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Linum. — Liquiritia.
lässt diesen Firniss aus 1000 Leinöl, 150 Bleiglätte und 20 Schwefel herstellen.Hier ist der Schwefel etwas zu hoch gegriffen, und da Schwefelblei an der Luftnicht constant ist, so ist ein Zusatz von Kienruss nothwendig. Diesem Firnissschliesst sich folgender schon vor 30 Jahren angewendete an:
Firniss für Papp-Dachungen. Dieser wird durch Erhitzen zunächstvon 1000 Th. Leinöl, 100 Th. Bleiglätte, 10 Th. Schwefelblüthe hergestellt.Der bis zum Dampfen erhitzten Masse werden dann zugesetzt in feinster Pulver-form: 50 Th. Graphit, 30 Th. Braunstein, 20 Th. Eisenmennige. Endlich wirdeine durch Erhitzen bewirkte Mischung aus 50 Th. Schwarzpech, 50 Th. fein*zerriebenem Asphalt und 250 Th. Leinölfirniss dazugegeben.
Trockenol, Chinesisches. Es wird nach H. C. Busse in Hannover (D. R.-P-Nr. 7175 vom 23. November 1878) Leinöl durch Knochenkohle filtrirt, dann inflache Bleipfannen gefüllt und nun je 50 k Oel mit 10 k Bleibsubacetat, 10 kMennige und 0,5 k Manganoborat versetzt. Das Gemisch wird, mit einer Glas-platte bedeckt, dem Licht ausgesetzt auf 122° erwärmt und sechs Stunden langein auf 122° erhitzter, 10 Proc. Wasserdampf enthaltender Luftstrom hindurch"geleitet. Das Oel wird nun in flache Blechkapseln gefüllt, welche in einem Blech'cylinder aufgestellt werden, in dessen oberen Theil sich eine weithalsige Flasch 0mit je 1 k Chloroform für 25 k Oel befindet. Nun leitet man in den Cylinde reinen 100° warmen Luftstrom und lässt die Luft durch ein Klappenventil aöHoden wieder entweichen, worauf sich das Oel durch kräftige Oxydation in» er 'halb 8—10 Stunden in eine dicke, zähe Masse verwandelt. Inzwischen hat manTerpentinöl kurze Zeit in einem verschlossenen Gefässe auf 300° erhitzt nnhierauf mit 10 Proc. absolutem Weingeist vermischt. In diesem Gemisch l ösman bei 100° gleiche Theile der elastischen Oelmasse und lässt absetzen. ^° ndiesem Trockenol soll eine geringe Menge genügen, Leinöl und Oelfarben rasetrocknend zu machen. (Dingl. Journ. 235, S. 168.)
Food for cattle, Tiiori.ey's, ein Viehfutter, soll aus Maissehrot und ei £ enlgeringen Theile Leinsamenmehl bestehen. Da 50 kg einen Preis von 40 Mark hab eD 'so wird der Niihrwerth um 33,3 Proc. zu theuer bezahlt.
Liquiritia.
Radix liquiritiae glakae (Handb. II, S. 361) enthält im frischen Zustandelaut Sestini's Untersuchungen Proc. 48,7 Feuchtigkeit; 1,65 Farbstoff, * 'Harz; 3,27 Glycyrrhizin; 29,62 Kohlehydrate; 10,15 Cellulose; 3,26 Protein >0,022 Ammoniaksalz; 1,25 Asparagin; 2,08 Mineralsubstanzen. Die Asche ehält Carbonate, Silicate, Phosphate, Sulfate und Chloride des Kalium, N * tnU gCalcium, Magnesium und Eisens. 4 — 5 Th. der Wurzel geben 1 Th. SuccLiquiritiae aus (Gaz. chim., Ber. d. d. ehem. Ges. XI, S. 1249). D as9 !L,Glycyrrhizin theils mit Ammonium verbunden im Süssholze vorkommt, hat RoUb ^gefunden (ebenso Hager vor 26 Jahren, vergl. unten S. 667). Durch scül .®° keitund lange Aufbewahrung geht Ammon zum Theil verloren und die S^'S^xder Wurzel geht zurück. Es ist daher nicht unzweckmässig, in Stelle der R»Liquiritiae überhaupt die Radix ammoniata Landerer's vorräthig z u naund zu dispensiren.
Radix Liquiritiae ammoniata, ammoniirtes Siissholz, eine neue na( * geschritt des Nestors der Pharmaceuten, des Prof. X. Lax DEBEB, hergestellte Vi J^welche in Stücke zerschnitten und auch gepulvert Einführung verdient.