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Erg.-Bd. (1884)
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1068
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1068 Sanguis. Blutflecke. Reaction auf Blut.

und im Spectralapparat im rothen Spectrum einen deutlichen Absorptionsstreifenerkennen lässt. Die Krystalle erscheinen farblos oder blassgelblich. Diese ilöslichen Blutkrystalle mit Eisessig im Contact blähen sich auf ohne Aendeiuugder Form und treten den Farbstoff an die Essigsäure ab, sie werden durChlorwasser, ohne die Form zu verändern, ebenfalls entfärbt. Daraus »Struve den Schluss, dass die Haemoglobinkrystalle eigentlich Globulinkrysta,also Blutalbuminkrystalle sind, mechanisch durchdrungen vom Blutfarbstoff- vmit wird die schon 1847 von B. Reichert, dem Entdecker der Haemogiokrystalle, aufgestellte, später verlassene Ansicht restituirt (Ber. d. d. ehem.XIV, S. 930. Arch. d. Ph. 1881, 1. Hälfte S. 450). .

Nach Jolly'b Untersuchungen enthält das Haemoglobin das Eisen als i ephosphat und ist es eine bestimmte chemische Verbindung (Journ. de Ph. etCh. 1880, S. 248).

Blutflecke nach II. Struve zu untersuchen, wird das Zeug mit verdünnKalilösung und mit Wasser ausgezogen, die bräunliche Lösung filtrirl;mit Tanninlösung versetzt, welche rothbraun färbt. Nun wird mit u »säure angesäuert, wodurch alsbald oder etwas später ein Niederschlag entsiwelchen man sammelt und mit Wasser auswäscht. Damit hat man das Maizur Ausführung der Ilaeminprobe, indem man ihn mit Kochsalz und cone. ü*säure behandelt, wie S. 879, Bd. II, im Ilandbuche angegeben ist.

Zur Constatirung der Blutkörperchen lässt Struve den Fleck ca. 20 » lu " de ,hindurch mit Wasser unter Einleiten eines Kohlensäurestromes behandeln ^in Weinsäurelösung einweichen. Schimmelpilze auf dem Blutfleck stören die ^kennung des Blutes auf chemischen Wege (Vmeuow's Arch. 79, S. 524.d. Pharm. 2. Hälfte S. 135).

Reactionen auf Blut (Handb. II, S. 880). Guajaktinctur und TerjPjJ.thinöl ersetzt Lauendorf (Rundschau f. Pharm. 1880, S. 545) durch (Wl^tinktur und Eucalyptusöl, weil dieses letztere Oel ozonisationskraHU, gtZuerst soll man eine frische Guajaktinctur aus Guajakholzpulver und we f 6 vo r-herstellen. Setzt man derselben eine wässrige Blutlösung hinzu und d»rau ^sichtig das Eucalyptusöl, so erfolgen in kurzer Zeit die charakteristischen t ^nüancen. Die untere Schicht färbt sich nach wenigen Secunden je ,ia( 'deHaemoglobingehalte hell- bis schwarzblau, während das oben aufschwm ^Eucalyptusöl erst nach und nach verschiedene violette Nüancen annimrn '-^auffallendem Sonnenlichte erscheint es dunkel, fast schwarz, im JurcW eBLichte dunkel violett, im durchfallenden Lampenlichte weinroth. Die *<*verschwinden im Sonnenlichte schneller als im Schatten. _ gtelltf

Die Guajaktinctur für die Probe auf Blut wird in der Weise n ^^ a8 gel

dass man das'frisch zerkleinerte und noch wenig farbige Holz mit kaltemi

eine Stunde macerirt, das Wasser abgiesst und nun durch Weingeist ' ' bt ;ge

Nach Vitali (Ber. d. d. ehem. Ges. XIII, S. 1867) wird (1,r v " VllWe seP-

Fleck entweder mittelst Wassers oder, wenn er sehr alt ist oder aie ,jj a ug e

Bschlossen ist, mittelst dünner Aeztk» ^

heit von Eisensalzen nicht ausgestextrahirt, der Auszug mit Essigsaure

Bchwach sauer gemacht und ^in«

etwas der Guajakholztinctur versetzt. Wenn nach '/ 2 2 S*"" Iy ptus»l

Blaufärbung eintritt, so ist ein Zusatz von wenig Terpenthinöl odei b. ßlall -zu machen und sanft umzuschüttein. Bei Gegenwart von Blut tritt a fl de ,

färbung ein. Tritt die Blaufärbung nicht ein, auch nicht beim iur g _ ^1.)

Flüssigkeit, so ist auch kein Blut gegenwärtig. (Pharm. Central». »» . nl ,t

Man kann auch circa 3ccm der oben erwähnten GuajakUo u ^ #frl,5ccm Eucalyptusöl kräftig durchschütteln und von dieser Miscnuife