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Erg.-Bd. (1884)
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Katram carbonicum, bicarbonicuni.

metrisch einzurichten ist, liegt auf der Hand. In diesem Falle wäre statt derSalzsäure eine Normalsalzsäure oder Normalschwcfelsäure vorzulegen.

Das Verhalten des Natrium bicarbonats gegen Glycerin und Boraxist unter Glycerina S. 486 dieses Ergänzungsbandes erwähnt.

Anwendung (Handb. II, S. 520). Das Natriumbicarbonat findet, gegen ver-schiedene innerliche Krankheiten Anwendung und zwar in Gaben zu 0,51,01,5 zwei- bis fiinfmal den Tag über bei Diabetes mellitus, Blasenkatarrb,chronischen Bronchialkatarrhen, Dyspepsie, Gicht, Hlicumatismus, Gallensteinen)harnsaurer Diathese. Da die Erfahrung ergeben hat, dass ein starker und über-mässiger Gebrauch alle diese Krankheiten hervorrufen kann, dass die Natro-phagen zu diesen Krankheiten disponiren, so liegt es nahe, stets den kleinerenGaben den Vorzug zu geben. Ist ein stärkerer Gebrauch angezeigt, so g |,,)(Jman die kleinere Dosis öfter z. B. 0,30,50,75 drei- bis vierstündlich.

Ein zu starker Gebrauch des Natriumbicarbonats kann nur zu leicht zneiner chronischen Vergiftung führen, denn derselbe disponirt den Natropha£ e1entweder zu Blasenleiden aller Art, Diabetes, selbst Lithiasis oder er bewij».Schwäche und Hinfälligkeit oder ein langsames Hinsiechen. Da sich diese Leidenicht alsbald einfinden, gewöhnlich erst nach vielen Monaten und Jahren UDdann bei dem geringsten Diätfehler hervortreten, so hat man das Schädliche dstarken Natriumbicarbonatsgebrauches nicht hinreichend erkannt. In einem Ü* 1nahm ein alter Arzt täglich 5 6 g, um die Verdauung zu unterstützen. *'Jahr später klagte er schon über Blasenleiden, welches ein schwacher Blasekatarrh war. Dieser trat nach einer geringen Erkältung in einem Maasse ' |(vor, dass der Kranke dem Leiden erlag. Der leidende Zustand hatte sich ta2 Jahre hingezogen und war durch den Weitergebrauch des Natronsalzes nienur unterhalten, sondern vermehrt worden. .

Die Tagesgabe des Natriumbicarbonats sollte bei anhaltendem Gebrauc5 g nie übersteigen und 2,5 g als eine unschädliche Tagesgabe angenoniiwwerden. Ein nur seltener oder gelegentlicher Gebrauch auch in doppe"-grosser Menge dürfte ohne Nachtheil für die Gesundheit sein, obgleich es ,mbesser ist, ihn zu vermeiden und bei mangelnder Digestion und 1 )yspeps' e /den Pepsinpräparaten au greifen. Es ist wohl auffallend, dass der überm»' 1 " BGebrauch des Natriumbicarbonats zu allen den Leiden führen kann, gegenche es von den Aerzten gebraucht und empfohlen wird. Wie oft mag dereintreten, wo der Arzt mit diesem Mittel ein Blasenleiden zu heilen sucht,aber anhaltend unterhält und vergrössert. Ricar-

Die Angabe, dass die Acidität des Harnes nach dem Einnehmen der ^bonate des Natrium und Kalium keine geringere, sondern eine grossekonnte Ralfe durch Experiment an seiner eigenen Person nicht bestätigt v

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und beobachtete er sogar zuweilen einen alkalisch reagirenden Harn.1887 IT, Nr. 19. Med. Neuigk. 1879, Nr. 26, S. 208.)

Da die Speisen meist sauer reagiren, so wird eine Dosis von 2goder nach dem Genuss der Mahlzeit den Harn nicht alkalisch machen,bis 4g reichen aus, den Harn bei Vermeidung saurer Speisen durchStunden alkalisch zu machen. Nach warmen Sodabädern reagirt der "f^g,,wohnlich alkalisch. Also auch in Bädern ist der Sodazusatz in massigen hT ^zu erhalten, wenn eine Einwirkung auf ürate in der Harnblase nicht alsder Bäder vorliegt. Albo" 1 ''

Wenn einige Aerzte das Natriumbicarbonat als Lösungsmittel der n ^ tnate für ein die Digestion förderndes Mittel halten, so haben sie * on rkann tUnrecht, keineswegs kann es aber als ein wohlthätiges Digestivmittel e ^werden. Nur nach starkem Genuss saurer Speisen ist Natriumbicarbo