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Erg.-Bd. (1884)
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Oxygenium. Paeonia.

zu bezweifeln. Bei Mangel des atmosphärischen Ozons wüthete die Cholera "vielen Gegenden besonders stark, und diese Epidemie nahm mit zunehmendemOzon in der Luft ab. Diese Beobachtung ist wiederholt gemacht worden. Di"Day hielt 1879 in Sanitary Institute of Great Britain einen Vortrag und spraendarin die Ansicht aus, dass ein Ozonübermass in der Luft Katarrhe der Luftwege»Bronchitis, selbst Pneumonie erzeugen durfte, dass Dr. Mopfat bei starker Ozon-Luft häufiger Apoplexie, Epilepsie, Schwindel, Neuralgien, Diarrhöe beobaenhabe (Zeitschr. d. österr. Ap.-Ver. 1880, S. 172).

Liebreich hat mit Ozon, Sauerstoff und Wasserstoffhyperoxyd physiologis*" 11Versuche angestellt. Starke subcutane Injectionen der letzteren Substanz führte 1schnell den Tod des Versuchstieres herbei. Die Section ergab hellrothc * eneund Sauerstoffblasen im Blute. Das Blut nimmt den Sauerstoff nicht auf,mag zwar etwas resorbirt werden, jedoch producirt ein Blutkugelchen duZerlegung des WasserstotTsuperoxyds mehr Sauerstoff, als es gebraucht. 1 )|( 'fasse verstopfen sich, und das Thicr geht an Gefässverstopfung, Ersticket?Grunde. Dieser aus dem Wasserstoffhyperoxyd frei gemachte Sauerstoff " 'im Thiere unverwerthet. Aehnlich verhält es sich mit dem Ozon, und a" edamit gemachten Experimente und Beobachtungen beruhten auf Irrthum undkenntniss. Es wirkt wie Chlor oxydirend und bewirkt dieselben Reizerscheinnngwie dieses und wird auch ebenso schnell zerstört, wenn es mit den Sc nlel . nund Säften des thierischen Körpers in Contact kommt. Aus allen Versuergiebt sich, dass Ozon kein Mcdicament ist, dass seine Anwendung eher sclieh als nützlich sein kann (pharm. Ccntralh. 1880, S. 242).

Paeonia.

Die Samen der Paeonia peregriua wurden auf Veranlassung DB *

es wurden folgende Bestandteile aus

Legumin mit wenig Albumin c

und Schleim *>*

Albuminsubstanzen, Alkaloid 5,.H>Stickstoff W° n

Zucker M° *

Substanz, in verd. Weingeistund Wasser löslich, in ab-solut. Weingeist unlöslich 7,6» »Arabinsäure nk

Zellstoff x "

Zellenwandbestandtheile 22,0^

douff's von Stahrb m

tersueht

un

fanden:

Eeuchtigkeit

8,45

Pn

A sclic

2,57

n

Phosphorsäure

0,815

n

Fettes Oel

23,61

n

Paeonienharzsäure nebst

kleinen Mengen indiff.

Paeonienharzes

1,13

n

Gerbsäure weniger denn

1,00

n

Paeoniofluorescin ca.

4,00

vi

Paeoniabraun ca.

4,00

n

Das fette Oel ist hellgelb, schnell bleichend, eintrocknend, mit Sc jnd jf-säure violettroth sich färbend und ist wahrscheinlich Oelsäureglycerid. Das ^ g5 .ferente Paeonienharz bildet farblose nadeiförmige Krystalle. ? 8 l S Ioro f u ri»proc. Weingeist unlöslich, in heissem 95-proc. Weingeist löslich, auch in t n ,0fihlöslich, wird aber daraus mit 85-proc. Weingeist gefällt. Es ist weder in Pe Wg i; c li.noch auch in wässriger oder (50-proc.) weingeistiger AetznatronlaugeSeine Znsammensetzung entspricht der Formel C 21 U ;u 03 + H>0. ^

Paeoniaharzsäuro ist in 50-proc. Weingeist unlöslich, in 8 ^"P r ^ r Jure"In 'Vetznatroulösung mit 50 Proc. Weingeist ist sie löslich, wird »*>