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Turnera. — Unona. Ylang-Ylang.
stellt und nun das Kraut ausgepresst. Die hieraus gesammelte Colatur wirdfiltrirt, bis auf 100 Th. Rückstand abgedampft und mit den zurückgestellten900 Th. erster Colatur vermischt und filtrirt. Dosis 0,5—1,0—1,5 dreimal täglich.
Aufbewahrung. Damiana wird kleingeschnitten in dicht geschlossenen glä-sernen oder weissblechenen Gefässen vor Tageslicht geschützt aufbewahrt.
Anwendung. Die Wirkung des Damianakrautes, dieses neuauftauchendenArzneimittels, erstreckt sich hauptsächlich auf die Harn- und Geschlechtsorganeund es dürfte dieses Kraut durch Bucco-Blätter vollständig ersetzt werden. Eserzeugt Polyurese unter Reizung der Geschlechtsorgane. Der durch irgend eineKrankheit unterdrückte Geschlechtstrieb soll durch einen 2—3 - monatlichenGebrauch der Damiana wieder normal funktioniren (durch öftere kleinere DosenFerrichlorid und Cinchonidinsalz in Verbindung mit aromatischen Stoffen dürftederselbe Zweck besser, sicherer und früher erreicht werden).
Woodward behauptet, dass Damiana einen alten Mann oder eine alte Fr aUin Bezug der genitalen Functionen wieder jung und kräftig zu machen vermöge-Es besitze dieses Kraut vor Strychnin und Phosphor als Excitantien den Vorzug»dass es nicht giftig oder sonst schädlich sei. Dass es Gehirn und Nerven b°'deutend beeinflusst, geben die Amerikanischen Aerzte zu, jedoch halten es eimg emehr für ein Tonicum als für ein Aphrodisiacum. .
Das Extract giebt man 3—4-mal täglich zu 0,3—0,6—1,0, das Fluidextraktzu 0,5—1,0—1,5, am besten in Pillen, denn der bittere scharfe Geschmack «nicht angenehm, und bei manchen Patienten stellen sich Uebelkeit, selbst E r 'brechen ein, besonders bei leerem Magen. Am besten nehmen sich die Eli* 1oder Mixturen unter Nachtrinken von Kaffee ein.
(1) Elixir Damianae.
fy Extracti Damianae fluidi 50,0Elixiris Aurantii compositi 5,0Tincturae aromaticae 10,0Syrupi Aurantii corticisGlycerinae ana 20.0.
M. D. S. Täglich zwei- bis dreimalzwei TheelöfFel.
(2) Mixtum damianata.
ty Extracti Damianae fluidi 20,0
Aquae Menthae piperitae 150,0
Tincturae aromaticae 5,0
Syrupi Aurantii florum
Glycerinae ana 30,0.M. D. S. Drei- bis viermal tag» 0einen Esslöffel voll.
Unona.
Im Archiv der Pharm. 1881, 1. Hälfte S. 24 u. f. finden sich Not '^von FlüOkigbb über das Ylang-Ylang-Oel oder Canangaöl. Der Mutterbaummit Cananga odorata Hooksb FIL. et Thomson bezeichnet. SynonoymeUnona odorata Dunal, Ucaria odorata L., wohlriechender Traubenbaum, gden ostindischen Inseln einheimisch. L. c. S. 28 ist auch eine Abbildungblühenden und fruchttragenden Zweiges.
Oleum Unonac odoratissimae, Oleum (Janangae, Canangaöl, Ylang-Ylang-Oel **»» ^
II, S. 1168. Conveet untersuchte dieses ätherische Oel. Es destillWe zwi ^170 und 290° über, bei höherer Temperatur zersetzte es sich. Nach (xA ^_hält es eine sehr geringe Menge Benzoesäure in Form eines Esters, w ^^ en ydvfait bestätigt fand. Ferner enthält das Oel ein Phenol und einen A ium .oder ein Keton, insofern sicli beim Schütteln mit Natriumdisulnt (Monon ^sulfit) eine geringe Menge Krystalle bildet. (Archiv der Ph. 1881, •S. 30, 31.)