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Erg.-Bd. (1884)
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681
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Mncropiper. Kawa.

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schnitt strahlig, von vielen Markstrahlen durchzogen, mit schwammigem Gefüge,von gewürzhaftem Gerüche und Geschmacke. Gekaut wirkt sie stechend undWissend auf den Geschmack, hintennach auf der Zunge eine gewisse Gefühllosig-keit oder Unempfindlichkeit vorübergehend hinterlassend. Dr. O'Rokke undGoblet haben die Wurzel, ersterer therapeutisch und dann mit Goblet auchGemisch untersucht.

Bestandteile sind in Proc. 2 Kawin, 1 Methysticin, 4 Aschenbestand-'«eile mit Chloriden des Kalium, Magnesium, ferner Thonerde, Eisenoxyd etc., 2Summöse, in Wasser lösliche Substanz, 49 Stärkemehl, 26 Cellulose, 15 Feuchtig-keit- Kawin ist ein scharfes Weichharz von gelbgrünlicher Farbe und starkSomatischem scharfem stechendem Geschmack. Es bildet den hauptsächlichsten"'«landtheil, welcher auch die Wirkung der Wurzel bedingt. Methysticin'*' eine geschmacklose neutrale krystallisirende Substanz, welche dem Piperinn ' c ht ähnlich ist. Es wurde von Morson 1845 aus der frischen Wurzel abge-8c Weden. Da der wässrige Aufguss süsslich schmeckt, so dürfte in der Wurzela uch -wohl noc ]j Zucker vertreten sein.

Anwendung. Aus der Wurzel wird ein Getränk mit und ohne Cocosmilchgemacht (Kawa oder Yankona). Theodor Toel, Arzt auf Honolulu, berich-te dem Verf. dieses Ergänzungsbandes:

,. DieAwa-Wurzel" (wie dieselbe hier meistens genannt wird) besitzt aller-m gs berauschende Eigenschaften, doch ist die Bereitungsweise sehr ekelhaft undSchieden von der von Ihnen beschriebenen Weise. Die Wurzel wird gekaut,er Saft ausgesogen und in ein Gefäss gespieen, welches in der Mitte des'eises der Kauenden steht. Jeder Mundvoll Wurzel wird so lange verarbeitet,s der Speichel keinen Geschmack mehr von der Wurzel hat und wird danns Ausgekaute auf die Seite gelegt. Ist nun der Vorrath an Wurzel auf dieseeise zu Ende gebracht, so werden von den zerkauten Wurzeln kleine Becherormt, während welcher Zeit die zusammengespiehene Masse in Gährung über-gangen ist.

p Gewöhnlich wird nun erst eine tüchtige Mahlzoit von dem landesüblichenvoll f 1 "^ ronem Fisch eingenommen und dann, wenn sich der Magen ordentlichRef ' w ' ld das Awa-Gebräu hinterher getrunken, entweder aus den vorher

Ernten Bechern oder direct aus der Schüssel.r P' e Wirkung davon ist die, dass die Trinker beinahe augenblicklich in einendaT ^nücnen Schlaf fallen, wenigstens findet man die Eingeborenen meistenso, ,'p gen ' w o sie beim Essen und Trinken auf dem Fussboden sassen. Derg "alt ziemlieh lange an, 68 Stunden und darüber, und hinterlässt beimein a f, mcnt nur kein Uebelbefinden zurück, sondern soll dem ganzen Körper

^gemeines Wohlbehagen mittheilen.tWou r ^^mack des Awa-Gebräues ist widerlich und bitter, weshalb auch dieWelc

a n ' e Hauptwirkung vom Awa äussert sich vornehmlich aufs Blut durchHaut" 6 Wärm PScfühl und beschleunigten Kreislauf, sodann auch auf die

m ' V ldem es die Thätigkeit derselben anregt, doch hat, aber auch ein Ueber-XJisJt, 11 " Genu ss von Awa eine eigenthümliclie Hautkrankheit zur Folge, derendie w W ° nur in Ueberreizung der Ilautthätigkeit zu suchen ist, indem sichtfchth 8chll PPcnförmig abreibt, wie ähnlich bei den trockenen Hauttiechten

ypsis, Elephantiasis).al s v lA- W,lrzel wurde von den Zauberern und Aerzten der alten Eingeborenen

l euici n hoch gehalten und von den Patienten derselben sehr verehrt, wegen

ngebor,

Wb1i. en nacl1 jedem Trunk alsbald etwas Cocosmilch trinken oder irgendw eiche sho üwv.:.. r,______ ____

süsse Früchte, wie Bananen, essen.Die '

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