Trimethylaminutn. Muscarinum. — Tuber.
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%j; Muscarinum (Handb. II, S. 1160). Harnack gab demselben die FormelC.-II.ljNCVj, dem dasselbe begleitenden Amanitin die Formel C 5 H 13 NO. DieseFormeln stimmen also mit derjenigen des Betains oder Oxyneurins überein (ph.Centralh. 1876, S. 340, 341).
Muscarinum sulfuricum ist sowohl in Krystallen wie auch in Form einer syrup-dicken Flüssigkeit im Handel zu erlangen. Muscarin und auch seine Salze sindungemein hygroskopisch, so dass es selbst beim Abdampfen unter der Luftpumpeschwer hält, sie vom Wasser zu befreien.
Zwischen Muscarin und Atropin waltet ein mächtiger Antagonismus. NachF. Falck können die Erscheinungen der Muscarin-Vergiftung, wenn sie noch nichtbis zum Ausbleiben der Circulation und Respiration gediehen sind, durch Atropinsicher und rasch beseitigt werden, im umgekehrten Falle aber nicht (ph. Cen-tralh. 1879, S. 391). Schlosser schreibt als Mittel gegen Vergiftung mitFliogenschwamm eine subcutane Injection von 0,01 Atropin. sulfuric. in5,0 Aqua destill, gelöst vor.
Im Falle einer Vergiftung mit Pilzen soll durch Kitzeln des Schlundes oderdurch andere Mittel das Erbrechen befördert werden und sind wiederholt einigeTropfen der Atropinlösung subcutan zu injiciren, bis die schweren Vergiftungs-symptome geschwunden sind. Nach Binger und Murrell ist Pilocarpin eben-falls ein Antidot des Muscarins. (Zeitschr. d. österr. Ap. Ver. 1880, S. 363, 364.)
Aminbasen. Eine solche wies Kikciimann (Arch. d. Ph., Bd. 10) imHeracleum asperum L., Anethum graueoletis L. nach, durch Destillation mitSoda im Kohlensäurestrome und durch Aufsaugen derselben in Schwefelsäure-haltigem Wasser, Zusatz von Aluminiumhydroxyd und Ueberführung in eine Alaun-form, in welcher sich die Amine sehr gut bestimmen lassen.
Tuber.
Ueber giftige und über goniessbare Pilze hat Prof. Göppeut (Breslau) Mit-theilungen gemacht, welche Beachtung verdienen, z. B. ph. Centralh. 1877, S. 29.
Ueber eine Culturmethode der Champignons Rovellie's berichtendie Wiener illustr. Garten-Ztg. 1881 und die Industrieblätter 1881 Folgendes:In eine Kiste werden Schichtenlagen, 10 cm hoch, von gekochten Lorbeeren ge-legt, zwischen jede der Schichten kommt gut verrotteter Dünger aus Pflanzen-resten, so dass das Ganze eine Höhe von eirca 20cm erreicht; dieses Gemengew ird sehr fest zusammengedrückt und dann mit Kalk und Kinder-Excrementenbedeckt, damit keine Insekten und keine Nässe eindringen können; ein solchkünstliches Terrain erhält sich durch drei Jahre und erzeugt die besten ge-schmackvollsten Pilze in reichlicher Menge.
Trüffeln. Als unechte Trüffeln kommen im Handel vor: Rhizopogonr }il>esce?is Tulasnio, llhizopogon hdeolus Tulasne, Chaeromyces maeandri-fortnis Vittmann (weisse Trüffeln). — Als falsche und gesundheitsschädlicheTrüffeln gelten Scleroderma vulgare Persoon und ScUroderma rerrueosum1J|, :rsoon. In den Böhmischen Bädern werden den Trüffeln untergeschoben:^■sclmittener Boletus edulis Bueliard, Morchella escidr//t(/VKns., CaniharcllusCll >'irius Fries, Scleroderma vulgare Pers., Chaeromyces maeandrifornw Vitt.,* >0 lysaceu?n urenarium Corda (Archiv der Pharm. 1881, 2. Hälfte, S. 125).