Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
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692
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Magnesia sulfurica. Magnesium. Magnesium chloratum.

Salzes werden 95 Th. krystall. Bittersalz und 5 Th. reiner Eisenvitriolin 50 Th. kochendem Wasser gelöst und unter Agitation erkalten gelassen.Das abgeschiedene Salz wird in einem leinenen Colatorium gesammelt, ausge-presst und die Colatur bis auf ein halbes Volumen eingedampft, unter Agitationerkalten gelassen etc. Die gesammelten Salzmengen werden gemischt und ohneWärmeanwendung getrocknet. Einfacher ist es 95 Th. reinen Bittersalz© 8und 5 Th. zerriebenen reinen Eisenvitriols zu mischen, mit 5 Th. Wasserzu besprengen, in einem porcellanenen oder eisernen Gefässe zu schmelzen undauf Eisenblech auszugiessen. Die erkaltete Salzmasse wird dann in ein grobesPulver verwandelt.

Dieses Salz hat in England Anwendung gefunden und zwar als ein stärken-des Abführmittel. Gabe 5,0 7,510,0 ein- bis zweimal täglich in Milch,Kaffee, Pfefferminzthee.

Effervescent Seltzer Aperient, Tarkant's, besteht au8 zuckerhaltigem Brause-pulver mit verwittertem Bittersalz und wenig Kaliumsulfat.

Magnesium.

Magnesium unter beschränktem Luftzutritt verbrennend geht eine Verbin-dung mit Stickstoff ein und bildet Mg 3 N 2 (W. Mattet.)

Signallicht. Magnesiumstaub und Kaliumchlorat in Pulverform sinmit einer Federfahne auf Papier zu mischen und in einer Pappschachtel abzu-geben. Angezündet brennt die Mischung, deren Behandlung grosse Vorsicht e*"fordert, schnell mit weiss leuchtender Flamme ab (polyt. Notizbl. 1877).

Magnesium chloratum.

Dtbbits hat das Verhalten des Magnesiumchlorids in der Wärme stu r' 0(Maandblad vor natuurwetenschappen Jahrg. 7) und gefunden, dass MgCLj+o** 2bei gewöhnlicher Temperatur und an trockner Luft 2 Mol. Wasser abduns tbei 100» c. aber 5 Mol. Wasser einbüsst. Vier Stunden dauerndes Erhit^auf 100130° C. veranlasste einen geringen Verlust an Salzsäure. Eine Wjvon 160° machte das Salz nicht wasserfrei, eine vierstündige Hitze von 1 8Umachte das Salz unter geringem Verlust von Salzsäure ziemlich wasserfrei. q

Dem natürlichen, in denStassfurter Salzwerken aufgefundenen MgCl2 + 2hat man den Namen Bischofit gegeben. n

Magnesiumchlorid verdient nach der Ansicht einiger Aerzte als Mittel gfcdie harnsaure Diathese Beachtung. Mineralwässer, welche reich an diesemrifle sind, dürften demnach auch als Gichtmittel Werth haben. .

Mutterlauge der Saline Altendorf ist vom Prof. Reichabpt analysirt und ^angetroffen worden: Pröc. Natrimnchlorid 6,28; Magnesiumchlorid 16,0; K-asulfat 4,02; Natriumsulfat 3,28; Lithiumchlorid 0,014; Magnesiumbromid u >Calciumsulfat 0,068; organische Substanz 0,9. .

Mbergermünde-Badesak enthält in Proc. 23,56 Kaliumchlorid; 2,07 °* c ^ ;chlorid; 18,20 Natriumchlorid; 29,97 Magnesiumchlorid; 0,0011 Aluminium* ;.0,63 Magnesiumbromid; 0,0064 Calciumbromid; 1,16 Ferrichlorid; 1,00ferrooxyd; 0,93 Kaliumsulfat; 0,70 Calciumsulfat; 0,25 Kohlensäure; & >Wasser. Das Salz ist grobkörnig anzufühlen und grauweiss.

lbolith (Handb. II, 8. 408) ist jedenfalls der corrumpirte Namen r