Sanguis. Haemoglobinkrystalle.
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Zur Darstellung der Häminkrystalle soll man nach Seuii das Objeet (Blut-
fleck) m ;t Aetzammon maceriren, die filtrirte Flüssigkeit mit Natriumwolframatund Essigsäure fällen, den Niederschlag auswaschen, diesen dann mit 1 Vol.fetzammon und 8 Vol. wasserfreiem Weingeist mischen, hierauf filtriren, denemgeist aus dem Filtrate abdunsten und den Rückstand mit Essigsäure und^•ochsalz versetzt unter dem Mikroskope betrachten. Man vergl. auch Handb. II,b - 879.
Haemoglobinkrystalle, Haematokrystallinkrystalle, beobachtete G. Hüfnek ine «i Menschenblute, welches unverdünnt oder verdünnt in zugeschmolzenen Röhrener Päulniss überlassen war. Die purpurrothen Krystalle waren bis zu imm
j^g (Zeitschr. f. phys. Chem. IV, S. 382). Pyrogallussäurc zu frischem, als wieu °h zu eingetrocknetem und wieder aufgeweichtem Blut gesetzt, veranlasst die
j^ystallisation des llaemoglobins. Dem frischen Blute muss man, wie WedlRichtet, entweder den Farbstoff durch Wasser entziehen oder denselben durch
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de,» ' '"■ Haomoglobinkrystalle (rergrössert) aus Fig IM. Haemoglobin. m dr-Menschen (Rhomben
K1 ute des Menschen nach Ci. HÜEFEB's An- nnd vierseitige Prismen), h äes Hundes 11-seitige
Weisung hergestellt. Prismen, meist mit schieren Endflichen), k der Katze
(rhombische Tetraeder), « des Eichhörnchens in-seitige Prismen), » des Schweines (des Indischen;Tetraeder, rhombisches Syst.).
c'iwefelammonium desoxydiren, ehe man die Pyrogallussäure zusetzt. DiesePeration lässt sich auf dem Objectglase ausfuhren. 2—3 Stunden sind zur Bil-Un S der Krystalle erforderlich, welche rechtwinklige Säulen und Plättchen dar-e Uen (Virchow's Arch. X, 1. Heft). Die Hämoglobinkrystalle aus dem Blutejj, r Thiere haben meist eine besondere Form, wie dies Fig. 151 auch angiebt.
8ch e i nen alle Krystallsystcme sich an der Bildung dieser Krystalle zu be-b *%en. Der spitze Winkel der rhombischen Haemoglobinkrystalle des Menschen
Wägt 54,0" (Lang), der spitze Winkel der Krystalle aus dem Blute des Hundes600 (Funk,,).|. Haemoglobin bildet sich unter der Einwirkung des Sonnenlichtes in ähn-
clier Weise wie das Chlorophyll in den Pflanzen. Thiere im Finstern gehalten. leid en in ihrem Blute Einbusse an Haemoglobin, die im Sonnenlichte gehaltenen* b en dagegen ein an Haemoglobin reiches Blut (G. Tizzoni und M. Fileti,netn - Centralbl. 1880, S. 745).
Vn Frisch hergestellte Haemoglobin- oder Blutkrystalie, welche durch EinwirkungJf Weingeist unlöslich geworden sind, lassen sich_ nach Stbtjve durch we in-Sei8t 'ge Aetzammonflttssigkeit entfärben, welche Flüssigkeit dabei rothbraun wird