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Erg.-Bd. (1884)
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1183
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Urina. Ammon. Benzoesäure. Blut.

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Chininsulfat abgeschieden. Der grössere Theil wäre wohl in den Faeces zuBuchen und nur ein kleiner Theil dürfte eine Zersetzung erfahren haben. (Rep.de Ph. 1878. Ph. Centralh. 1879, S. 10.)

Bornträger fand die Chininharne stets etwas linksdrehend. Eine Ablenk-ung von 0,3 nach links war die stärkste, welche er beobachtete. Zuweilen fehltedas Drehungsvermögen gänzlich. Reynoso fand die Chininharne zuweilen vonnur geringer, kaiische Kupferlösung reducirender Kraft (ehem. Centralbl. 1880,S. 696; Archiv d. Ph. 1880, 2. Hälfte 8. 118, 119).

Den nach 12 Stunden auf eine Gabe von 0,30,5 g Chinidinsulfat, Chinin-hydrochlorid etc. mit Salzsäure gelassenen Harn fand Hager stets normal anFarbe, aber stark sauer. Er gab mit Jodjodkalium einen starken braunen, nachschwachem Ansäuern mit Schwefelsäure sowohl mit Pikrinsäurelösung als auch mitKa-liummercurijodidlösung massige Trübungen. Gerbsäure ergab einen überaus starkengelblichen Niederschlag. Auf Kaliumwismuthtartrat wirkte der Harn nicht, aufkaiische Kupferlösung nur entfernt reducirend. Auf Silberlösung und Mercuri-chlorid wirkte der Harn ebenfalls nicht reducirend.

Ainmon (Handb. II, S. 1204) ist im Harne quantitativ verschieden vertreten.Hallervorden fand im Tagesharne bei Nephritis 1,5; 0,889; 0,777; 0,48;0,577 g Ammon. Duchek beobachtete eine vermehrte Ammonabscheidung aufdem Harnwege bei Pneumonie, Intermittens, Typhus. Hallervorden fand indem Tagesharn von 8 Typhuskranken 1,12,66 g Ammon, in dem Harne zweieran Pneumonie Leidender 1,67 und 1,9g, bei Pleuritis 2,0, bei Intermittens 0,8 g,bei Typhus im Reconvalescenzstadium 0,24g. Mit Steigerung der Körpertemperatursteigt auch die Ammoniakabscheidung. Ein in 24 Stunden 4000 7000cemHarn secernirender Diabetiker sonderte mit dem Harne täglich 1,9 g Ammoniakab, welche Menge Adamktewicz bei schwerem Diabetes auf 0,333 g, bei leichtemauf 0,544 g reducirt fand. Der Ammongehalt des diabetischen Harnes wechselteungemein und wurde in 9 Fällen zu 0,13 5,96 g pro die bestimmt. Die Ur-sache der hohen Ammonausscheidung wird in einer hohen Säureausscheidung ge-sucht. In einem Falle erwies sich ein starker Gebrauch von Natriumbicarbonata uf eine an und für sich sehr starke Ammonabsonderung (täglich bis zu 6 g)°hne allen Einiluss (Archiv für experim. Pathol. und Pharmak. XII, 4, 1880;Med. Neuigk. 1880, S. 360.) Georges beobachtete ein Zunehmen der Alkali-nität des Harnes auf Genuss von Alkalicarbonaten, nach jeder Mahlzeit eineMinderung der sauren Reaction, nach Einführung von Salzsäure in die Verdau-Ungswege eine Erhöhung der sauren Reaction des Harnes. Warme Bäder schienen°hne Einiluss auf die Reaction des Harnes zu sein (Archiv f. exp. Pathol. undPharm. XI, 1879, S. 156).

Benzoesäure und Hippiirsänre im Harne bestimmen Weyl und v. Anrepnach der Methode von Jaaresveld und Stokvis. Der mit Natron versetzteHarn wird zum Syrup eingedickt, mit Salzsäure sauer gemacht und nach 24Stunden mit Essigäther ausgeschüttelt, welcher sowohl die Benzoesäure wie dieHippursäure aufnimmt. Den Acetäther-Auszug dampft man ein und behandeltden Verdampfungsrückstand mit frisch rectificirtem Petroläther, welcher die Ben-zoesäure löst, die Hippursäure ungelöst zurücklässt. Letztere erhitzt man mitc onc. Natronlauge zum Aufkochen, macht die Flüssigkeit mit Salzsäure sauerUnd schüttelt wieder mit Petroläther aus. Dieser enthält nun die aus der Hip-Pursäure entstandene Benzoesäure. (Ztschr. d. österr. Ap.-Ver. 1881, S. 168.)

Bcrnsteinsäure im Harne ist Folge von Spargelgenuss.

Blnt im Harne. Das Reagens auf Blut, welches Almen zuerst empfahl(Handb. II, S. 1193), ist von mehreren Seiten als ein sicheres erkannt worden,