TTrina. Harnstoff.
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Harnsäure enthaltende Niederschlag wird mit amtnon'akalisehem Wasser ausge-waschen und in der Wärme durch verdünnte Schwofe lkal in in lösüng zerlegt,wobei Kaliumurat in Lösung übergeht. Das Fältrat wird mit Salzsäure an-gesäuert und im Wasserbade eingeengt. Die beim Erkalten ausgeschiedene Harn-säure wird gesammelt, mit Wasser gewaschen, bei 110° getrocknet und danndurch Behandeln mit Schwefelkohlenstoff und Aether von anhängendem Schwefelbefreit (ehem. Centralbl. 1881, S. 390).
Petit versetzt 200cem des filtrirten Harnes mit 5ccm rauchender Salz-säure, schüttelt mehrere Minuten kräftig, lässt eine Stunde (richtig wohl 1 Tag)stehen, sammelt den Bodensatz in einem üoppelfilter (das eine Filter muss genauso schwer sein wie das andere), wäscht mit Weingeist aus und trocknet bei100° C. Er findet den Harnsäuregehalt im Liter, indem er die Differenz derGewichte der beiden Filter mit 5 multieiplirt.
Harnstoff. Handb. II, S. 1186. Die Ausscheidung des Harnstoffs auf demHarnwege ist quantitativ eine sehr verschiedene, so entleerte ein Mann bei gleicherErnährung im Verlaufe von 50—60 Stunden Harnmengen, welche im Liter20,7—14,3—13,1 —1,8—9,8—12,8- -5,5—10,0 genthielten (Rep.de Pharm. 1880,S. 309, 310). Ueber die Harnstoff-Abscheidung in physiologischer undpathologischer Beziehung berichtet II. Oppenheim in Pfeüceu's Arch. XXIII,S. 446; med. Neuigk. 1881, S. 222.
Reagenspapier auf Harnstoff. Nach Musculus ist im Blasenschleimein Ferment des Harnstoffes, denselben in Ammoniumcarbonat umsetzend, ver-treten. Es ist dem Mucin ähnlich. Papier mit diesem Schleime und mitGurcuma-Aufguss getränkt dient als Reagens auf Harnstoff. Taucht man esin eine Harnstoff enthaltende Flüssigkeit und lässt es dann an der Luft trockenwerden, so bräunt es sich in Folge der Bildung von Ammoniumcarbonat. Näheresvergl. man ph. Centralh. 1877, S. 58 u. f. und ehem. Centralbl. 1876. DerSchleim im Harne bei Blasenkatarrh ist besonders reich an diesem Ferment.
Ilarnstoff-Roactionen. Wenn man eine Harnstofflösung in etwa 3 Th.Furfurollösung mit einigen Tropfen Salzsäure bringt, so erwärmt sieh die Flüssigkeil,färbt sich allmählich purpurroth und erstarrt endlich zu einer braunschwarzenMasse, (IL Schief. Ber. d. d. ehem. Ges. X, S. 773).
Zum Nachweise des Harnstoffesempfiehlt E. BRÜCKE die Oxalsäure. Ji| ^k.
Die extraetartige Masse, in welcher jH Hk
ii in den Harnstoff nachweisen will,exlrahirt man in der Wärme, mitAmylalkohol, filtrirt und vermischtdie klare Lösung mit einer gesättigtenLösung der Oxalsäure in Amylal-kohol. Da der Niederschlag keine aus-gebildeten Krystalle erkennen lässt, soerwärmt man die Mischung und stelltsie zur Krystallisation beiseite, um danndie Krystalle, unter dem Mikroskop zumustern. Man vergl. auch Handb. II,8. 1087.
Bestimmung des Harnstoffes.Handb. II, S. 1187, 1188. Die Fäl-lung mit l'alladiichlorid (Palladium-chlorid) liefert PdCi 2 + 2CN 2 H 4 0, in
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Fig. 162. Harnstoffoxalat-Krystalle. 60mal vergr.
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