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Erg.-Bd. (1884)
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1181
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Unna.

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Einen Taschenapparat für Aerzte zur Erkennung des Zuckers undEiweisses im Harne beschreibt G. Döll, (Karlsruhe) in pharm. Centralh. 1882,S. 214.

Metaphosphorsäure ist, wie Hindenlang's Experimente ergeben, daseinfachste und beste Eiweissreagens. Keine anderen Bestandtheile des Harneswerden durch diese Säure gefällt. Ein Stückchen der Säure wird in kaltemWasser gelöst und der klare oder filtrirte Harn damit versetzt. Die Lösungder Säure kann nicht vorräthig gehalten werden, weil sie in Orthosäure über-geht (ph. Centralh. 1881, S. 235; Berl. klin. Wochenschr. 1881, Nr. 15). Manvergl. auch diesen Ergänzungsb. S. 850.

Trichloressigsäure soll noch ein schärferes Reagens auf Eiweiss imHarne sein. Zu einem ccm des filtrirten Harnes setzt A. Raabe ein Körnchenkrystall. Trichloressigsäure und stellt ohne umzuschüttein bei Seite, wo sich umden Krystall eine scharf abgegrenzte Eiweisszone bildet. Da bei reichem Urat-frclialt eine ähnliche Zone entsteht (welche aber beim Schütteln oder Erwärmenverschwindet), so ist es wohl angezeigt, den Harn mit einem 23-fachen Vol.Wasser zu verdünnen (Archiv der Ph. 1881, 2. Hälfte S. 300).

Ein interessantes Verfahren der Eiweissbestimmung veröffentlichte Musculus(Gaz. med. de Strasbourg 1880). Wenn man in einem Reagircylinder über 2 ccmconc. Salpetersäure einige ccm Harn behutsam schichtet, so bildet sich oft ander Berührungsfläche ein rother oder violetter, dann blauer Ring als Reactiondes Uroxanthins. Bildet sich eine grüne Färbung, so liegt Gallenpigmentvor, bildet sich aber eine ringförmige, nach oben und unten scharf abgegrenzteTrübung, so enthält der Harn entweder Eiweiss oder er ist reich an Uraten.Sind beide Substanzen zugleich vertreten, so besteht die Trübung aus 2 Ringen,welche durch eine helle Schicht getrennt sind. Wird der Harn mit einem mehr-fachen Vol. Wasser verdünnt, so entsteht der Uratring nicht, wohl aber der Al-buminring. Dieser letztere tritt um so eher ein, je grösser der Albumingehalt.Bei 0,2 g Albumin im Liter beginnt die Bildung des Ringes sofort und mit jederHälfte des Gehaltes steigt auch die I.ildungszeit um das 23-fache, bei 0,1g in Y2Minute, bei 0,05 g in 1 Minute, bei 0,04 g in 2 Minuten, bei 0,02 g in 3 Minuten.Näheres vergl. man im Archiv der Ph. 1881, 1. Hälfte, S. 468, 469.

Paralbumin zu erkennen, soll man die betreffende filtrirte oder decan-thirte Flüssigkeit mit der 6-fachen Menge Wasser verdünnen und einige Stundeneinen Kohlensäurestrom (aus Marmor und Salzsäure entwickelt) hindurchleiten.Eine eintretende Trübung in eine flockige weisse Fällung übergehend zeigt dieGegenwart von Paralbumin an (Vulpius. Archiv der Pharm. 1879, 2. Hälfte,S. 307310).

Gravid in oder Kyesteln ist eine Eiweisssubstanz im Harne der Schwan-geren. Vergl. S. 1180 u. 1186.

Pathologisches und gewöhnliches Eiweiss unterscheidet Maurik.Einige Eiweisse färben die kaiische Kupferlösung violett, andere nicht oder nurgrünlich. Das bei hoher Körpertemperatur in den Harn übergegangene Biweissgiebt die grünliche Farbe. Grössere Eiweissstoffe im Typhusiiani verhinderndie Reduction der kaiischen Kupferlösung durch Glykose (Archiv der Ph. 1880,2 - Hälfte S. 155).

In dem Harne der Schrumpfnierenkranken ist nicht alle Zeit Eiweissanzutreffen und wechseln oft eiweisshaltiger und eiweissfreier Harn um 1 2Tage ab. Es ist zur Diagnose somit die Untersuchung des Harnes öfter gefor-dert. Tn dem Harne der an Asiatischer Cholera Leidender ist Eiweiss ein niefehlender Bestandteil (vergl. S. 1178).

Alkalo'ide im Harne zu bestimmen, empfehlen Bouchard und Gadier Ka-