Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
Seite
661
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Lauro-Cerasus. Lavandula.

661

angenehm balsamiecliem Geruch und die Masse erstarrt zu Oeltropfen. Ueber200 ° erhitzt entstehen empyreumatische Producte. Verdünnte Säuren, selbst kochen-de Salzsäure, wirken nicht auf diese Blattsäure ein, diese bildet aber mit denAlkalien krystallisirende, in kaltem Wasser wenig, in concentrirter Aetz-Alkali-lüsung nicht lösliche, in Weingeist, Aether, Chloroform lösliche Salze. Die wäss-£ge Lösung dieser Salze lässt auf Zusatz von Salzsäure die Blattsäure als weisses

ulvcr fallen, dasselbe weicht aber in seinem Polarisationsvermögen von dem der

lattsäure vor der Verbindung mit Alkali ab. Vor der Verbindung war esI*"' ^ + 28, nach der Abscheidung aus der Salzverbindung «j = + 53. Das Po-jjfisationsvermögen des Kaliumsalzes in weingeistiger Lösung ist «j= + 56.

as Aeq. Gewicht der Blattsäure ist 624 und ihre Zusammensetzung entspricht^ er Formel C 7 2H«*0 16 oder C 3f ,H M 0 8 . Die sonstigen Erfahrungen und Experimente

°UG(arel'8 über Kirschlorbeer und den Präparaten daraus: Charles Bougarel,tamygdaline et d'un principe nouveau trouve" dans les feulles d'un certain

0l *re des vegetaux, Paris chez Goupy 1877.

d ,. t Aqua Lanro-Cerasi (Handb. II, S. 341). Ripping fand den Oelgehalt imWlirten Wasser zu 0,3 Proc. Dieses Wasser enthält verschiedene Mengenrooniumcyanid, wodurch es sich vom Bittermandelwasser in sofern unterscheidet,Seit toros davon gewöhnlich eine geringere Menge zu enthalten pflegt und nur\y.. n n 'chts davon enthält. Uebcr die Unterscheidung der genannten beidenRip Sei ' , res P* Erkennung des künstlichen Kirschlorbeerwassers findet man indaT-w 0 ' 8 ( Am 8terdam) Untersuchungen im Archiv 1876, 2. Hälfte, S. 526 u. f.

jähere mitgetheilt.b e Plückicer nachgewiesen hat, werden in den Blättern des Kirschlor-

durch starke Kälte die Stoffe zerstört, welche Cyanwasserstoff liefern. Ausr enen Blättern kann also keine Aq. Lauro-Cerasi hergestellt werden.

still r"^ ^ Cum I jl " ir0 ^ cras i (Handb. II, S. 342). Umney sammelte durch De-spe n aUS den Kirschlorbeerblättern 0,0634 Proc. flüchtiges Oel von 1,0615s! 3ir , ' ewicllt und mit 2 Proc. Cyanwasserstoff (Journ. de Ph. et de Ch. 1878,

«er T ^ 1 '^ onnun g des Nitrobenzols im Kirschlorbeeröle empfiehlt Enrico PegaZ1 , g , ÜSUn g des letzteren in etwas Weingeist etwas sehr reiner Kalilauge hinzu-Jl; , zen > dann mit einigen Tropfen Ferrichloridlösnng zu vermischen und dieSchütM 8 ein!ge Stundcn beiseite stehen zu lassen. Hierauf wird nochmals umge-be' elt u nd dann destillirt. Das durch Destillation gesammelte Oel wird vomwar ? ensten ^ ass e r befreit, auf einige Stücke Aetzkali gegossen und nun er-^ t. ß e ; re ; nem Q e j e ti-itt keine Färbung ein, weil es in Kaliumbenzoat unde ; n Sers toff übergeht. Bei Gegenwart von Nitrobenzol tritt eine dunkle Färbungfind * e ? en des entstehenden Nitrobenzids. Ausserdem entstellt auch etwas Anilineinige Tropfen Chlorkalklösung erzeugen eine violette Färbung.

Lavandula.

c assi.f an . divi »e de Lavende (Königseer Olität) besteht aus 1,0 Ol. Thymi; 2,5 Ol.

Vajj*« 1;; 4,0 Ol. Korismarim; 5,0 Ol. Caryophyll.; 20,0 Ol.. Citri; ^Yrit vV£

a -' 60,0 Ol. Bergamo«.; 2,5 Aetheris acot., lo"o Tinct. Moschi, 500,0 Spint. Vmi.

!n c Uc n. i y.m° s ao 100,0; Picis nigrae contusae 5,0; Picis liquidae.10^0, Acetivnu 20,0.U( -Wbitam vltream ingesta macera lnterdum agitando per aliquot dies, tum ultra