786
Nigella. — Nitrogenium.
Im Moskauer Samen war Melanthin zu ca. 1 Proc, im Deutsehen nur zu 0,1Proc. vertreten. 7) Das ätherische Oel, vom Gerüche des Samens, zu 0,62 Pr° c -vertreten, ist gelblich, bestehend aus einem Terpen und einer Substanz von derFormel C 20 H 34 O und war nur wenig fluorescirend. Pharm. Zeitung 1880, Nr. 66.Den Samen der Nigella Damascena sind arzneiliche Wirkungen nicht ab-zusprechen und sollen sie bei Asthma pituitosum, überhaupt bei alten katarrha-lischen Leiden gute Dienste leisten. Die beste Form soll eine Tinctura concen-trata (wohl ein Extractum fluidum) sein, zu 0,25—0,50—0,75 drei- bis viermaltäglich (aus einem Privatschreiben eines Arztes in Rumänien).
Nitrogenium.
Nitro seninm, Gas Nitrogenium, Stickstoff, Stiekstoffgas, Stickgas, Ihot (N = l*) #Darstellung eines reinen Gases. Nach Vorschrift des Prof. Gibim füllt manin ein Glaskölbchen bis circa zur Hälfte 90 CC. Wasser, fügt dazu in folgenderReihenfolge 10 g fein gepulvertes Kaliumdichromat, 10 g Ammoniumnitrat und niauf 10g Natriumnitrit, verschliesst das Kölbchen mit einem durchbohrten,einem Gasleitungsrohre versehenen Kautschukpfropfen und erwärmt schwach-diese Weise soll man unter gelindem Aufbrausen des Kolbeninhaltes das rei»Stickgas erhalten. Das Kaliumdichromat hat den Zweck, als Säure zu wirund das sich etwa entwickelnde Stickoxydgas sogleich in Salpetersäure znwandeln. Hierbei sei jedoch bemerkt, dass Prof. Knapp schon vordem ein gches Verfahren durch Erhitzen einer concentrirten Lösung von Salmiak undtriumnitrit empfohlen hat. «
Die Darstellung ans Ammoniumnitrat ist deshalb nicht zu empfehlen,das Stickstoffgas nie frei von Stickstoffoxydgas ist. Uebrigons gab Hageb 1 'ph. Centralh. S. 56, bereits folgende Anweisung: Die einfachste Darstellung ^Stickstoffs ist die aus Kaliumdichromat und Salmiak. Ein pulvriges Gemisch3 Th. Kaliumdichromat und 1 Th. Ammoniumchlorid wird in einem ^ p° föggerhitzt und das entwickelte Gas durch ein leeres, von aussen gekühltes «egeleitet, um den gleichzeitig entwickelten Wasserdampf zu verdichten (KO,2^ 3NH i Cl=KCl+Cr,0 3 +4HO-f-N). Man vergl. auch Handb. II, S. 1347. fe
Gen» 8 '
Gatehouse empfiehlt zur Darstellung eines reinen Stickstoffgases ein u ^ ^aus gleichen Theilen Ammoniumnitrat mit Manganhyperoxyd auf circa _* ~ 5 x_|.zu erhitzen. Es erfolge eine regelmässige Stickstoffentwickelung. 4(NHiy> t ^ ^ e32Mn0 2
: 2(MnO,N0 5 ) + 16HO + 6N. 10g des Gemisches liefern ein Liteiv _hem. News XXXV, S. 118). Es wurde auch ein Patent auf Stierzeugung ausgegeben, welches auf Ilindurchleiten der Luft durch glühende
de»
späne basirte. Asthma
Anwendung. Die Inhalation des Stickstoffgases ist bei Phtliisis nna » ^zuerst von Dr. Saatz (Berlin 1877) angewendet worden. Welche Aufea® näVI n.Curmethode fand, ergiebt sich aus einer Auslassung Hager's in der ^ tuC feCentralh. 1878, S. 55. „Diese Stickstoffinhalationen wurden als ein b ^ g üla9 9zu den Ozoninhalationcn aufgefasst und haben wie diese einen gleichen A ^gefunden, d. h. sie sind vergessen worden." Ueber die Stickstoffinhala l p. 0einen dazu passenden Apparat findet man Näheres in einer kleinen ^ kn ' c ;tei)>Herstellung und Anwendung seiner Stickstoffinhalationen gegen Lungenkran ^. g0von Dr. Tkeutlek Dresden 1879. Tkeutleii's Stickstoff enthält noenVol. Proc. Sauerßtoff. . %ai&&
Bestimmung des Stickstoffs durch Verbrennung. Dieselbe ist von^^„genach allen Seiten durcharbeitet worden und hat er gefunden, dass ein