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Erg.-Bd. (1884)
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1182
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Unna. Alkalo'i'de.

liummercurijodid. Bei Mo rp hin gebrauch zeigt nach Hager's Erfahrungender Harn die Eigenschaft ammoniakalische Silberlösung in der Siedehitze zu re-duciren unter Bildung eines Silberspiegels, während der Harn mit einem gleichenVolumen Pikrinsäurelösung gemischt, ferner auch durch Zusatz von Jodjodkahunikeine Trübung erleidet. Morphinharn giebt sich zu erkennen, wenn man ihnmit Silbernitratlösung versetzt, umschüttelt und nun behutsam conc. Schwefel-säure einfliessen lässt, so dass sich dieselbe am Grunde der Flüssigkeit ansam-melt. An der Berührungsfläche beider Flüssigkeitssäulen tritt dunkle Färbungein und wenn man J / 2 Minute später schüttelt, so ist die Mischung grau, oderman mischt 5ccm Harn mit 1,52 ccm Mercurichloridlösung, kocht auf und ver-setzt dann mit einem Ueberschuss Aetzammon. Bei Morphingehalt erfolgt einegraue (nicht weissliche oder gelbliche) Mischung und Mercurooxyd scheidet sichin der Ruhe ab. Eine äusserst unbedeutende reducirende Einwirkung auf K a "liumwismuthtartrat und kaiische Kupferlösung lässt der Morphinharn zuweilenwahrnehmen. Morphin geht zum grösseren Theile in die Faeces über, doch aucnnach hypodermatischer Morphinanwendung ist der Harn immer morphinhaltig-Behufs quantitativer Bestimmung muss mindestens 0,5 Liter Harn der Unter-suchung unterworfen werden. Man versetzt den Harn mit lg Oxalsäure unfiltrirt eine Stunde später, dampft das Filtrat bis auf 4 5 ccm Rückstand ein»mischt diesen mit circa 4g Kalkhydrat, extrahirt mit 20 30ccm Wassei,dampft den Auszug bis auf 4 5 ccm ein und versetzt ihn mit 3 4 ccm Sa-miaklösung. Wenn sich nach einem Tage nicht Sichtliches oder Greifbares a -geschieden haben sollte, so muss die Flüssigkeit mit Amylalkohol ausgeschüttewerden etc. .

Bbunbau verfährt zur Bestimmung des Morphins im Harne in t0gender Weise (Rep. de Pharm. 1881, S. 67): 100ccm filtrirter Harn werd ^"'mit circa 0,050,1 g Weinsäure versetzt, mit dem 23-fachen Vol. Amy' a 'hol kräftig geschüttelt. Von der einer Temperatur von 5070° C. ausgesetzteMischung wird der Amylalkohol decanthirt, dieser mit Aetzammon versetzt, nadem Umschütteln der Amylalkohol decanthirt und eingedampft und der »edarapfungsrückstand als Morphin bestimmt (Archiv der Pharm. 1881, t. H al 'S. 375). .

Strychnin, Brucin, Veratrin sollen nach Sciiumoff's Versuchenverändert in den Harn übergehen. (Vom Salicin finden sich nur die Umwalungsproducte im Harne vor.) Die Abscheidung der Alkalo'ide durch den

eine abwechselnde, bald eine vermehr ,

ist nicht eine gleichmässige, sondern eine aowecnseinue, oaiu ewo ,bald eine sehr geringe oder zeitweise ausbleibende. Nach Morphingebraucwurde zuweilen dieses Alkaloid im Harne angetroffen, ein anderes Mal nie >selbst noch grösseren Morphingaben. Als Reagens darauf benutzt man nieidas FEÖHDE'sche, die Abscheidung geschieht nach der Methode von Otto unDeagendoeff mittelst Amylalkohols (Archiv der Ph. 1880, 2. Hälfte, S. lw

Chinin im Harne. Das in die Verdauungswege eingeführte Chinin wnach Peesonne's Erfahrung unverändert im Harne angetroffen. Kebneb mman, dass es darin als Dihydroxylchinin vorkommt, welches auch bei EmWirKu Boxydirender Substanzen auf Chinin in der Wärme entsteht. Guyociitn will es »Chinidin im Harne wieder angetroffen haben. Pebsonne lässt den Harn mitteGerbsäure ausfällen, den Niederschlag auswaschen, mit Kalkhydrat miscne,aufkochen, austrocknen und dann mit Chloroform auf dem Verdrängung»* 8^extrahiren. Der Verdampfungsrückstand der Chloroformlösung besteht ausChinin und einem Harze, von welchem es durch verdünnte Schwefelsäure g^trennt werden kann. Ein Kranker hatte 2 g Chininsulfat genommen und nca. 8 Tagen war der gelassene Harn davon frei. Durch den Harn waren 0,