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Erg.-Bd. (1884)
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Salix. - Salvia.

Sandaraca.

Salicin sublimirt bei 150 200°. Das Sublimat ist amorph. Mit Aetz-kalk destillirt, soll Spirol (oder Carbolsäure ?) als Product gesammelt werden.Dieses Destillat soll sich für die Behandlung der Wunden vortrefflich eignen.

Salicin ergiebt wie die Salicylsäure antipyretische Wirkungen. Senatorund Maclagan erprobten es als antifebriles Mittel mit gleichen Erfolgen, *| eman der Salicylsäure nachrühmte. Mit Gaben von 2,5 6 g setzten sie dioTemperatur in fieberhaften Krankheiten (Typhus, Phthisis, Parametritis «IWebenso sicher herab wie mit Salicylsäure. Uebrigens soll das Salicin im*ganz oder zum grösseren Theile in Salicylsäure übergehen. Bei der Anwendun?des Salicins finden sich keine unangenehmen Nebenwirkungen ein, was wohl vonbesonderem Werthe ist. Gegen Intermittens wurde Salicin schon vor 40-^ 5Jahren (0,30,50,8 Morgens und Abends) angewendet und meist mit g» temResultate (Hager, vergl. Handb. II, S. 864).

Von Weith wurde das neben Salicylsäure eingenommene Salicin im B ftI 5neben der Salicylsäure unverändert wieder angetroffen (Ber. d. d. ehem. Ge s> 'S. 979).

(2) Glycerolatum Salicinae cum Pepsi"

(POSTANS).

Vf Salicinae

Pepsitii ana 1,0Glycerinao 40,0.

Lcni calore solutio efficiatur.

D. S. Theolöffelweise (bei der Mahl«^'

Hellbitterer von C. Rowland (Philadelphia), ein Liqueur mit liestandtheileii ,Rinde der Wurzel von Frftxinus excelsior, der Rinde von Andira Aubletii, erinde, einiger Gewürze, versetzt mit Neroliöl und Chloroform.

(1) Glycerolatum Salicinae (Postans).

Vf Salicinae 0,5

Glycerinao lf>,0.Leni calore solutio efficiatur.

Wird innerlich wie äusserllch (bei Wun-den, Hautschrunden, Frost cte.) ange-wendet.

Salria.

ein

Oleum Salviae. Untersuchungen Muiß's ergaben im Salbeiöl 2 Terpen^ ^sauerstoffhaltiges Elaeopten und einen Camphor. A-Terpen siedet bei 15 n156°. Sein spec. Gewicht ist 0,8435 bei 15° und das Rotationsvermog^«D+12,40. B-Terpen siedet bei 162167°, spec. Gew. ist = °> 86 ß s8 ig-Rotationsvermögen +13,4. A-Terpen giebt mit Salpetersäure behandelt {

säure, Kohlensäure, B-Terpen aber Oxalsäure. Das Salviol (Cio^i« l fi ]9°.bei 197203°, sein spec. Gew. ist =0,934, das Rotationsvermögen +' ' p erMit Salpetersäure liefert es Oxalsäure, Cyanwasserstoff und Kohlensäure. " g,.Camphor krystallisirt monoclinisch und ist in weingeistiger Lösung inacti ^hat die Zusammensetzung des Japancamphers = C, 0 ll H ,O (Pharm. J° UITransaot. VIII, Nr. 415, 8. 994, pharm. Centralh. 1878, Nr. 10). einflB j

Ein völlig reines Salbeiöl besteht nach Mum zum grössten Theile ^gi^ 0 .bei 264270° siedenden Terpen (C )5 H 24 ) und sein Rotationsvermögen ist + >

Sandaraca.

»*»)

Das spec. Gewicht des Sandaraks variirt zwischen 1,078 und 1,088 ( , ;c ) )t iös-Sandarak ist zum grössten Theile löslich in Weingeist, Terpenthinöl,' ; urt)lieh in Aether, wenig löslich in Benzol, Petrolnaphta, nicht löslich in »und caustischer Natronlauge.