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Erg.-Bd. (1884)
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1010

Platinum.

Rothgluth in Schwefelalkali erzeugte Sulfid. Platinsulfid ist ferner löslich '»Polysulfiden der Alkalimetalle, wenn letztere andere Metallsulfide (Sulfide des Anti-mons, Arsens, Goldes, Zinnes etc.) in Lösung halten. Platinsulfid neben MetaSulfiden, welche nicht in Einfach-Schwefelammonium löslich sind, ist auch nielöslich in demselben, dagegen löslich in Dreifach-Schwefelammonium. Pkw 0salze sind in Platinisalze umzusetzen, ehe man sie in Sulfide verwandelt, ^_das Piatinosulfid je nach Umständen löslich und nicht löslich in Schwefelalka iist. Platinisulfid gleicht sehr dem Mercurisulfid und ist nicht in verdünnSalpetersäure löslich. Beide Sulfide können durch Erhitzen geschieden wer" ">indem das Platinisulfid nicht sublimirt, wohl aber das Mercurisulfid.

J Platinnm bichloratnm. Ueber die Darstellung des Platinichlorids f» r *lytiscbo Zwecke, besonders zur Bestimmung des Kalis findet sich von H. P ß ^. , gin der Zeitschr. f. analyt. Ch., 18. Jahrg. (1879), S. 509 u. f. eine a usführ ,^ erArbeit, sowie auch eine Gehaltstabelle der Platinichloridlösungen, aus * ehier folgende Stellen einen Platz erhalten:

Platini-chlorid

1 Proc.

5 ,,

1015

spec.

Gewicht

1,0091,0461,0971,153

Pliitini-cblorld

20 Proc.2530

35

spec.Gewicht

1,2141,2851,3621,450

Platinl-

chlorid

40 Proc.454647

1111

spec.Gewicht

1,5461,6661,6881,712

Plntini-

chlorid

48 Proc.

49

50

51

spec-Gewic flt

1,7361,7601,7851,810

dni-c 1 »

Tinte oder Druckfarbe, welche unverbrennliche Schriftzüge o3er .^jFeuer nicht zerstörbaren Druck auf Asbestpapier ermöglichen, enthaltenchlorid neben Metallglasurfarben. foe-

Um eine Platinichloridlösung von einer Aurichloridhisung _ jj j. c j,freien, darf man sie nur mit Aether, welcher letzteres Chlorid hauptsaufnimmt, wiederholt ausschütteln (Gintl).

Platinum praecipitatiim nigrnin. Ein ausserordentlich wirksames Platmsc ^z. B. behufs Gewinnung von Essigsäure aus Weingeist, desgleichen 2 ^

er

hält

von

(£»'

Zündung von Leuchtgas unter Vermittelung von Schiesswolle u. s. w.nach Run. Boettger auf folgende Weise: Man fügt zu einer ^ u , U e g^Platinichlorid eine hinreichende kleine Menge des sogenannten Seignettesa ^.liumnatriumtartrat) und bringt das Ganze zum Sieden. Unter stürrnisc ^ ßiWickelung von Kohlensäure scheidet sich dabei in wenigen Augenblic ^ aSge rPlatin als Platinschwarz ab, welches man auf einem Papierfilter nuauswäscht und schliesslich bei gewöhnlicher Temperatur trocknet. n a b,

Scheidet man Platin aus seiner Lösung durch reducironde Subs < j etz tei" eI Jso verwende man nur Alkalicarbonat, nicht kaustisches Alkali, weil in» ^diFalle dem ausscheidenden schwarzen Platinpulver stets kloine Meng |j waS cb.eU-anhängen. Zu seiner Reinigung ist es mit Salzsäure und Wasser gut au3 ^.. rt s in d

Platin und die mit ihm verwandten Metalle mit Quecksilber ij ?g ;| bc rschwer davon vollständig zu trennen, selbst bei Rothgluth wird noch W,zurückgehalten (Th. Wii-lm, Ber. d. d. ch. Ges. XIII, S. 1198)- ^augiu» 1 '

Das Atomgewicht des Platins fand K. Seubert zu 194,46 (dissertation, Tübingen 1881). tf$a^

Platin-Amalgame für den Gebrauch der Zahnärzte, wie sie ^.^ilte»vorkommen, sollen, wie Dr. G. Janecek in einer Wiener med. *tg.^ ^ g ginnnicht eine Spur Platin enthalten. Er fand zwei Amalgame, bestehen8,5 u. 51,7, Silber 75,3 u. 34,3 und Quecksilber 16,2 u. 13,9 lr° c -