal/.säure. W. WebEU(Lieh) hat das Verfahren modificirt. Er lässt 30ccm Harn mit gleichviel conc.rauchender Salzsäure mischen, über der Weingeistflamme erwärmen (nicht kochen)und 1 — 2 Tropfen verdünnte Salpetersäure zur Erhöhung der Reaction hinzu-setzen. Die Farbe der Mischung wird dunkler und ist, wenn letztere erhitzt ist,braun zu nennen; bei mehr Indican ist ein deutlich-rother Stich zu bemerken.Um nun das In dir üb in und Indigoblau augenfällig zu machen, giebt man,nachdem die Mischung abgekühlt ist, eine etwa 2 — 3cm hohe Schicht Aetherdarauf und schüttelt tüchtig um. Der Aether zeigt sich nach dem Absetzen miteinem deutlichen blauen Schaume bedeckt, dessen Farbe bei den kleinsten MengenIndigoblau noch zu erkennen ist, wenn man den Schaum gegen ein Blatt weissenPapiers betrachtet. Der Aether unter dem Schaume ist schön rosen- bis carmnvroth oder violett gefärbt, während die untere wässrige Flüssigkeit eine hellere,nur noch rein braune Farbe zeigt. Es ist zu bemerken, dass die Beobachtungdes blauen Schaumes einige Minuten erfordert; sollte aber während dieser Zeit• die Reaction nicht deutlich hervortreten, so tröpfelt man einige Tropfen Weing eistauf den Schaum, wodurch dieser schnell verschwindet und die obere Schiendurchsichtig wird. Auch die geringste Menge Indican s wird hierbei an derschönen blauen Farbe der oberen Schicht erkannt, aus welcher sieh nach m unach Indigoblau zwischen beiden Flüssigkeiten absetzt, während Indirubin ,irlAether gelöst bleibt. Weiser hat nach dieser Methode den Harn einiger P er "sonen geprüft und gefunden, dass in jedem sich Indigo bildender Stoff nacbwei» 6liess. Nur in wenigen Ausnahmen war in dem Harne verschiedenartig erkrank» 1Personen kein Indican, während es mit der Genesung sogleich wieder im " a "'zum Vorschein kam (Archiv d. Ph. 2. Hälfte, S. 340—342, ph. Centralh. 18 7 ' >Nr. 51).
IIammersten versetzt lOccm Harn mit 3—5cem Chloroform und ^ cC .rauchender Salzsäure, darauf mit einem Tropfen gesättigter Ohlork»!lösung und schüttelt unter nur sanftem Wenden des Cylinders um. Ein B ** e ?vSchütteln ist zu vermeiden. Bei mittlerem Indicangehalt des Harnes färbtdas Chloroform dauernd blau und wird auf Zusatz von 2 — 3 Tropfen Cblorkalösung intensiver blau. Nach zu starkem Chlorzusatz wird das Chloroform P™ ^Ist Jod im Harne, so wird die Farbe roth, bei Gegenwart von Jod und J. n ^zugleich aber violett. Statt der Chlorkalklösung kann auch eine '/^"P 1 ' 00 * ^ y e r.hypermanganatlösung in Anwendung kommen. (Ztschr. des österr. Apoth.-1881, S. 5.) ä
Jod im Harne findet sich auch nach iiusserlicher Anwendung der Jo cl P rrate. Der Harn zeigt sich dann öfters eiweisshaltig. ) ul
Eine colorimetrische Bestimmung des Jods im Harne beschreibt VuU'i
ph. Centralh. 1882, S. 170.
Zur Erkennung des Jodgehaltes genügt ein Versetzen dos Harne ^rauchender Salpetersäure und Ausschütteln mit Schwcfelkoblens \oder lienzol. Behufs quantitativer Bestimmung muss der Harn mit etwaskali versetzt eingedampft, der Verdampfungsrückstand eingeäschert undAsche das Jod als Silberjodid bestimmt werden.
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