Terebinthina. Ol. Tereb. ozonisat.
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10 —15 — 20 Tropfen in Emulsion mit Ricinusöl. Nach 2— 3 Tagen gehtöann der Bandwurm ab, wenigstens in den meisten Fällen.
Von Taube wurde Terpentinölstaub und Dunst gegen Diphtheritis mitErfolg angewendet. 15 Tropfen wurden mittelst Zerstäubers zum Einathmenfähig gemacht. Die Augen der Patienten sind während des Experiments zu ver-decken und zu schützen. Stündlich wurde 8 —10 Minuten hindurch inhalirt.In den ersten 24 Stunden weicht das Fieber, Pseudomembranen lösen sich ab,a er Gestank schwindet etc.
Dass dauerndes oder starkes Einathmen von Terpentinöldunst aufdie Gesundheit einen nachtheiligen Einfluss ausübt, selbst epileptische Krämpfehervorruft, sich im Harne Eiweiss nachweissen lässt, wird von mehreren Seitenan gegeben z. B. von Poincare, Potain, Sternberg etc. (Jahresb. über denFortschr. d. Pharmacognosie etc. XIV 1879, S. 274).
Um Federn (Straussfedern) zu bleichen, setzt man die Federn in Terpen-tinöl eingelegt oder in einem mit Terpentinöldampf gefüllten Räume aufgehängtdem Tages- und Sonnenlichte aus.
Von Kingzett wurde beobachtet, dass Terpentinöl im Contact mit WasserUn d atmosphärischer Luft bei Sommertemperatur die Bildung von Oamphorsäureu nd Wasserstoffhyperoxyd veranlasst, welche sich beide in dem Wasser lösen.^ a mit ist eine Andeutung zur Herstellung desinficirender Flüssigkeiten gegebenz - B. zum Wundverbande, zum Besprengen der Krankenzimmer, der Strassen*•*• Hierauf gründete A. Poehi, eine Desinfectiousmethode vermittelst terpen-Qaltiger ätherischer Oele (St. Petersb. med. Wochenschrift 1879). Man vergl.ail ch S. 558 dieses Ergänzungsbandes.
Um Terpentinöl in eine Bleichflüssigkeit zu verwandeln, soll man nach* ü d. Boettger dasselbe mit gleichviel Weingeist mischen und im offnen Gefäss?<* Einwirkung der Sonnenstrahlen aussetzen. Es entsteht, wieKiNGZETT fand,"asserstoffliyperoxyd, welches in Lösung übergeht.
Oleum TereMnthinae ozoiiisatum (Handb. II, S. 1121). Man kann dasselbea nch dadurch herstellen, dass man zu lOOccm Französischem Terpentinölnach u n d nach unter Schütteln 400 oder soviel ccin einer 1-proc. Kalium-nypermanganatlösung setzt, bis das Oel durch jodcadmiumhaltige Stärke-üsung ) unter Hinzufügung eines Krystallfragments von Eisenvitriol, eine blaueFärbung liefert. Nach Verlauf einer Stunde setzt man 50ccm oder die genü-gende Menge verdünnter Schwefelsäure hinzu, schüttelt kräftig und lässt absetzen.as oben aufschwimmende Oel wird abgehoben und in dichtgeschlossener Flaschen einem schattigen Orte aufbewahrt.
, Dieses angeblich ozonisirte Oel enthält nicht Ozon, sondern Wasserstoff-yperoxyd. R. Boettger gab folgende Prüfung auf letzteres an: Man über-ntitte in einem lleagirglase einige cem des Oeles zunächst mit etwas Äthyl-ier, fjig e ,j azu c ; n doppeltes Vol. destill. Wasser, hierauf einige Tropfen jod-j^dmiumhaltige Stärkolösung und schliesslich ein kleines Krystallfragment von•senvitriol. Lässt man nun den Inhalt des Reagensglases durch Neigung desJ'ases einige Male hin- und hergleiten, so sieht man in wenig Augenblicken»e unterste wässerige Schicht im Glase sich intensiv lasurblau färben, als sicher-es Zeichen der Anwesenheit von Wasserstoffhyperoxyd. Man vergl. auch unter«ydrogenium hyporoxydatum, S. 554. (Jahresb. .'der phys. Ver. zu Frankfurta - M. 1879.)
T Papasogli ist der Ansicht, dass die als Ozon auftretende Eigenschaft des
s Pentinöls der Bildung von Stickstoffoxyden zuzuschreiben sei, indem das Oel
ovv °hl Sauerstoff wie Stickstoff begierig aufnehme und sogar das durch Phosphor