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Saccharum. Zuckorarten.
Saccharose: wenn man das der letzteren = 100 setzt, so ist das der RM&no= 159. Die Elementaranalyse ergab die Formel C 0 H 7 O 7 . Auf 100° erhitzt verkefldie Raffmose 15,1 Proc. Wasser; hiernach würde die Formel C 18 H]60io + 5sein (Chem. Centralbl. 1876).
Da dieser Zucker später keine Erwähnung findet, so lässt seine Existeinige Zweifel zu.
Saccharin (C 6 H, 0 O 5 ) nennt Peligot eine dem Rohrzucker isomere Mofication, welche er bei Einwirkung der Alkalien auf Glykose und aUC 'uLävulose erhielt. Sie krystallisirt sehr leicht, dreht den polarisirten Lichtstta^nach rechts, ist schwer in kaltem, leicht in heissem Wasser löslich, von " llichem, an Glaubersalz erinnerndem Geschmack, nicht gährungsfähig und oErhitzen ohne Zersetzung flüchtig. Sie wirkt auf kaiische Kupferlösung n .reducirend, geht auch beim Kochen mit verdünnter Schwefelsäure nicht W 8 .rungsfähigen Zucker über, bildet aber mit dieser Säure Sulfosaccharinsäure. , jconc. Kalilauge geht mit Saccharin eine Verbindung ein, aus welcher eswieder durch Schwefelsäure oder Weingeist abgeschieden werden kann \S> ^Centralbl. 1880, S. 395). Wenn dem Drehungsvermögen des Rohrzuckers+*^zukommt, so ist die Zahl für Saccharin -f 93,5 (Scheibleu). Saccharin i stSciieiblee das Anhydrid der Saccharinsäure, C fi H 12 0 6 oder C (i H 10 O 5 , HjG-
Sacculmin nennt Sestini die Ulminsubstanz, welche aus der E' nW1 ! ( , ar bovon Mineralsäuren auf Zucker rosultirt. Es löst sich theilweise mit brauner ^in alkalischen Flüssigkeiten und wird durch Säuren wieder in braunen « •„.daraus gefällt. Den hierbei in Lösung bleibenden Theil nennt S. Saccu jj,.säure. Diese entsteht nur aus dem Sacculmin. (Gaz. chim ital. 1880,Ztg. 1880, S. 358.) b .
Sinistrin (C 6 H, 0 O B ) wurde von Sohmiedeberg aus der MeerzwieW,^geschieden. Es ist farblos, amorph, in Wasser in allen Verhältnissen , rwirkt auf kaiische Kupferlösimg nicht reducirend und dreht die Ebene des ( _risirten Lichtstrahls nach links ([«]D= — 41,4°). Durch verdünnte »cü ^säure wird es in Zucker, zum grösseren Theile in Lävulose und auch ] ^die kaiische Kupferlösung reducirende Zuckerart übergeführt. Kt)H ^„jeostellte aus ungekeimter Gerste eine Zuckerart dar, welche auch denSinistrin erhalten hat, aber von dem vorbemerkten Sinistrin abweicht- .j
Synanthrose, von 0. Popp entdeckt, ist eine Zuckerart, 18 ° «„s inSaccharose, Milchzucker, Melitose etc., findet sich in Begleitung des tra gcOden Wurzeln der Compositen, welche Knollenform haben oder K Q . änl oip'''(DahUa, HelianthusJ. Sie ist farblos (weissgelblich), leicht im Gewicht, ^hygroskopisch, in Weingeist und Aether nicht löslich, optisch inactiv, n ^rungsfähig, verhält sich aber gegen Reagentien der Dextrose ähnlich. ^ y e r-Tollens stellten sie aus den Topinamburknollen dar durch Auspre 8 '„efel'setzen des Saftes mit Bleiessig, Filtration, Behandeln des Filtrats nl l iitlaIt ,pfe nWasserstoff, Neutralismen des Filtrats mittelst Magnesia, Filtration, .j '»^ftH 1 '' 1des Filtrats zur Syrupdicke, Verdünnen mit 60-proc. Weingeist und w ; e cleJ"durch absoluten Weingeist, Lösen des Niederschlages in Wasser un ^ t &.holter Fällung durch absoluten Weingeist. (Jahresb. über d. Fortschr.XIII, 1878, S. 81, 82. 1879.) _ ^fttr
Tri ticin ist eine gummiartige Substanz im Weizen, welche sich Z fig lü &mehl annähernd wie Dextrin verhält. Beim Kochen mit Wasser ge» ß iso me rTheil in Fruchtzucker über. Es polarisirt nach links und ist dcrSacclia(v. Reidemeimteu).