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Erg.-Bd. (1884)
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ßeaorciiiii. Parabioxybenzol.

durch trockne Destillation des Extractes aus Brasilicnholz. Es wurde vonHlasiwbtz und Barth 1864 entdeckt. Der Namen Resorcin setzt sich **"sammen aus resina (weil aus Harzen darstellbar) und Orcin (einem Orsenie-Stoffe, welcher mit dem Resorcin Aehnlichkcit hat).

Die Darstellung aus dem Ammoniakgummiharz ist folgende. Diesesmit Weingeist extrahirt, der Verdampfungsrückstand der Tinctur, das Harz,mit 3 Th. Aetznatron geschmolzen, bis das Aufschäumen aufhört, die Schmelzin Wasser gelöst, mit Schwefelsäure neutralisirt und das Resorcin mit Aetheausgeschüttelt oder die neu trau sirte Flüssigkeit im Vacuum eingedampft und deRückstand mit Aether behandelt. In den Aether zugleich übergegangene fe>Säuren werden mittelst Aetzkalkes oder Actzbaryts gebunden und beseitigt. D ar<Sublimation oder Destillation wird das Resorcin gereinigt. Diese ist so ern« 1 ^richten, dass der Dampf nicht hoch zu steigen hat. Durch Auflösen in " el1geist kann es weiter gereinigt werden. Die Ausbeute beträgt 1,51>6 ?'.von der Gummiharzmenge. Zumeist wird es aus dem Brasilin dargestellt oaus der Benzoldisulfosäure, C 0 H 4 (SO 2 . OH) 2 , dargestellt durch Einleiten der BeO*£dämpfe (1 Th. Benzol) in (4 Th.) conc. Schwefelsäure, welche auf 240° 0. ehitzt ist. Diese wird mit Kalkerdc neutralisirt, das Kalksalz mit Soda zeT 8und das benzoldisulfosäure Natrium in eisernen Töpfen mit der fünffachen W e °Aetznatron geschmolzen, wobei Resorcin und Natriumsulfit entstehen

C ß n 4 <so!-ONa +2NaOH = C 0 II l <o|J + 2Na 2 SO 3

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Die in Wasser gelöste Schmelze wird mit Schwefelsäure neutralisirt,

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stallisation gebracht und endlich das Resorcin mit Aether extrahirt,

f. d. Int. d. Pharm 1881, S. 81.) ig9 .

Die chemische Fabrik der Firma HOFMANN & SciioetensACK zu Lu ä Bhafen, sowie die chemische Fabrik auf Actien (vorm. Schering) zu Berlin s r .das Resorcin in so vorzüglicher Qualität her, dass eine Selbstdarstellung sclieh lohnen dürfte. w,.

Eigenschaften. Resorcin bildet farblose oder weisse säulen- oder plä t « e .förmige Krystalle von wiederlich süssem, hintennach entfernt bitterliche .^schmacke und äusserst schwachem eigenthümlichem Gerüche, leicht J^.^ ^Wasser (100 Wasser lösen 80 Resorcin), Weingeist, Aether, wenig

Chloroform, Benzol,und siedet bei 201«

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Es schmilzt bei 104°, beginnt stärker erhitzt zuSeine Lösung wird durch Chlorkalk vorübergehend v ^\ x

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durch Ferrichlorid schwarzviolett gefärbt. Letztere Färbung verschwinde.

und nach auf Zusatz von Aetzammon. Die Lösung in Aetzammon ^ ar "'

der Luft rosenroth, dann braun, beim Erwärmen grün, endlich ''"".! T/ U pfer-

wirkt auf Silbernitrat, besonders ammoniakalische Silberlösuntr, alkalische

Silbernitrat, besonders ammoniakalische Silberlösung, au<;«^"'" Er-lösung reducirend. Die wässrige Lösung mit Kupfervitriol und Aetzanim gße j 0setzt verwandelt sich in eine schwarze Tinte (Resorcinschwarz). J*?? rg"und Eosin entstammen dem Resorcin. Durch Tageslicht und EinWirtu emoniakalischer Luft wird es röthlich. e rvii' en '

Resorcin erfreut sich derselben antimykotischen, antiseptisehen und cons ^gden Kräfte wie das ihm nahe stehende Phenol (Carbolsäure). Ein l-pi'° c - .^rstört die Spaltpilzvegetation sofort. Es bringt das Eiweiss zum Gerinnen ^; !V .ist es ein Reagens auf Albumin) und wirkt aus diesem Grunde ätzend. 0 q.

albuminat auf 120° C. erhitzt entwickelt Ammoniakdämpfe und gegen ^

geht es in einen lazurblauen Farbstoff über, welcher aireh bei Einwu ^ &eSHarnstoffes auf Resorcin entsteht. Der in vielen pathologischen Zus wan dt « uOrganismus auftretende blaue Farbstoff scheint dem vorerwähnten versein (Andrer). Archiv der Pharm. 1881, 2. Hälfte, S. 455458.