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Erg.-Bd. (1884)
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Saccharum. Zuckorarten.

Saccharose: wenn man das der letzteren = 100 setzt, so ist das der RM&no= 159. Die Elementaranalyse ergab die Formel C 0 H 7 O 7 . Auf 100° erhitzt verkefldie Raffmose 15,1 Proc. Wasser; hiernach würde die Formel C 18 H]60io + 5sein (Chem. Centralbl. 1876).

Da dieser Zucker später keine Erwähnung findet, so lässt seine Existeinige Zweifel zu.

Saccharin (C 6 H, 0 O 5 ) nennt Peligot eine dem Rohrzucker isomere Mofication, welche er bei Einwirkung der Alkalien auf Glykose und aUC 'uLävulose erhielt. Sie krystallisirt sehr leicht, dreht den polarisirten Lichtstta^nach rechts, ist schwer in kaltem, leicht in heissem Wasser löslich, von " llichem, an Glaubersalz erinnerndem Geschmack, nicht gährungsfähig und oErhitzen ohne Zersetzung flüchtig. Sie wirkt auf kaiische Kupferlösung n .reducirend, geht auch beim Kochen mit verdünnter Schwefelsäure nicht W 8 .rungsfähigen Zucker über, bildet aber mit dieser Säure Sulfosaccharinsäure. , jconc. Kalilauge geht mit Saccharin eine Verbindung ein, aus welcher eswieder durch Schwefelsäure oder Weingeist abgeschieden werden kann \S> ^Centralbl. 1880, S. 395). Wenn dem Drehungsvermögen des Rohrzuckers+*^zukommt, so ist die Zahl für Saccharin -f 93,5 (Scheibleu). Saccharin i stSciieiblee das Anhydrid der Saccharinsäure, C fi H 12 0 6 oder C (i H 10 O 5 , HjG-

Sacculmin nennt Sestini die Ulminsubstanz, welche aus der E' nW1 ! ( , ar bovon Mineralsäuren auf Zucker rosultirt. Es löst sich theilweise mit brauner ^in alkalischen Flüssigkeiten und wird durch Säuren wieder in braunen «.daraus gefällt. Den hierbei in Lösung bleibenden Theil nennt S. Saccu jj,.säure. Diese entsteht nur aus dem Sacculmin. (Gaz. chim ital. 1880,Ztg. 1880, S. 358.) b .

Sinistrin (C 6 H, 0 O B ) wurde von Sohmiedeberg aus der MeerzwieW,^geschieden. Es ist farblos, amorph, in Wasser in allen Verhältnissen , rwirkt auf kaiische Kupferlösimg nicht reducirend und dreht die Ebene des ( _risirten Lichtstrahls nach links ([«]D= 41,4°). Durch verdünnte » ^säure wird es in Zucker, zum grösseren Theile in Lävulose und auch ] ^die kaiische Kupferlösung reducirende Zuckerart übergeführt. Kt)H ^jeostellte aus ungekeimter Gerste eine Zuckerart dar, welche auch denSinistrin erhalten hat, aber von dem vorbemerkten Sinistrin abweicht- .j

Synanthrose, von 0. Popp entdeckt, ist eine Zuckerart, 18 ° «s inSaccharose, Milchzucker, Melitose etc., findet sich in Begleitung des tra gcOden Wurzeln der Compositen, welche Knollenform haben oder K Q . änl oip'''(DahUa, HelianthusJ. Sie ist farblos (weissgelblich), leicht im Gewicht, ^hygroskopisch, in Weingeist und Aether nicht löslich, optisch inactiv, n ^rungsfähig, verhält sich aber gegen Reagentien der Dextrose ähnlich. ^ y e r-Tollens stellten sie aus den Topinamburknollen dar durch Auspre 8 'efel'setzen des Saftes mit Bleiessig, Filtration, Behandeln des Filtrats nl l iitlaIt ,pfe nWasserstoff, Neutralismen des Filtrats mittelst Magnesia, Filtration, .j '»^ftH 1 '' 1des Filtrats zur Syrupdicke, Verdünnen mit 60-proc. Weingeist und w ; e cleJ"durch absoluten Weingeist, Lösen des Niederschlages in Wasser un ^ t &.holter Fällung durch absoluten Weingeist. (Jahresb. über d. Fortschr.XIII, 1878, S. 81, 82. 1879.) _ ^fttr

Tri ticin ist eine gummiartige Substanz im Weizen, welche sich Z fig &mehl annähernd wie Dextrin verhält. Beim Kochen mit Wasser ge» ß iso me rTheil in Fruchtzucker über. Es polarisirt nach links und ist dcrSacclia(v. Reidemeimteu).