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Erg.-Bd. (1884)
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1037
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Resorcina. Parabioxybenzol.

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Aufbewahrung. Resorcin und die daraus bereiteten Arzneistoffe sind in'^geschlossenen Glasgefässen geschützt vor Tageslicht in der Reihe der starkWl ''kenden Arzneistoffe aufzubewahren.

Prüfung. Bei vorsiclitiger Erhitzung in einem Glasschälchen findet voll-

. , dige Verflüchtigung statt. Eine erbsengrosse Menge in einem Reagircylinder über

' eie r Flamme erhitzt, schmilzt zu einer klaren farblosen Flüssigkeit unter Bildung

eines weissen Dampfes, Beschlagen des kälteren Theiles des Cylinders mit Subli-

a t und Hinterlassen einiger zarten kohligen linienförmigen Streifen.

Anwendung. Die Heilwirkungen des Resorcins erstrecken sich in Sonderheit'die Schleimhäute und gilt es als ein kräftiges Antipyreticum und als Anti-Pticum wie Salicylsäure und Phenol, auch als ein Haemostaticum. Seine An-wendung ergab befriedigende Erfolge bei Intermittens, Cholera infantum. Als

*luch

Pyreticum soll es dem Chinin gleich stehen, die Resorcin Wirkung soll aber

zugleich eine abweichende und von sehr anangenehmen Nebenwirkungen

^orcingaze

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leitet sei,,.

In den Fällen, in welchen seine Wirkungen nicht befriedigten, nimmt manq ' Qaas ein nicht genügend reines Präparat vorgelegen habe. Man giebt es zuc,' 0,20,4 zwei- bis dreistündlich, Kindern von ö10 Jahren halb so viel.

tär l«te Einzelngabe 1,0, stärkste Tagesgabe 5,0.

rp < Nach Andeeb eignen sich in leichten Fällen und im Beginn schwerer Fälle5 S e 8-Gaben von 1,02,0, in späteren und schweren Fällen Gaben von .'{,0 bis

> auf 100.0 Wasser. Eine Tagesgabe von . r >,0 hält- Ä.NDKER für eine Maxi-

il|( 'osis.

Rösorcinlösungen zum Tränken der Verbandstoffe. 1,5-proc.

lkg Gaze (= 30m) erfordert 15g Resorcin, l. r ><tg Weingeist,

S Glycerin. 3-proc. Resorcinwatte. lkg Watte erfordert 30g Re-

<- in , 100g Weingeist, 70g Glycerin. Resorcinspray : 5g Resorcin in

% Wasser gelöst (Andeeb).e P* das Resorcin weder Säure noch alkalischer Beschaffenheit ist, so eignet(4 8lc h besonders zum Reinigen und Desinficiren chirurgischer InstrumenteWn »Eku).

^ Ueber die Anwendung des Resorcins vergleiche man: Ccntralb. f. d. med.

W 881 ' Nr- 43 ' Med< Neu '8' k - 1881 > S - S66 -^8 Ji| n 'S (1 Minuten nach Einführung von 23g treten Schwindel, Ohrensausen,6 tnd Uni Stes Allimcn, Gcsiehlsröthc, Schweiss ein und der nur kurze Zeit dau-u a j e Temperaturabfall im Verlaufe einer Stunde beträgt 2 3° C. neben Ab-Stii f '''' Polsfrequenz um mehr als ein Drittel. Diese Wirkung dauert 23h,.' e n. Der Resorcinharn färbt sich wie der Phenolharn an der Luft dunkelra «nschwarz.

]j , er Anwendung des Resorcins stehen zwei Nebenwirkungen entgegen:hef« 8 d, ' in Schweissausbruche vorausgehende Excitations-Stadium, welches unterv ei . geri Delirien, Zittern der Gliedmassen, gesteigerter Respirationsfreguen* etc.fieb er uud 2 ) ein hoher Grad von Collaps nach dem Schweisse und der Ent-<lie 8e ^ g- Einige Acrzte wollen übrigens nie Collaps beobachtet haben.zy tt , Nebenwirkungen bei öfteren und kleineren Gaben nicht eintreten, isMeih ( ' 1 "'"- Die Fxcitalionserscheinungen werden wahrseheiiilich ein Hinderniss

Nebenwirkungen bei öfteren und kleineren Gaben nicht eintreten, ist nicht

,er *ehen. Die Excitalionserscheinungen werden wahrseheiiilich ein Hinderniss

' dem Resorcin als Arzneistoff einen Platz neben Chinin und Salicylsäure

fcry ? Wa aren. Lichtheim verwirft die Anwendung des Resorcins bei Pneumonie,

>lLi? ' Ab dominaltyphus, acutem Gelenkrheumatismus, nennt es aber ein Wech-

Von vortrefflicher HeilwirkungBlasenkatarrh. Bei acutem

. " en > dem

^aluv,,.8elf,J )e ' Abaominaltyphus, acutem Gelenkrheumatismufa nd A ei ' a, ' tidot (Me(L Neuigk. 1880, S. 27G, 277). Vc*»öEEa das Resorcin bei Blasenleiden, bewnders