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Erg.-Bd. (1884)
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Terebinthina. Terpentinöle.

zösisches Terpentinöl, aus Französischem Terpentin (der Pinus maritima)ist farblos oder schwach gelblich, vollkommen klar. Spec. Gew. 0,86. Siede-punkt 156 —157° C. Es riecht eigentümlich, schmeckt brennend und lenkden polarisirten Lichtstrahl nach links ab. (Franz. Terpentin wird hauptsäch-lich in der Umgebung von Bordeaux gewonnen und liefert 25 Proc. Oel.)gab mit 7 Th. 90-proc. Weingeist eine klare Lösung. — 4) VcnetianischeTerpentinöl, aus Venetianischem Terpentin (von Pinus Larix L. od. La rldeeidua Mill.) gleicht dem Französischen, riecht aber angenehmer. Es l 60den polarisirten Lichtstrahl nach links ab. (Venet. Terpentin gewinnt man %meist im südlichen Tirol, im Thale St. Martin in Piemont etc.; er liefert 18 bl _25°/ 0 Oel). — 5) Englisches Terpentinöl, aus dem Amerikanischen Terpeü'tin (von Pinus palustris faustralis) und Pinus Taedä) gleicht dem I r *zösischen. Spec. Gew. 0,864. Siedepunkt 150—156° C. Es lenkt den P^risirten Lichtstrahl nach rechts ab. (Amerik. Terpentin liefert bei der Destillat 10circa 17 Proc. Oel). — Ausser diesen 4 Hauptsorten kommen im Handel n°folgende Terpentinöle vor: ; .

6) Tannenzapfenöl, Oleum Abietis pini, aus den Zapfen von A- 'pectinata durch Destillation mit Wasser gewonnen. Es riecht viel feineiTerpentinöl. Spec. Gew. 0,868 — 0,875. Siedepunkt 160 — 162° C. R 15 ""drehend. — Es ist in 7 Th. 90-proc. Weingeist löslich. — 7) Latschen- ° aKrummholzöl, Oleum Pini pumilionis, aus jungen Spitzen und ^ a " ,,von Pinus Pumilio Hänke durch Destillation mit Wasser gewonnen. &* , &einen entfernt an Wachholder erinnernden Geruch. Spec. Gew. 0,865. " l ^punkt 170° C. Links drehend, in 12—15 Th. 90-proc. Weingeist löslicb- ^. t8) Fichtennadelöl, Oleum foliorum Pini silvestris, durch DestillationWasserdämpt'en aus den Nadeln von Pinus silvestris oder Pinus Abies gewohat einen ausserordentlich feinen, aromatischen Geruch. Spec. Gew. 0,875-—°>. glSiedepunkt 160° C. Rechts drehend. — 9) Unter dem Namen TemP 11 ^.oder Kien öl bezeichnet man im Handel ein Terpentinöl, welches durchstillation des Holzes, der Zweige, Zapfen, Nadeln etc. mit Wasser gewönne» ^namentlich im Kanton Bern in Emmenthal und Aargau in der Schweiz n ^manchen Gegenden Tirols erzeugt wird. Es riecht citronenartig. Sp ec - 00,86—0,88. Siedepunkt 160—164°. Links drehend. — G. und L. untersagnoch ein Oleum Abietis Canadense, aus Zweigen von Abies balsameü ^in Canada gewonnen. Es zeigte einen angenehmen Geruch, scharfen Gosc . g( j e .war etwas gelblich gefärbt, hatte ein spec. Gew. von 0,902 und einen ^,punkt von 160—166° C. Es lenkte den polarisirten Lichtstrahl nach red»Weiteres ist 1. c. nachzusehen. aetfüt^

Ueber das Verhalten des Terpentinöles gegen starke Hitze ha ^eine Reihe von Experimenten angestellt und darüber in den Ber. d. d. c . ' nje»X, 1877 S. 113 u. f. Mittheilungen gemacht. Im Auszuge linden sich OK ^ f _in d. Jahresber. über die Fortsein*, der Pharmacognosic etc. XII, ®* Tj ft «btali»»In dem Terpentin wurden demnach gefunden: Benzol, Toluol, Xylol, ^ a j^neu 6Phenanthren, Anthracen, Methylanthracen, welche sämmtlich auch Bes ades Steinkohlentheeres ausmachen. lgi reD '

Terpentinöl-Emnision. Um Terpentinöl dauernd zu emu ge j feB -soll man nach GE1J0I8 (Amcric. Journ. of Pharm. Vol. 49, S. 345) f el » ß e idepulver verwenden. Auf 30 g des Oeles genügen 0,66 g des S° ifcn P u et ' z t. P' ewerden gemischt und unter Reiben nach und nach mit Wasser versEmulsion soll sehr weiss, homogen und dauernd sein. ^ erB gieb 4

Terpentinöl kann als Bandwurmmittel Dienste leisten: ^^al j eman täglich zweimal 5 — 7 — 10 Tropfen, Erwachsenen täglich o —