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Erg.-Bd. (1884)
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Plumbum. Bleivergiftung.

Wie J. Napiek (Chem. News XLII, S. 314) fand, ist Blei, welches 0,3 -~°> 5Pioc. fremde Metalle enthält, gegen concentrirte Schwefelsäure widerstandsfähig 6als reines Blei.

Bleirauch im Hüttenrauch enthält, wie French (Chem. Ccntralbl. 1881»8. 157) nachwies, das Blei in grössten Mengen als Carbonat und Sulfid und Jnach der Art des Erzes Silber, Spuren Eisen, Gold, Platin und Iridium, f erneThonerde, Kalkerde, Arsenigsäure, Antimonoxyd, Zinnoxyd, Wismüthoxy »anhydrische Schwefelsäure etc.

Cement, Mörtel wirken auf Blei corrodirend und können BleiröW emit nicht dicker Wandung in diesem Materiale der Zerstörung entgegengeheEntweder ist das Blei zu platiniren oder, was das Beste ist, mit einer starKGypsschicht zu umgeben. Im Gyps ist der Bleifrass unmöglich.

Vergiftung. Bleiverbindungen als Medicamente. Blei ist eines je"®Metalle, welche sich dem thierischen Körper feindlich erweisen, weil es im ^ äder Säfte im Organismus Gelegenheit findet, in Wasser unlösliche oder sehlösliche Salze zu bilden, welche die mikroskopisch-kleinen Canäle verstopfen un aZellenwände so bedecken, dass auch Osmose unmöglich wird. Die Beseitig »dieser Hindernisse der Circulation der Säfte erfordert eine lange Zeit, sodie daraus erfolgenden Leiden oft erst nach Jahren schwinden. Dass selbsäusserliche Anwendung von Bleiwasser, Bleisalbe, Bleiliniment im geringe» .^fange Intoxicationen zu Wege bringt, beobachtet derjenige, welcher sie _dieser Hinsicht besonders bemüht. Die Intoxicationserscheinungen treten n ^sofort ein, bei manchen Personen nach dem äusserlichen Gebrauch erst 5-~8-"Tage später und gewöhnlich im geringeren Maasse, so dass sie nie als "J.g.toxicationen erkannt werden. Es wäre eine der schönsten Aufgaben ^ er ,.. 9e orapie, die Bleimittel durch andere nicht giftige Mittel zu ersetzen und ^Arzneirest aus der alehymistischen Schule als das zu bezeichnen, was er .jlieh ist. Dass die Bleimittel entbehrt werden können, unterliegt keinem ^(Hager). r us8 e8

Ueber Bleivergiftungen mit epidemischem Charakter in Folge des « .j evon Brot aus Mehl von Mühlen, in welchen die Mahlsteinlücken durch Au j,mit Blei beseitigt waren, finden sich Angaben in französischen Zeitungen i jg 8in den Ind. Bltt. 1877, S. 282. Eine tödtlich endende Bleivergiftung »> ^einer Flintenkugel im Organismus ist im Edinburgh medical Journal - '-g^ge,S. 897 erwähnt. Bleivergiftungen in Folge des Genusses von Rochefoi - ^welcher in bleihaltiges .Stanniol eingehüllt war, ferner in Folge des Gen'iss ^durch Bleiröhren geleitetem Wasser, und noch andere Bleivergiftungsfa^ 6 j^rg-Erwähnung im Jahresbericht über die Fortschritte der Pharm, etc. J « ^ e j c lieS. 534536. Die hier gleichzeitig gemeldete Vergiftung von Kindern, ^in mit Bleifarben bemalten Wagen schliefen, muss in das Reich der Fa v0lJwiesen werden; ob dies auch mit der Bleivergiftung in Folge des Gebrauc ^ii)gelben Zündlunten zum Anstecken der Tabakspfeife geschehen müsste, B>*B p ft s«gestellt sein (ph. Contralh. 1881, S. 230, med. Wochensch. 1881, Nr. W> ^s-nach dem Verschlucken von metallischem Blei eine Vergiftung mit letw« ^^gange erfolgen kann, hat die Erfahrung bestätigt. Bleivergiftungen durc i^ g pli {bleihaltigen Bieres sind in England vorgekommen, ferner in Folge t " e { )r . aU gger-^'Mennige gefärbter Oblaten und bleihaltiger Haarfärbemittel. Eine 1?le,1 ^ ejeetion in die Vagina bewirkte eine Vergiftung mit tödtlichem Ausga "? eg ' 0PZeichen der Bleivergiftung sind ein grauer oder livider Saum 0ufl£ e 'fieisches (kommt auch bei Mercurialvcrgiftung vor), Anschwellung g r »tt-

Anschwellung des Unterkiefers, Stuhlverstopfung, Apetitlosigkeit, K° ugelbe Hautfarbe, Schlaflosigkeit, Kopfschmerz, Lähmungen etc.