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Erg.-Bd. (1884)
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Urina.

aber man kann es nicht als Keagens auf Blut aus einem anderen Körpertheilez. B. aus einer Wunde anwenden, weil es damit die blaue Farbenreaction nichtgiebt. Zur Ausführung dieser Reaction verfährt man in folgender Weise: Manmischt einige ccm Guajactinktur mit dem gleichen Vol. Terpentinöl, schüttelt bissich eine Emulsion gebildet hat und setzt sodann den zu prüfenden Harn vor-sichtig zu. Bei Berührung der Emulsion mit dem Harn wird das Guajacharzrasch als weisses, später schmutzig gelbes oder grünes feines Präcipitat gefällt.Enthält aber der Harn Blut, und selbst nur spurenweise, so färbt sich dasHarz mehr oder weniger intensiv blau, oft fast indigoblau. Mit normalem odereiweiss- resp. eiterhaltigem Harn tritt diese Blaufärbung nicht ein.

E. Netjsser untersuchte Harne an Pleuritis und Tuberculose Leidenderspectroskopisch. Die Harne zeigten eine blutrothe Farbe, ergaben die dem Oxy-hämoglobin zukommenden Absorptionstreifen, ohne 'dass weder Blut noch Oxy-hämoglobin nachweisbar waren. Nicht alle blutrothen Harne enthalten somit Blut(ehem. Central«. 1882, S. 244).

Chloride im Harne. Eine Bestimmungsmethode derselben berichtet SM-kowsiu im med. Central«. XIX 1881, 8. 177, 178, ehem. Central«. 1881,S. 203, 204; C. Arnold in der Ztschr. d. physiol. Chem. V, 8. 81 91 undehem. Central«. 1881, 8. 387; L. Habel und Fernholz im Archiv d. Ph v 'siol. XXIII, 8. 85, im Auszuge in der Chem. Ztg. 1880, S. 718 und Are«?der Ph. 1881, 1. Hälfte, S. 56 und 1882, 1. Hälfte 8. 219.

Nach Salkowski werden 10ccm Harn in ein lOOccm-Kölbchen gegeben»auf 60 ccm verdünnt, zuerst mit 2 ccm Salpetersäure und dann mit löccmSilbC'lösung (1 ccm = 0,01 g NaCl) versetzt. Nach dem Umschütteln wird bis z urMarke aufgefüllt, vom Filtrat 80 ccm mit 5 ccm kaltgesättigter chlorfreier Arn-im miumferrisulfat-Lösung versetzt und der Silbergehalt mittelst Normal-Ammoniumrhodanid-Lösung bestimmt. Die nach dem Umschütteln bleibende röthliche F&rung deutet das Ende der Reaction an. Als Beispiel wird angegeben: 80ccFlüssigkeit mit Endreaction bei 6,8 ccm Rhodanidlösung. 100 ccm der FW» 91 »'6,8x10

keit = 10 ccm Harn

8

8,5 ccm. Von der Silberlösung erfordern 1*> C

genau 37,5 ccm Rhodanidlösung, es wurden also weniger gefordert 29 ccm R^ 0nidlösung d. h. = ll,6ccm Silberlösung (37:15 as 29:11,6) = M 6 pl "°NaCl.

Chloroform im Harne nachzuweisen unterwirft man circa 200ccm

Die

de»

ciroa «""" i»

Harnes einer Destillation, bis lOOccm übergegangen sind. Dem Destillat s 'man 5 g chemisch reines Aetznatron hinzu und digerirt einen Tag hindurch-mit Salpetersäure oder Essigsäure angesäuerte Flüssigkeit giebt, war Ch'°*°, ^gegenwärtig, auf Zusatz von Silberlösung einen Silberchlorid-Niederschlag. »* ^quantitativer Bestimmung sind von 200 ccm Harn mindestens 180 ccm abzuliren (Hager).

Chloroform im Harne wirkt auf kaiische Kupferlösung desoxydirend.

Chloral im Harne findet sich als solches nicht vor, sondern als Ur° c ^

ralsäure. Das Natriumsalz entspricht der Formel C 8 H 12 Cl 3 NaO,. p w

rige Lösung wirkt reducirend und die reducirende Wirkung wird erhöht, ^

die Lösung des Salzes mit Schwefelsäure oder Salzsäure längere Zeit ß® a i_

: - J Chloroform in die Verdauungswege eingeführt geht nicht in Uro 0 _

Central«.* >

wird,säure

über. Specielleres über diese Säure vergl. man med.

S. 337-339; chem. Central«. 1881, S. 486, 487.

ülenbestanuineu wies a. roEHL in dem j~ a !"g gcn üt-mit Kalium bromid zu Grunde gerichteten Epileptikers nach durch A

Cholesterin, diesen Gallenbestandtheil wies A. Poehl