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Erg.-Bd. (1884)
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1186
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Urina. Gallensäure. Harnsäure.

Bäure, das zweite mit Stannichlorid und Schwefelsäure und das drittemit Antimoniochlorid und Schwefelsäure zu behandeln und die Farben-reactionen sichtbar zu machen (ph. Centralh. 1879, S. 165).

Zur Erkennung der Gallenpigmente lässt Masset zu 2ccm Harn23 Tropfen conc. Schwefelsäure mischen und dann einen kleinen KrystallKaliumnitrit dazugeben. Es tritt sofort eine blattgrüne Färbung ein, welcheselbst in der Siedehitze besteht und mehrere Tage unverändert bleibt (Archivd. Ph. 1879, 1. Hälfte, S. 457).

Vitam modificirt die PETTENKOFEE'sche Reaction dahin, dass der Harnmit etwas Chininbisnlfat versetzt, der Säureüberschuss mit Ammon beseitigtund das ausgeschiedene gallensaure Chinin mit Aether ausgeschüttelt wird.Den Verdampfungsrückstand des Aetherauszuges löst man in Schwefelsäure, setztwenig Zucker und Weingeist hinzu und befolgt die Pettenkofeb'scIio Methode.Näheres ph. Centralh. 1881, S. 90.

E. Deechsel empfiehlt zum Nachweise der Gallensäuren mittelst der PetteN-KOFEß'schen Reaction statt Schwofelsäure Phosphor säure anzuwenden. Manfügt zu der möglichst concentrirten Lösung der gallensauren Alkalien soviel conc.Phosphorsäure, dass die Flüssigkeit schwach syrupartig ist, gicbt etwasRohrzucker hinzu und erhitzt in einem Proberöhrchen im Wasserbade. Schonbei Spuren Gallensäure tritt nach kurzem Erhitzen eine rothe bis purpurvioletteFärbung ein.

Wie Reuulüs Moscatblli durch Experiment nachgewiesen hat, ist dieAusscheidung der Galle oder Gallenpigmente durch den Harn kein normaler physio-logischer Vorgang, derselben liegt in jedem Falle ein pathologischer ZustaDzum Grunde (Ztschr. des östorr. Ap.-Ver. 1881, No. 2, S. 20).

(«lyeerin-Phosphorsiluie wird als ein constanter Bestandteil des Harnes an-gesehen. Sotnischewhky wies nach Absonderung der Phosphorsäure als Am-monium-Magnesiumphosphat aus 10 Liter Harn in dem Filtrate einen entsprechenden Glyceringehalt nach (Ztschr. f. physich Ch. IV, S. 214210). Hori'^8ETLEB fand diese Säure im Harne bei Leukämie. In anderen Theilen < eKörpers kommt sie ebenfalls vor. Dass diese Säure ein normaler Bestandtßdes Harnes sei, ist bisher noch nicht sicher nachgewiesen (Zeitschr. d. österAp. Ver. 1881, S. 85).

Gravidin, Kyeste'in, ist eine Eiweisssubstanz im Harne Schwangerer usoll Ursache des auf diesem Harne sich bildenden Häutchens sein. Nach a 1 "' 01Angabe besteht letzteres aus Ammoiiiummagnosiumphosphat und Protozoen-Harnsäure (Handb. II, S. 1189). Erkennung derselben. Die M " rc ^."reaction beruht in der Oxydation der Harnsäure mittelst Salpetersäure un °_]; r .^

Setzung in Harnstoff und Alloxan und Verwandelung des letzteren m

Murexid

(Ammoniumpurpurat). Magnieb de la Soubüe wendet (Rep. de l » IO ' reStelle der Salpetersäure Bromwasser an. Sedimente, welche man auf " ar ° 8eruntersuchen will, werden mit Wasser angerührt, mit einigen Tropfen B . r ° m | ro therversetzt und in einem Wasserbade eingedampft. Es hinterbleibt ein 'f-] e S e ^Absatz an den Wänden der Sohnale, welcher mit einem Tropfen Katilösung^ ^genommen eine schöne blaue Färbung, oder durch einen Tropfen Ammoni ^Purpurfarbe, welche dem Ammoniumpurpurat characteristiseh ist, annimm . ^^soll auf diese Weise die geringsten Spuren Harnsäure nachweisen Können^ ^^jedes überschüssige Bromwasser vermieden wird, indem sich sonst Hon ^^dationsproduote als das Alloxan, nämlich Parabansäure und Oxalsifto"?» ffl0 .würden. E. Luuwki fällt behufs der Harnsäurebestimmung den Harn mitteis > ^nikalischer Silberlösung und Magnesiamixtur aus. Der