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Erg.-Bd. (1884)
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Nicotiana. Tabak-Untersuchung.

suchung manche Andeutung gewähren. Die chemische Untersuchung bestenzunächst in der Einäscherung einer Portion ohne Zusatz und einer zweiten P° r .nach Zusatz von etwas reinem Salpeter und Aetznatron, mit welchen sie rnnBgemischt werden muss. Die Asche der letzteren Portion wird zur Prüfung a "Arsen und Antimon verwendet. Ein Gehalt an Graphit wird sich in der Ascder ersteren Portion erkennen lassen. Mittelst Schlämmens mit Wasser und B»Kochsalzlösung lassen sich beigemischte mineralische Substanzen leicht von *;vegetabilischen Theilen trennen. Dann schreitet man zur Herstellung vonAuszügen, einem mit Wasser, einem zweiten mit etwas Salzsäure haltigem vvassund einem mit verdünnter Salpetersäure. Damit erlangt man ein Material, we ' ( '.!,auf einen Gehalt an jenen oben angegebenen ungehörigen und gesundheitssc 'liehen Stoffen näher zu untersuchen ist. Als unschädliche und häufig im Sehn Itabak vorkommende Stoffe sind anzunehmen: Kaliumcarbonat, NatriumcarboAmmoniumcarbonat, Weinstein, Salmiak, Kalkerde, Calciumsulfat, Eisenoxyd, tjS V, esäure, Milchsäure, Kohle, kohlenartige Substanz. Wenn das eine oder das ader neutralen Substanzen 5 Proc, die alkalischen 2,5 Proc., die sauren 1nicht übersteigen, so liegt kein Grund zur lieanstandung vor. Knochendarf nur im gereinigten Zustande beigemischt sein, wenn jedoch beim Uebergi -mit Salzsäure ein Geruch nach Schwefelwasserstoff auftritt, so ist ein h "Schnupftabak als gesundheitsschädlich aufzufassen. ;.

Ob ein massiger Gehalt an grobem llolzpulver (Feilspänen von Mahag [Polisander-, Nussbaum- etc. Holz) als Verfälschung anzunehmen ist, bleibtgestellt, denn die Abschwächiing des Tabakgiftes auf eine passende Weise ^eher eine Billigung als einen Tadel finden. Es könnte wohl eine, l!'«!" 11 ^erlassen werden, dass die unschuldigen Beimischungen zum Sehnupft&b»*> ^diesen für den Gebrauch geschickt zu machen, im getrockneten S<linui' . n .z. B. 33,3 Proe. nicht übersteigen dürfen. Zu diesen das Tabakgift rt . ,)S( * W ^. a0C bden Stoffen hat man ferner benutzt: Kaffeesatz, Cichorien, Milchzucker, m ~! 0 . _ ^dgewesene Knochenkohle, Gerberlohe, Piment, Pfeffer, Baumborke, Torf, Stci ^Brannkohle. Die drei letzteren sind jedenfalls zu beanstanden, da 81 ^Sicherheit, frei von Schwefelmetalleu oder Metallerzen zu sein, bieten. ,"| |lim >fanderen Stollen wären Kaffeesatz und gebrannte Cichorienwurzel, für rothe . ^ ^tabake Santelholz als zulässig zu erachten. Vor allen Dingen erfordert ^die Ordnung den Nicotingehalt in dem Schnupftabak gesetzlich zu "'"''"^.^pf-z. B. 3 Sorten von bestimmtem Gehalt zuzulassen. Der gewöhnliche V u "g c j,inil ,t '"tabak (ausgetrocknet) sollte einen Nicotingehalt von 0,751,5 Proc, ilS ^,ii-

tabak von 1,62,5 Proc., C-Sehnupftabak von 2,63,0 Proc. enthalten ^j,.Selbst schon bei Gebrauch des schwächeren Tabaks sind VergiftungsfäUe » ^Ein 12-jähriger Knabe hatte aus der Dose des Hauslehrers, der n un( jschwachen Tabak gebrauchte, zweimal einige Prisen heimlich genonii ^musste diese Unart jedesmal mit 2 Tagen Bettliegen unter Delirien büsse . ^^Schnupferin wurde jedesmal krank, wenn sie eine gewisse Sorte Sc v0

von einem Kaufmann gebrauchte. Die Analyse ergab einen ^' cütl " S e j ne n G 6 '1,8 Proc, während der gewöhnlich von der Dame gebrauchte Tabak tenj0 m-halt von 0,86; 0,83; 1,03 Proc._, laut drei zu verschiedenen Zeiten u^ ^menen Analysen, ergab. Da es jetzt überall Chemiker giebt, bo^ b ^ . tron g »°

ehe»

Fabrikanten Gelegenheit, den Nicotingehalt in seinem Material in

bringen, um den Gehalt seines Schnupftabaks zu normiren. v xiw jl "'

Da der Tabak nicht so wie ihn die Natur liefert, getrocknet una ^

als Schnupfpulver verwendet werden darf und kann, er eine seine W g to ff 6 »

schwachende I5earbeitung (Gährung) oder Vermischung mit unschu w g r ftoZ u«8 grerfordert, so muss er den zusammengesetzten Genussmitteln (vergl-