Resorcina. — Parabioxybenzol.
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Aufbewahrung. Resorcin und die daraus bereiteten Arzneistoffe sind in'^geschlossenen Glasgefässen geschützt vor Tageslicht in der Reihe der starkWl ''kenden Arzneistoffe aufzubewahren.
Prüfung. Bei vorsiclitiger Erhitzung in einem Glasschälchen findet voll-
. , dige Verflüchtigung statt. Eine erbsengrosse Menge in einem Reagircylinder über
' eie r Flamme erhitzt, schmilzt zu einer klaren farblosen Flüssigkeit unter Bildung
eines weissen Dampfes, Beschlagen des kälteren Theiles des Cylinders mit Subli-
a t und Hinterlassen einiger zarten kohligen linienförmigen Streifen.
Anwendung. Die Heilwirkungen des Resorcins erstrecken sich in Sonderheit'die Schleimhäute und gilt es als ein kräftiges Antipyreticum und als Anti-Pticum wie Salicylsäure und Phenol, auch als ein Haemostaticum. Seine An-wendung ergab befriedigende Erfolge bei Intermittens, Cholera infantum. Als
*luch
Pyreticum soll es dem Chinin gleich stehen, die Resorcin Wirkung soll aber
zugleich eine abweichende und von sehr anangenehmen Nebenwirkungen
^orcingaze
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leitet sei,,.
In den Fällen, in welchen seine Wirkungen nicht befriedigten, nimmt manq ' Qaas ein nicht genügend reines Präparat vorgelegen habe. Man giebt es zuc,' 0,2—0,4 zwei- bis dreistündlich, Kindern von ö—10 Jahren halb so viel.
tär l«te Einzelngabe 1,0, stärkste Tagesgabe 5,0.
rp < Nach Andeeb eignen sich in leichten Fällen und im Beginn schwerer Fälle5 S e 8-Gaben von 1,0—2,0, in späteren und schweren Fällen Gaben von .'{,0 bis
> auf 100.0 Wasser. Eine Tagesgabe von . r >,0 hält- Ä.NDKER für eine Maxi-
il|( 'osis.
Rösorcinlösungen zum Tränken der Verbandstoffe. 1,5-proc.
lkg Gaze (= 30m) erfordert 15g Resorcin, l. r ><tg Weingeist,
S Glycerin. 3-proc. Resorcinwatte. lkg Watte erfordert 30g Re-
<- in , 100g Weingeist, 70g Glycerin. — Resorcinspray : 5g Resorcin in
% Wasser gelöst (Andeeb).e P* das Resorcin weder Säure noch alkalischer Beschaffenheit ist, so eignet(4 8lc h besonders zum Reinigen und Desinficiren chirurgischer InstrumenteWn »Eku).
^ Ueber die Anwendung des Resorcins vergleiche man: Ccntralb. f. d. med.
W 881 ' Nr- 43 ' Med< Neu '8' k - 1881 > S - S66 -^8 Ji| n 'S (1 Minuten nach Einführung von 2—3g treten Schwindel, Ohrensausen,6 tnd Uni Stes Allimcn, Gcsiehlsröthc, Schweiss ein und der nur kurze Zeit dau-u a j e Temperaturabfall im Verlaufe einer Stunde beträgt 2 — 3° C. neben Ab-Stii f '''' Polsfrequenz um mehr als ein Drittel. Diese Wirkung dauert 2—3h,.' e n. Der Resorcinharn färbt sich wie der Phenolharn an der Luft dunkelra «nschwarz.
]j , er Anwendung des Resorcins stehen zwei Nebenwirkungen entgegen:hef« 8 d, ' in Schweissausbruche vorausgehende Excitations-Stadium, welches unterv ei . lä geri Delirien, Zittern der Gliedmassen, gesteigerter Respirationsfreguen* etc.fieb er uud 2 ) ein hoher Grad von Collaps nach dem Schweisse und der Ent-<lie 8e ^ g- Einige Acrzte wollen übrigens nie Collaps beobachtet haben.zy tt , Nebenwirkungen bei öfteren und kleineren Gaben nicht eintreten, isMeih ( ' 1 "'"- Die Fxcitalionserscheinungen werden wahrseheiiilich ein Hinderniss
Nebenwirkungen bei öfteren und kleineren Gaben nicht eintreten, ist nicht
,er *ehen. Die Excitalionserscheinungen werden wahrseheiiilich ein Hinderniss
•' dem Resorcin als Arzneistoff einen Platz neben Chinin und Salicylsäure
fcry ? Wa aren. Lichtheim verwirft die Anwendung des Resorcins bei Pneumonie,
>lLi? ' Ab dominaltyphus, acutem Gelenkrheumatismus, nennt es aber ein Wech-
Von vortrefflicher HeilwirkungBlasenkatarrh. Bei acutem
. " en > dem
^aluv,,.8elf,J )e ' Abaominaltyphus, acutem Gelenkrheumatismufa nd A ei ' a, ' tidot (Me(L Neuigk. 1880, S. 27G, 277). Vc*»öEEa das Resorcin bei Blasenleiden, bewnders