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Lavandula. — Ledum. — Linum.
Sarepta-Balsam ist Balsamum Rigcnse (Handb, II, S. 347), im südlichen Knss-land im Handel. Maeggbaff erkannte ihn als ein mit Curcuma gefärbtes Destillataus Calmuswurzel, Lavendelblilthen und 65proc. Weingeist. Auch der Rigaer Balsamwird oft statt mit Crocus mit Curcuma tingirt.
Ledum.
•{• Herba Ledi palustris. Das Pulver des blühenden Krautes vertritt das Per-sische Insectenpulver.
Jwanow untersuchte (pharm. Zeitschr. f. Russland XV, 8. 577) die einzel-nen Theile der ganzen Pflanze auf einen Gehalt an flüchtigem Oele. Die Wur-zeln ergaben kein Oel, die Stengel ergaben dagegen mit Wasser ein trübesriechendes Destillat, wenig flüchtiges Oel enthaltend, die Blätter und Zweig-spitzen vor der Blüthe reichliche Ledumcamphor-Krystalle, durchtränkt vonflüchtigem Oele von unerträglich betäubendem Geruch. Die Blätter währendder Blüthe ergaben weniger Stearopten, so dass das Destillat die Consitenz desGänsefettes zeigte. Der Geruch war schwach. Die Blätter nach der Blüthegegen Ende des Sommers gesammelt ergaben ein an Stearopten armes, * lßOlivenöl fliessendes Oel ohne betäubenden Geruch. Durch Ausschütteln des wäs8-rigen Destillats aus den Blättern und Zweigspitzen vor der Blüthe mittelst Aether 9konnte ein dünnflüssiges gelbrothes Oel (C 8 H 10 ) gesammelt werden. Der durchUmkrystallisiren aus Weingeist gereinigte Ledumcampher schmilzt bei 101° UIJ dsiedet bei 174°, ist in weingeistiger Lösung rechts drehend. Die Formel ist nac»Trapp C 2s II lf ,0 oder C 20 H 34 O).
Der Geruch der Pflanze und der weingejstigen Tinctur ist nicht ohne Folg 6und kann toxische Erscheinungen veranlassen.
Linum.
Die Leinfaser, Flachs, wird als Charpie angewendet, jedoch wird s 1in dieser Beziehung der Baumwollonfaser nachgesetzt.
Farina Lini. Leinsamenmehl als Cataplasma äussert bei manchen Personeeine eigenthümliche Wirkung, wie James Geokge Parson (Brit. med. Journ- >S. 773) berichtet, indem nach Anwendung des Cataplasma Schwellung dessichts mit Nesselausschlag eintrat, selbst eine Anschwellung der SchleimhautBronchien wurde beobachtet. Jeden Falles werden diese Wirkungen durch <•ozonreichen Zustand, in welchem sich frisch bereitetes Leinmehl befindet, veran-lasst. Bei längerer Zeit gelagertem Leinmehl ist dieser Zustand wohl nicht nievorhanden (Hager).
Cataplasma Lini der Ph. Britica ist ein Gemisch aus 80,0 Leinmehl, 8 >Olivenöl und 200,0 kochend heissem Wasser.
Cataplasma-Compresse Joanique inall örable, starkes Baumwollenzeug b ^git-mit einer anhaftenden dünnen Lage Leinmehl, welche Lage wiederum mit feinermaschiger Gaze bedeckt ist.
Oleum Lini. Das Leinöl des Handels für pharmaceutische und medicinisc^Zwecke ist zuvor auf Reinheit zu prüfen. Nicht selten enthält es Schwe >herrührend von der Art der Gewinnung durch Extraction des Leinsamenpumittelst Schwefelkohlenstoffs. Ein solches Leinöl giebt auch mit Bloioxyd erü