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Unna.
Dass der mit Ferrichlorid sich rothfärbende Harn auch bei anderen acutenKrankheiten als bei Diabetes mellitus, besonders aber bei Kindern vorkommt,erwähnt v. Jacksch in d. Zeitschr. f. Heilkunde HI, 17 und ph. Centralh. 1882,S. 268, 269.
Albumin im Harne (Handb. II, S. 1181). Meuu empfahl (1879) als Rea-gens auf Albumin im Harne eine Mischung aus je einem Th. Carbolsäureund Essigsäure, verdünnt mit 2 Th. Weingeist. Er mischt circa lOccmdes Harnes mit 5 Tropfen Salpetersäure und lccm oder 25 Tropfen jener Car-bolsäurelösung, schüttelt um und lässt das Gemisch in Ruhe, wo sich dann dasAlbumin absetzt. Die Ausscheidung desselben soll noch schneller vor sich gehen,wenn man statt der Salpetersäure circa 5ccm gesättigter Glaubersalzlösung ver "wendet. Auch dieses Reagens ist ein sehr scharfes, hat aber auch das Unange-nehme, im schleimhaltigen Harne eine Ausscheidung zu bewirken.
Von Ilimow in St. Petersburg hat in Rücksicht auf den letzteren Umstanddie MEHü'sche Methode modificirt (allg. med. Centralz. 1879, Nr. 62) und zwarlässt er den nicht genügend sauren Harn mit saurem Natriumphosphat ansäuern(weil dieses Salz gewöhnlich die saure Reaction des Harnes bedingt) und dannabsetzen und fütriren, um Schleim und Urate zu beseitigen. Den filtrirten Barversetzt Ilimow mit einer wässrigen Carbolsäurelösung (5 Säure, 1Wasser). Erfolgt nun keine Trübung oder flockige Ausscheidung, auch nienach dem Erwärmen, so kann der Harn mit aller Sicherheit als albuminfrei agesehen werden.
Mit dieser Reaction lässt sich nach Ilimow selbst eine annähernde quan itative Bestimmung des Albumins verbinden. 25ccm jenes filtrirten Harnes vesetzt man in einem kalibrirten Cylinder mit 12,5 ccm gesättigter Glaubetsalösung, welche nämlich die Coagulation des Albumins fördert, und !■*>■.jener 4,77-proc. Carbolsäurelösung, schüttelt um und lässt die Mischung 24 8tunim Wasserbade stehen. Durch geeignete sanfte Bewegung des Cylinders ' asich das Niveau des Albuminabsatzes in eine horizontale Lage überführen,einem Beobachtungsrohre mit innerer Weite von 1 cm enthielt 1 ccm des Absa0,012 g Albumin. Fäl .
Zur quantitativen Bestimmung des Albumins genügt einfach dielung mit Pikrinsäure nach Hagek, wie sie S. 852 näher angegeben ist.Harn wird mit einigen Tropfen Essigsäure angesäuert, wenn er nicht sauer re»c , >oder mit Ammoniumacetat versetzt, wenn er sauer reagirt, mit wässriger r isäurelösung gefällt und mit derselben Lösung der Niederschlag ausgewase66,66 Proc. des trockenen Niederschlages sind als Albumin anzunehmen. _Esbach, welcher aber den Niederschlag mit Wasser auswäscht, will 4 / 5 des Albpikrinats, also 80 Proc. als Albumin gelten lassen. Ueber letztere Bestimmvergl. man Zeitschr. d. österr. Ap.-Ver. 1880, S. 262. ^ d j e
Als beste und sicherste Reaction auf Albumin "' * nBoEDECKEß'sche. Man vergl. Handb. II, S. 1181. M
Albumin im gesunden Harn hat W. Leube nachgewiesen, J e(1 ~y t g U t eder Gehalt nicht über 0,1 Proc. hinaus. Er untersuchte den Harn aßt ^eines Jägerbataillons 7 Tage hindurch. Der Harn trübte sich beim , AU !: pll>stets und die MlLLON'sche Reaction liess Albumin erkennen. (Archiv de1879, 1. Hälfte, S. 281. Vikchow's Arch. Bd. 72, S. 145.) Diese ünteitt ^ung ergiebt, dass ein geringer Albumingehalt im Harne nicht immer a ^
pathologische Erscheinung aufzufassen, derselbe bei manchen PersonenNormales ist, und dass der Albumingehalt nach starken körperlichen An ^ungen häufig vorkominmt. Die Eiweisssubstanz im Harne der Schwangelman Gravidin genannt.
rühmt manedoch g&*