Liquiritia.
667
mit 15 Proc. Glycyrrhizin. Ist diese z. B. mit 2,70 Mark notirt, so würde dieWaare mit 10 Proc. pro Kilog. 1,80 + 0,20 Mark = 2,00 Mark Werth haben.Jene 20 Pfg. kommen auf Transport, Verpackung etc.
Die Bestimmung des Aschengehaltes ist unerlässlich, denn die Methode derFälschung, dem Safte Thon zuzusetzen, scheint keine sehr seltene zu sein. So«af Hager einen von einem Kaufmann entnommenen Lakritz, welcher 16 Proc.^ Sc he ausgab, von welcher fast die Hälfte in kalter verdünnter Salzsäure un-lösliche Tlionerde war. In einer andern, als Pulver des gereinigten Succus be-logenen Waare fand derselbe 12 Proc. Asche, von welcher J / 3 Thon war. ImHandbuch giebt Hager 7 Proc. als höchsten Aschengehalt (von der völlig aus-getrockneten Waare) an. Es dürfte diese Menge zu niedrig gegriffen sein und^även 10 Proc. dafür zu setzen, so dass eine grössere Menge Asche z. B. 11,^ etc. Proc. auf eine Verfälschung hindeutet. Hager fand in einer sehr guten"are 10 (9,8) Proc, Sestini in einer 17,215 Proc. Wasser enthaltenden
Wa;
a are 8,5 Proc. Asche, welches Quantum auf die trockne Waare berechnet
W:
y >27 Proc. betragen würde. Die Asche enthält Kali, Natron, Kalkerde, Mag-j*Bia, Eisonoxyd, gebunden an Schwefelsäure, Phosphorsäure, Chlor, Kohlensäure,•««»elsäure.
Nach Sestini werden aus 100 Th. trockner Wurzel 25,4 Th. bei 100 ° C.getrockneter Succus gewonnen. Im Allgemeinen geben 4—5 Th. Wurzel 1 Th.tr °ckne, n Succus aus.
Der Gehalt an Stärkemehl, Dextrin etc., insofern er sich in massigen Grenzenalt , wird nicht als Verfälschung erachtet. Das Maass dieses Gehaltes sollte in^ter Waare nicht 15 Proc. überschreiten.
j Succus Liquiritiac depuratus (Handb. II, S. 365). Dass Mittelbach (Americ.
p° Urn - of Pharm. 1880, S. 130) zur Extraction des rohen Succus ein Wasser, 3
^ r oc. Ammoniak enthaltend, empfiehlt, wurde von mehreren Zeitschriften, z. B.
Wa Archiv der Pharm. (1880, 2. Hälfte S. 231) als eine ganz neue Nachricht
genommen. In Amerika macht man aus diesem Ammonzusatz kein Geheinmiss.
ows Zi ]>_ | ässt znr rj ar8 tellung des Syrupus Liquiritiae die Wurzel mit
88er extrahiren, welchem 5 Vol.-Proc. Aetzammonflüssigkeit zugesetzt sind
tisT riC ' J ° Urn " of pharm - Vo1 - 48 > S - 487 )- In Deutschland ist dieser prak-
L(°i\ Griff 8caon seit 30 Jalll ' en bekannt und daher etwas Altes. Die grössere
I8"f ■ 6it des Süßstoffes im ammoniakalischen Wasser erwähnt Hager bereits
8 °oo in seme m Kommentar zu den Pharmakopoen Nord-Deutschlands, Bd. II,
»" 3l - Daselbst ist bei Besprechung des Abdampfens des Succus-Auszuges
sät: "^ Vam ' en( l des Eindampfens bildet die Lösung gemeiniglich kleine Boden-e, welche hauptsächlich aus Glycyrrhizin bestehen. Um diese in Lösung zusiffV • ' setzt man au ^ .1° 12 Unzen der bis zur Mellagodicke gebrachten Fliis-d| eit 4 Drachmen (auf 100 Th. circa 4 Th.) Aetzammonflüssigkeit hinzu undsiis y e *ter ein. Das Ammon bildet mit dem Glycyrrhizin eine geruchlose,V() Se ' leic h lösliche Verbindung, welche sich übrigens schon in geringer Mengegeht A Ur auS in dor Süssliol'/.wurzel vorfindet und in den Lakritzensaft über-Wal" kann auch den rollen Lakritzensaft alsbald mit dem ammoniakaliscnen
wen! r extranire n, nur hüte man sich, einen kupferhaltigen rohen Saft zu ver-tW So Ian S° Jedoch ein voraussichtlich kupferhaltiger roher Satt nur zur
j m Pos ltl on steht, ist auch diese Depurirungsweise eine sehr verwerfliche. Diedieser Beziehung angestellten Versuche ergaben stets einen kupferhaltigen& lgt6n Saft - Mit der Zeit dürften die Fabrikanten sich der gusseisernenCef- b ° im andampfen des rohen Saftes bedienen, dann wird auch eine Ver-jüng mit Kupfer nicht zu fürchten sein."