Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
Seite
685
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Magnesia (usta). Magnesia benzoica.

685

Magnesia von Vielen täglich als leibeseröffnendes Mittel gebraucht wurde und somanche erlagen später den Folgen der Lithiasis (Hager).

Gebrannte Magnesia mit Wasser zu einem Teige angerührt soll auf Brand-wunden durch concentrirte Schwefelsäure gelegt ein schmerzlinderndes undsc mell heilendes Mittel sein.

Magnesia gelatinata, Magnesie en gele'e, ist nur Magnesia hydrica pultiformisWandb. II, S. 387).

au» 1 ,? iseilma S'iesinp'llen des Apotheker Kirchmann (Ottensen). 0,1 schwere Pillenn ? ^ I8 envitriol und Magnesia zusammengesetzt und mit Vanillenzucker überzogen,flii<w- n den ,5lAUD ' sc hen, VALLBT'schen und GniFFiTH'schen Pillen eine sehr über-y 8s ]ge Composition, deren Urheber über den physiologischen Verbrauch des in denj'lanuiigsweg eingeführten Eisens wahrscheinlich im Finstern tappte. Hier liegtfenfl Darbietung eines anscheinend roborirenden, die Verdauung aber beschwe-die a ^' tte ^ 8 weniger ein humanitärer als ein mercantiler Zweck vor. Sachverstän-'2dn n. erzte werden von einem solchen Mittel hoffentlich keinen Gebrauch machen

(240 Pill

en 1,50 Mark).

sium f a *> ncR i ,,lni P r aparnt, Boiilig's, soll aus circa l'roc. 72 Magnesia-, 11,5 Magne-msuhcarbonat, 2 Kieselsäure, 10 Wasser und 4 unlöslicher Substanz zusammen-setzt sein.

Magnesia benzoica.

__ Magnesia benzoica, Magnesiumbenzoat, benzoesaure Magnesia(MgO,C u H 5 0 3 ,2HO-iSl oder [C fi H 5 CO 2 ] 2 Mg+2H l O=302).

^ Darstellung. 60 Th. krystallisirter Benzoesäure werden in 250 TLhendheissem destill. Wasser gelöst und mit 10 Th. gebrannter Mag-^ a oder nach und nach mit circa 25 Th. oder einem geringen Ueberschuss

t und das Filtratgetrocknet und zu

e j "jiosiumsubcarbonat versetzt, die hei886 Lösung filtrirt imp ^dampft, zuletzt bei gelinder Wärme (40 bis 50» C.) ausgetro

Pul

geiinaer warme. (40Ausbeute circa 70 Th.

v er zerrieben.

a |- l 9 en SChaften. Magnesiumbenzoat bildet ein sehr weisses krystallinisehes,ist' S . äulcilf,ir " | itf (, n Krystallen bestehendes Pulver, welches nichl hygroskopischin'ki Re S en r <'thes und blaues Lackmuspapier indifferent verhält, sich leicht^Kochendem Wasser, in 20 Th. Wasser von 15« C. und 20 Th. 90-proc.10 lr nL eiSt ' öst- (^* as aus emür künstlichen Benzoesäure hergestellte Salz war inSäi' ^°"Proc. Weingeist löslich.) Der Geschmack des Salzes aus künstlichera . c ,8 t anfangs siisslich, dann entfernt bitterlich und hintennach schwach bren-stis r ^ aS ^ a ' z aus ccntcr Benzoesäure ist anfangs bitterlich und dann entfernteine ^ e ' m Erhitzen bis auf 200° C. schmilzt es unter Wasserverlust zuer syrupdicken Flüssigkeit.

2u p ftnw endung. Magnesiumbenzoal ist, wie das Natriumbenzoat von Prof. Klbbs

Mitt | Fag ( 1879 > als ei « Antiphlogistionm und besonders als ein vorzügliches

ty tel gegen Tuberculose empfohlen worden. Klebs sagt unter anderem (Allg.

fner me d. Ztg. 1880 Nr. 1 und Med. Neuigk. 1880, Nr. 4, 8. 27):Die

B Erlösen miliarer. Eruptionen können durch die innerliche Anwendung derbi| z °ate, namentlich des Magnesiumbenzoates zum Stillstande und zur Kück-Ä ^bracht werden, selbst in solchen Fällen, in denen weitere septischefall! °" oder hochgradiger Marasmus ein unaufhaltsames Fortschreiten des Ver-ies mit sich bringt. . ,

Uas Magnesiumbenzoat soll litholytisch, antimykotisch und antipyretisch