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Erg.-Bd. (1884)
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Sanguis. Kohlenoxydgas im Blute.

kochen vom Eiweiss befreit ist. Die im Filtrat etwa vorhandenen Spuren Peptonsind für die Zuckerbestimmung ohne Belang (Chem. Centralbl. 1880, S. 151)-

Ueber die tödtliche Wirkung giftiger Gase stellten Poleck un(1Biefel Versuche an (Ber. d. d. eh. Ges. X 8. 2224). Bei Kaninchen erfolg tader Tod nach Einathmung einer Luft mit 6,56 Proc. Kohlensäure, 0,46 P roC ,'Kohlenoxydgas, 13,4 Proc. Sauerstoff und 79,58 Proc. Stickstoff. Kohlenoxydwar selbst in dem Blute der Thiere nachweisbar, welche vor Eintritt des Todedieser Luft entzogen waren. Als tödtliche Mengen ergaben sich in der J jUtKohlenoxydgas 1,94, 1,53, 1,65 und 1,02 Proc.; Kohlensäuregas 50,4 P"* 5 -'Schwefelwasserstoff bei 0,06, 0,05 und 0,37 Proc. (Tod erfolgte unter heftig eDSchreikrämpfen.)

Nachweis des Kohlenoxydgases im Blute. Nach J. v. Fodoe k annzur qualitativen Prüfung das Spectroskop vermieden werden, denn empfindlich 6sei die Farbenreaction des mit Schwefelammonium geschüttelten Blutes. Di^ t! jim durchfallenden Lichte betrachtet erscheint bei Abwesenheit von KohlenoXjjviolett, bei Anwesenheit desselben aber roth. Dieser Farbenunterschied ist no_zu erkennen, wenn das Blut mit 0,5 pro mille Kohlenoxyd enthaltender Lufteiner 10 Liter fassenden Flasche in Berührung stand, oder wenn durch das 1>1012 Liter Luft mit vorerwähntem Kohlenoxydgehalte geleitet wurden.

Ein äusserst empfindliches Reagens auf CO ist, wie v. Fodor angiebt (gänzungsband S. 196) das Chlorpallfldium. Dieses soll man dadurch hersteu >dass man das käufliche Salz in Salzsäure bist, unter wiederholtem AnfeuchtenWasser eintrocknet und aus der Sal/.masse das PdCL 2 extrahirt. Man bringtKohl noxyd enthaltende Blut in ein Glaskölbchen mit doppelt durchbohrtem Kound 2 Glasröhren versehen, von denen die eine bis auf den Boden des Kölbc nreicht zum Einleiten von Luft, welche man durch Hindurchleiten durch Pah" nfochloriirlösung von einem etwaigen Gehalte an Kohlenoxydgas befreit hat.Luft durchsteigt das Blut, dann eine Bleiacetatlösung, hierauf eine verdüSchwefelsäure, um dann in eine Palladiumchlorürlösung einzutreten und darinaus dem Blute aufgenommene Kolilonoxyd wirken zu lassen. Die Pa» a '.clilorürlösung befindet sich in mit kugligon Erweiterungen versehenen U-förfS ^

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Röhrcn. Das Blut wird im Wasserbade '/-, 1 /a Stunde auf 90-

und während dieser Zeit lässt man einen Luftstrom durch den Apparat streiMit dem Augenblicke, in welchem sieb das Blut verfärbt, wird aus dem J» goxydhämoglobin das Kohlenoxyd frei, und an der Oberfläche der Palladium <» ^findet sich eine schwarze Trübung ein. Auf diese Weise kann noch > ,Kohlenoxydgas nachgewiesen werden. Auch mit Palladiumlösung getränktes ^papier kann als Reagens verwendet werden, ähnlich wie mit Bleilösung S 6Papier zum Nachweise von Schwefelwasserstoffgas. . , ,., »rf

Wie nun SCHNEIDES (Rep. d. anal. Oh. 1, 8. 54) nachweist, so wU * gtö flidas Palladiumchlorur schwärzend Wasserstoff, Leuchtgas, Schwefel*»* ^uSchwefelammonium, Ozon. Die Anwendung des Palladiumchlorürs als ; 0

auf Kohlenoxydgas kann nur unter besonderen Verhältnissen geschehen . gtden Fällen, in welchen die Abwesenheit der erwähnten Stoffe sicher erK» j aBÖ $Diese Rücksicht ist auch bei der quantitativen Bestimmung des Kohlenoxy t

zu nehmen. . ßesti« 1 '

Die quantitative Bestimmung des Kohlenoxyds geschieht durc ^.mung des in salzsaurer Lösung durch Kohlenoxyd ausgeschiedenen I'allaui ^^telst Kaliumjodids. Der Vorgang der Einwirkung des Kohlenoxyds a ^diumchlorür 'ergiebt folgende Formel: PdCi 2 +CO+H 2 0= Pd+2C1H+ W*'.^ pdurch Kohlenoxydgas ausgeschiedene und ausgewaschene Palladium wjnigswasser gelöst, also in Chlorür verwandelt, und mit Wasser eine dm

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