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Oxygeniuni. Ozon. Antozon.
Sauerstoff wären, weil ihr chemisches Verhalten sehr übereinstimmt, schwer vofleinander zu unterscheiden. Schönbein erklärte das Auftreten von Salpetrig'säure bei der Ozonisirung der Luft durch Phosphor als Resultat der Einwirkungdes Ozons auf den Stickstoff der Luft, während Carius nachwies, dass Ozonden Stickstoff nicht zu oxydiren vermöge. Hoppe -Seyler beobachtete, das»nascirender Wasserstoff selbst im Stande ist, den Sauerstoff zu activiren, wobeidie Entstehung des Ozons ausgeschlossen bleibt. Giebt man Palladiumwasse 1stoff so in Wasser, welches wenige Tropfen Kaliumjodidstärke enthält, dass aaPalladiumblech nur zur Hälfte von der Flüssigkeit bedeckt ist, so tritt na<"einigen Minuten Blaufärbung in Folge gebildeter Jodstärke ein und nach einer Stunist die ganze Flüssigkeit blau gefärbt. Diese Activirung des Sauerstoffs löaber nur von momentaner Dauer, denn wenn man jenes Palladiumblech ziierauf das Wasser einwirken lässt, dann Kaliumjodidstärke zusetzt, so erfolgt keinBläuung. ...
Jane Unterscheidung des activen Sauerstoffs vom Ozon, dieser beiden k>tigen Oxydationsmittel, versucht Baumann aus folgendem Verhalten derselben:1. Activer Sauerstoff verbindet sich mit dem inactiven zu Ozon. — 2. AcnSauerstoff oxydirt Wasser zu Wasserstoffhyperoxyd (Wasserstoffdioxyd), we 'nicht entsteht, wenn Ozon auf Wasser einwirkt. Dieser Unterschied wurde ^Scuönbein für Ozon und Antozon angegeben. — 3. Activer Sauerstoff verm '^den Stickstoff der Luft in Salpetrigsäure und in Salpetersäure, bei Gegendvon Wasser in Ammoniumnitrat überzuführen. Dies vermag Ozon nicht.
Bei Gegenwart von Benzol entsteht im Sonnenlichte Phenol und Ox*«»^
(der Phosphor wird in gelbrothen amorphen Phosphor übergeführt)
und die
Flüssigkeit bleibt farblos. Im diffusen Lichte bei gelinder Wärme wird die 1 lüs | flkeit braun und es wird Oxalsäure gebildet, aber kein Phenol. Im « r _ergiebt sich, dass die Bildung von Phenol eine Folge der Einwirkung des W astoffdioxyds auf Benzol ist (C 6 H 6 + HO—OH = C 6 H 3 OH+H 2 0). (LeedS Joui •Amer. Gh. Soc. 1881, 16.) _ _ Luft
Nach Leeds' Untersuchungen werden während der Ozonisation reineidurch feuchten Phosphor Ozon und Wasserstoffdioxyd gebildet, annähernd m ^Verhältnisse je eines Moleküls des ersteren und letzteren. Gleichzeitigwährend der Entwickelung des Ozons, resp. nascirenden Sauerstoffs, ein u ^änderliches Quantum Ammoniumnitrat erzeugt. (Journ. Americ. Chem. Soc. 1° , >
Remsen und Southwort machten die Beobachtung, dass Ozon bei ^wohnlicher Temperatur Kohlenoxyd nicht oxydire. Dieses Verhalten ^
Baumann bestätigen, welcher aber auch durch Experiment nachwies, das. ^die Oxydation des Kohlcnoxyds zu Kohlensäure durch activen Sauerston ^vollziehen lasse. Damit ist zugleich eine Reaction gefunden, um 0z° „feactiven Sauerstoff von einander zu unterscheiden. Ferner ei ;verer durch Experiment, dass bei der Oxydation des Eisens durch Ozon kein 0Sauerstoff frei, das Ozon aber vollständig zerstört wird, also der 0zon ff U 0 derdirect mit dem Eisen in Verbindung tritt, ohne activen Sauerstoff zu bildefrei zu lassen. (Zeitschr. d. phys. Chem. V, 244.) mW^'
J. .Tamieson glaubt auf Grund seiner Versuche annehmen zu können (P ^Journ. and Transact. 1879), dass der Sauerstoff sowohl von den P»* 0 ^ ull dauch von den Thieren aufgenommen zuerst eine lockere Verbindung einge i jjdann ozonisirt und wirksam wird; und 2., dass die Pflanzen eine vom Ckl°verschiedene Substanz enthalten, welche sich dem thierischen Hämoglobinverhält, indem sie wie dieses als ein Ozon-Ueberträgcr funotionirt,
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nungsmittol diente die in einem Gemisch von Guajaktinctur und Wassers toxyd durch eine Spur Blut oder Hämoglobin hervorgerufene tiefblaue r