■H^SS ■ : ;--..: i :
1010
Platinum.
Rothgluth in Schwefelalkali erzeugte Sulfid. Platinsulfid ist ferner löslich '»Polysulfiden der Alkalimetalle, wenn letztere andere Metallsulfide (Sulfide des Anti-mons, Arsens, Goldes, Zinnes etc.) in Lösung halten. Platinsulfid neben MetaSulfiden, welche nicht in Einfach-Schwefelammonium löslich sind, ist auch nielöslich in demselben, dagegen löslich in Dreifach-Schwefelammonium. Pkw 0salze sind in Platinisalze umzusetzen, ehe man sie in Sulfide verwandelt, ^_das Piatinosulfid je nach Umständen löslich und nicht löslich in Schwefelalka iist. Platinisulfid gleicht sehr dem Mercurisulfid und ist nicht in verdünnSalpetersäure löslich. Beide Sulfide können durch Erhitzen geschieden wer" ">indem das Platinisulfid nicht sublimirt, wohl aber das Mercurisulfid.
■J Platinnm bichloratnm. Ueber die Darstellung des Platinichlorids f» r *lytiscbo Zwecke, besonders zur Bestimmung des Kalis findet sich von H. P ß ^. , gin der Zeitschr. f. analyt. Ch., 18. Jahrg. (1879), S. 509 u. f. eine a usführ ,^ erArbeit, sowie auch eine Gehaltstabelle der Platinichloridlösungen, aus * ehier folgende Stellen einen Platz erhalten:
Platini-chlorid
1 Proc.
5 ,,
10 „15 „
spec.
Gewicht
1,0091,0461,0971,153
Pliitini-cblorld
20 Proc.25 „30 „
35 „
spec.Gewicht
1,2141,2851,3621,450
Platinl-
chlorid
40 Proc.45 „4647
1111
spec.Gewicht
1,5461,6661,6881,712
Plntini-
chlorid
48 Proc.
49 „
50 „
51 „
spec-Gewic flt
1,7361,7601,7851,810
dni-c 1 »
Tinte oder Druckfarbe, welche unverbrennliche Schriftzüge o3er .^jFeuer nicht zerstörbaren Druck auf Asbestpapier ermöglichen, enthaltenchlorid neben Metallglasurfarben. foe-
Um eine Platinichloridlösung von einer Aurichloridhisung _ jj j. c j,freien, darf man sie nur mit Aether, welcher letzteres Chlorid hauptsaufnimmt, wiederholt ausschütteln (Gintl).
Platinum praecipitatiim nigrnin. Ein ausserordentlich wirksames Platmsc ^z. B. behufs Gewinnung von Essigsäure aus Weingeist, desgleichen 2 ^
er
hält
von
(£»'
Zündung von Leuchtgas unter Vermittelung von Schiesswolle u. s. w.nach Run. Boettger auf folgende Weise: Man fügt zu einer ^ u , U e g^Platinichlorid eine hinreichende kleine Menge des sogenannten Seignettesa ^.liumnatriumtartrat) und bringt das Ganze zum Sieden. Unter stürrnisc ^ ßiWickelung von Kohlensäure scheidet sich dabei in wenigen Augenblic ^ aSge rPlatin als Platinschwarz ab, welches man auf einem Papierfilter nuauswäscht und schliesslich bei gewöhnlicher Temperatur trocknet. n a b,
Scheidet man Platin aus seiner Lösung durch reducironde Subs < j etz tei" eI Jso verwende man nur Alkalicarbonat, nicht kaustisches Alkali, weil in» ^diFalle dem ausscheidenden schwarzen Platinpulver stets kloine Meng |j waS cb.eU-anhängen. Zu seiner Reinigung ist es mit Salzsäure und Wasser gut au3 ^.. rt s in d
Platin und die mit ihm verwandten Metalle mit Quecksilber ij ?g ;| bc rschwer davon vollständig zu trennen, selbst bei Rothgluth wird noch W,zurückgehalten (Th. Wii-lm, Ber. d. d. ch. Ges. XIII, S. 1198)- ^augiu» 1 '
Das Atomgewicht des Platins fand K. Seubert zu 194,46 (dissertation, Tübingen 1881). tf$a^
Platin-Amalgame für den Gebrauch der Zahnärzte, wie sie ^.^ilte»vorkommen, sollen, wie Dr. G. Janecek in einer Wiener med. *tg.^ ^ g ginnnicht eine Spur Platin enthalten. Er fand zwei Amalgame, bestehen8,5 u. 51,7, Silber 75,3 u. 34,3 und Quecksilber 16,2 u. 13,9 lr° c -