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Magnesia (usta).
2-proc. Aetzalkalilauge wird so viel Jod zugesetzt, bis eine goldgelbe Lösung re-sultirt. Wird mit diesem Reagens eine Flüssigkeit versetzt, welche Salze derErden enthält, so werde nur Magnesia als ein braunrother Niederschlag ausge-schieden. Wenn Kalk, Baryt etc. keine Niederschläge gäben, so wäre jenesReagens allerdings von vielem Werthe, so aber geben die Salze dieser Erden mitdiesem Reagens Trübungen und Niederschläge, allerdings geringere und blass-farbige (Hager). Aehnlich steht es mit dem als specielles Reagens auf Kalk-erde von Sonstadt empfohlenen Natriumwolframiat, welches auch in Magnesium -Salzlösungen Trübung erzeugt.
Als ein spectroskopisches Reagens auf Magnesia erkannte F. v. LepeIj denFarbstoff der Alkanna, dessen Absorptionsspectrum durch Zusatz von Magnesium-salz auffallend modificirt wird (Ber. d. d. eh. Ges. XIII, 763 u. f.).
Eine sehr leichte und bequeme Methode der Bestimmung der Mag-nesia neben Kalkerde mittelst Oxalsäure bei Abwesenheit von Baryt und Stron-tianerde fand Hager auf. Sie gründet sich auf das eigenthümlichen Verhaltendes Magnesiumoxalats in kalter, warmer und kochendheisser Oxalsäurelösungbei Gegenwart und Abwesenheit von Glycerin.
In verdünnter Magnesiasalzlösung erzeugt Oxalsäure anfangs keinen Niederschlag»ebenso löst sich Magnesiumoxyd und das Carbonat in überschüssiger kalter 5-P roC 'Oxalsäurelösung klar auf, beim Stehen der Flüssigkeiten, trüben sich dieselben, er 'hitzt man sie dann bis zum Kochen und erhält sie 5—8 Minuten in dieser Tem-peratur, so scheidet sich das Magnesiumoxalat vollständig aus. Lässt man nuerkalten, so geht ein geringer Theil des Salzes wieder in Lösung über. . -
Setzt man der Magnesiasalzlösung oder dem Magnesiumoxyd etwas Gly cer *(die 10-fache Menge des Magnesiumoxyds) vor dem Zusätze des Ammoniumo*lata und der Oxalsäure hinzu, so bleibt die Lösung auch beim Stehen k* 'Kocht man nun die Flüssigkeit, so erfolgt vollständige Ausscheidung des W a Snesiumoxalats und es kann durch Filtration der kochendheissen Flüssigkeit das Magnesiumoxalat gesammelt werden. Die Kalkerde wird in ihrem Vorhalten zOxalsäure durch die Gegenwart von Glycerin nicht gestört und fällt als Oxalat a •
Hätte man in einer Flüssigkeit Kalkerde, Magnesia, Eisenoxyd, auch N aund Kali zu bestimmen, so versetzt man sie mit circa einem Fünftel-Vol. ^ cß , e gdann mit der genügenden, zur Zersetzung des Calcium- und Magnesiums»nöthigen Menge Ammoniumoxalatlösung und nun noch mit Oxalsäurelösung. merde fällt als Oxalat aus. Nach einer Stunde wird dieses im Filter 8 e8aI ?vu erund nun das Filtrat 5—8 Minuten gekocht und kochendheiße filtrirt. Im .bleibt das ausgeschiedene Oxalat des Magnesium. Das Filtrat wird nun tel0Zusatz von Ammoniumcarbonat eingedampft, das Glycerin daraus mit absoWeingeist entfernt und der Rückstand mit heissem ammoniakalisckem ^ausgewaschen, um das Eisenoxydhydrat zu sammeln. Hiervon das Filtra ^gedampft und geglüht lässt Kali und Natron im Rückstande. Die Oxalate ^Magnesium und Calcium werden durch Glühen in die kaustischen Erdbasenwandelt. ^g.
Anwendung der gebrannten Magnesia. Wenn es angeht, so ist diese ^^nesia in Mixturen einfach mit Wasser zu mischen und nicht mit Gummi-, ^ u<5 g ela .Extract-Lösungen, welche in den häufigsten Fällen alsbald oder später ®' n nor8tiniren der Mischung veranlassen. Von Büchner ist als Antidot des 1 ß° P n>Lac Magnesiae (Handb. II, S. 387) mit 2,5 Ammonium earbonicum zu vers ^Als Litholyticum bei Nierensteinen, Nierenkolik, Ilarngries, Gicht etc., a ^eine harnsaure Diathese vorliegt, sollte man die gebrannte Magnesia nie ^doch nur mit «llar Vorsieht anwenden, denn sie kann diese Leiden seio .
doch nur mit aller Vorsicht anwenden,in das schlimmere Stadium überführen.
denn sie kann dieseEs gab eine Zeit, in welcher gel
brannte