Rosa. Rosenöl, Prüfung. 1045
Jpgenschaften, welche sie am ersten Tage zeigten. Nach mehreren Tagen istjjer flüssige Theil verdunstet, der krystallinische Theil bildet aber klare wasserhellehellsichtige Krystalle. Diese werden weder trübe noch weiss lieh oderei ss, noch erfahren sie während dieser Zeit eine erkennbare Verminde-rn g, noch bilden sie Rosetten oder Spicsse. Das Rosenöl ist ein ätherischesjjuer flüchtiges Oel, wie man aber aus diesem Versuche ersieht, ein sehr schwer-lichtiges Oel (bei gewöhnlicher Temperatur) und der krystallinische Theil in denTopfen kann über 14 Tage Beständigkeit zeigen. Diese Schwerflüchtig-®it ist Ursache, dass Rosenöl auf Papier Flecke erzeugt, welche sich bei ge-°bnlicher Temperatur wie Flecke von fettem Oele herrührend erweisen.
Der vorstehende Versuch ergiebt die Notwendigkeit, den Stearopten-
0r per abzusondern und auf sein spec. Gewicht und seine sonstigen physi-
a bsch en und chemischen Eigenschaften zu prüfen. Die Bestimmung des spec.
Siebtes geschieht mittelst der Schwimmprobe in Weingeist mit der nöthigen
lvl enge Wasser versetzt (pharm. Centralh. 1879, S. 132).
, Behufs Abscheidung des Stearoptens löst man das Rosenöl in der 2-fachen
^ n ge absolutem Weingeist und lässt die Lösung bis auf + 4 bis 0° oder mehr
.alten. Das Stearopten scheidet aus und wird im Filter gesammelt. Durch
(.Verholtes Auflösen in Weingeist und Ausscheiden durch Kälte lässt sich das
eai 'opten oder der zugesetzte starre Körper ziemleh rein isoliren. Das Stea-
, Pten des Rosenöls, mehrmals durch Auflösen in heissen Weingeist und
eh Erkalten der Lösung abgeschieden, ist so gut wie nicht löslich in kaltem Wein-
1 . B ' Un d ohne Rosengeruch (welchen aber viele Drogisten irrthttmlich fordern,
'ehe Drogisten das Stearopten wegen des Mangels an Rosengeruch als Verfälsch-
S Deurtheilen). Es ist für sich allein wenig flüchtig und färbt sich schnell
g ,. ltz * sogar schwarzbraun, während es mit dem Elaeopten vermischt der De-
ation unterworfen vollständig überdestillirt., Die Abscheidung des Stearoptens geschieht noch einfacher in folgen-j r Weise: Wenn man in ein tarirtes Uhrgläschen oder ein Glasschälchen lg. echten Rosenöls giebt und dasselbe einen Tag hindurch einer Wärme von°a 50" c. aussetzt, so verdampft das Elaeopten und das Stearopten bleibt zu-j/* als eine krystallinische durchsichtige (nicht weisse und undurchsichtige)V() Sse > welche durch Lösen in heissem absolutem Weingeist und ErkaltenlassennJ},^ cm etwa ,locn anhängenden Elaeopten völlig befreit und im Filter gesam-te r Wer ^ en kann. Auf diese Weise lassen sich Elaeopten und Stearopten quan-j> lv bestimmen. Je geringer der Stearoptengehalt, um so besser das Rosenöl.r n ach dem Elaeoptengehalt wäre der Einkaufspreis des Rosenöls zu normiren.der T? leses Stearopten wird geschmolzen und erkalten gelassen. An dem Gefüge,etw •. y 8ta '" s:, tion, der Consistenz etc. lässt sieh der Charakter studiren und
ai ge Verfälschungen mit Wallrath, Paraffin etc. erkennen,löst n man 2 Tropfen des geschmolzenen, zweimal in heissem Weingeist ge-
Co etl Un d daraus wieder abgeschiedenen Rosenöl-Stearoptens mit circa l,Og*eU, ^ cnwefe lsäure mischt, so erhält man eine nicht dunkle gelbrothe Mischung,tijfj*® d ann mit dem 6— 10-fachem Vol. Weingeist versetzt eine fast durchsich-Httssigkoit liefert. Spec. Gew., Schmelzpunkt, Destillationstemperatur sind bei(W • s P ec - Gewicht Schmelzpunkt Destillationspunkt
K, l rit ' BeUmontin . . 0,940-0,970 30-40" C. 350-450« C.
y, affi n • .....0 865-0 880 50-60° 0. 350-400« C.
&* •.....0,943-0 947 45-50« C. 350-360« C.
S ; phta lm. 1150 79° C. 216-217« C.
Gopten . ' ' 0 840—0 870 25-35« C. 270-300« C.
" im Türk. Oclc . o',850-o',855 16-20» C. 260-290» C.