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Lupulus. Hopfensurrogate. — Macropiper.
(Lupuliretin). Das Harz ist allenfalls aus dem Oel entstanden, denn C )0 H 18 O + O 4(flucht, Hopfenöl) = C 10 H, 4 O., + 2H 2 O (Hopfenharz). Der in Aether nicht lös-liche Körper erscheint als Oxydationsproduct des Oels, denn C )0 I1, 8 0 (Hopfenöl)+ 5O=C 10 H ls O (i (in Aether n'cht löslicher Körper). Letzterer steht auch zumHarz in Beziehung und es entsteht wahrscheinlich aus dem Oele durch Oxydationzuerst Harz, dann durch weiteren Zutritt des Sauerstoffs der in Aether unlös-liche Körper. (Chem. Central«. 1880, S. 451.)
Anwendung. Mit wenig Berechtigung empfahl man eine Tinctura Lnpu-lini ammoniata mit Liquor Ammoni aromat ; cus dargestellt und ein ElixirLupuli mit aromatischen Stoffen als Medicament, nun dient aber das Lupulin alsAntaphrodisiacum und bei Erethismus der Genitalorgane, wo also Aromata ge-mieden werden müssen. Soll das Hopfenpräparat anderen Heilzwecken oder alsTonicum dienen, so kann der Arzt ja Tinctura aromatica oder Aromata beson-ders der Tinctur hinzusetzen.
Elixir Lupuli, Elilirium lupulinura. 100,0 Hopfen und 30,0 Pomeranzen-schalen, beide kleingeschnitten; 10,0 Zimmt; 5,0 Gewürznelken und 20,0Anis, sämmtlich in ein grobes Pulver verwandelt, werden in einem Verdräng-ungsapparat mit einem Gemisch aus 0,2 Pomeranzenblüthenöl mit 100,0Weingeist und 100,0 Wasser übergössen, nach eintägiger Maceration mit45proc. Weingeist extrahirt, bis 800,0 Auszug gesammelt sind. In dem-selben werden 200,0 gepulverter Zucker gelöst. Das Gewicht des Elix irSbetrage 1000,0.
J. B. Moore giebt folgende Zusammensetzung an (Amer. Journ. of Pharm-1875 Juliheft): 60 Th. Hopfen, 4 Th. Gewürznelken, 4 Th. Zimmt,5 Th. Ceylonzimmt, sämmtlich in Pulver verwandelt, 8 Th. Pomeranzen-blüthenöl, 360 Th. Zucker. Letzterer wird in der durch Maceration nnuDeplacirung gewonnenen Colatur von 720 Th. (durch Aufgiessen eines Gemische''von Weingeist und Wasser ana) gelöst.
Hopfensurrogate sind schon unter Cerevisia, Ergänzungsbd. S. 241, er 'wähnt. Ein weiteres Surrogat ist die Portorico-Kinde, ecorce eostiere, P 9 ' 0mabi, welche nach PLAKCHON einer auf den Antillen heimischen Rhamnee, derColubrina reclinata Bkonkniaut (Ceanothus reclinatm I'Hehitier) entstamm ,von welcher Rinde Roskntiial in seiner Synopsis sagt, dass sie angenehm bittesei und die Eigenschaft besitze, jede gährungsfähige Flüssigkeit leicht in die- 1 'Zustand zu versetzen, und auch zu diesem Zwecke benutzt werde. Aehnlicb vehält sich die Rinde des Natterbaumes, der Colubrina ferruginosa BRONGNIA(Rhamnus colubrinus Linn.) in Westindien, und der Colubrina Ferment»Richard, des Hefen-Natterbaumes. _.
In Sibirien sollen die bitteren Wedel von Aspidium Filix man SwAiw'* 5Hopfensurrogat benutzt werden.
Macropiper.
Macropiper methysficum Miquel, Piper methyslicum Förster, eine *den Südseeinseln wildwachsende, und auch eultivirte strauchartige Piperac •(Methysticum ist das griechische [ie&vgtixÖv, zum Berauschen passend, zur Trun seilheit gehörig). , ; n
Radix Hacropiperis, Ava, Kawa-Kawa, Kava-Kava, kommt getrookneiden Handel und wird in Nord-Amerika schon als Sudorificum und Antigoiioncum angewendet. Sie ist getrocknet leicht, graufarbig, holzig, auf dem <4u e