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Erg.-Bd. (1884)
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Terebinthina. Chios-Terpentin.

Terebinthina Cliia s. Cy pria, Terebinthina de CTiio pistacina, CMos-Terpenti'i.Cyprischer Terpentin, Terpentin von Ohio, das aus dem Stamme des Baumes ausfliessendeHarz, von steifer Extractconsistenz oder häufiger in spröden Stücken, zwischenden Fingern gedrückt erweichend und knetbar, bei 6070 ° C. schmelzend, vongrünlich-weisser, oder grünlich-gelber bis bräunlich-gelber Farbe, durchscheinen tin dünner Schicht durchsichtig und gelblich, von schwachem, nicht BittereHarzgeschmacke und angenehmem schwachem balsamischem, an schmelzendes r>' 'nenwachs erinnerndem Gerüche. Dieses Harz ist in absolutem Weingeist, Aethei;Benzol, Chloroform, Amylalkohol vollständig löslich, so auch in heissem Terpetinöl, kochendem 90-proc. Weingeist, unvollständig löslich in kaltem 90-proc-Weingeist, zum Theil nur löslich in Petrolbenzin, Petroläther. Die mit dieseletzteren Flüssigkeiten unter Kochen bewirkten Lösungen sind heiss trübe ODscheiden beim Erkalten das Harz grössten Theils wieder ab. Es ist ferner *der löslich in kochender Natriumcarbonatlösung, noch in kochender concentiiiAetznatronlauge, an welche letztere es nichts abgiebt, was auf Zusatz von "säure fällbar wäre. In kochendheissom 68-proc. Weingeist ist dieses Harz eD ®falls unvollständig löslich. Das spec. Gewicht des Harzes in Stücken ist hbis 1,067, in weicher Form 1,0551,000. _ ;t .

Wesentliche Eigenschaften des Chios - Terpentins sind der Mangel einesteren Geschmacks, ein sehr schwacher, entfernt an Elemi und Fenchel erinnernGeruch und eine unvollständige Löslicheit in kochend heissem verdünntem vgeist (0,8900,893 spec. Gewicht). Während die gewöhnlichen Terp° ntul ® (1a .Petrolbenzin löslich sind, ist Chiosterpentin darin unvollständig löslich, in Benz"gegen wie auch die Pinus- und Abies-Terpentine klar löslich. Da dieses .nicht frei ist von Rindenrudimenten, so wäre eine Depurirung nothwendigj ßgdieselbe würden aber die flüchtigen Bestandtheile verloren gehen. Besser iEmulsionen, Salben etc. durch Gaze zu giesson und auf diese WeiseSchmutze zu befreien.

Bestandtheile sind Proc. 5 10 flüchtiges Oel (dem Terpentinöle ^ähnlich), 8085 oigenthümliches Pistacienharz, 35 Weichharz, Spuren .organischen Säure (nach Wigner Benzoesäure, welcher auch Proc. 9>2-"~ ^.flüchtiges Oel, 7981 Mastix-Alphaharz, 46 Benzoe-Gammaharz, 2-» D)reinigkeiten als Bestandtheile auffand). KELLY erwähnt als Bestandtheile 1 jzwei Modifikationen des Borneols (von Power, mit Asarol bezeichnet), Asaround Asarolvalerianat (New Romed. 1881)

Prüfung. ManSteinkohlenbenzol unter

2 cd"

1!)

löst in einem Keagircylinder circa 0,2 g des U arzes . lD r y äl mg__ter Erhitzen über einer Flamme. Erkaltet muss die _ ^klar oder nur unbedeutend trübe sein, auf Zusatz von 4ccm Petrolben* 1 ^ eD<Petroläther weiss trübe werden und ein Theil des Harzes sich flockig absc ^ eHarze von Pinus und Abi es geben entweder klare oder nur mäss, ^y e iter eMischungen und nur Spuren Harz scheiden im letzteren Falle aus- . e ; g tes0,2g des Chios-Terpentins werden mit 45ccm eines 6869-proc. Wei o ^in einem Keagircylinder, dem man ein Rückflussrohrauf gesetzt hat, unter ^ &gelöst. Die Lösung geht langsam vorsieh und ist keine vollständige- ^ &T%eSAbkühlen durch Wasser wird die Lösung weisstrübe und ein Theil de9 el . t { ün n-scheidet auch wohl ab. Die Pinus- und Abicsharzc geben mit diesem ^jgten Weingeiste in der Wärme eine klare Lösung, welche erkaltet nur f en tin9trübe ist und keine Ausscheidung macht. Löst man 0,2 g des Chios-1 i ^ eunter Kochung in 34ccm Amylalkohol, so erfolgt eine klare oder wc ^j n g e istLösung, welche auf Zusatz von einem doppelten Vol. 08 09-pro°- . ßtfzcweiss trübe wird. Unter gleichen Umständen geben die Pinus- und Atn