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Erg.-Bd. (1884)
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Laminaria. Lauro-Cerasus.

Laminaria.

Laminaria ist durch das Tupeloholz als Quellsubstanz ersetzt worden.

Lignnm Ifyssae, Tupeloholz. Tnpelostifte. Aus dem Nyssaholze oder Tupeloholzebereitet man sogenannte Quellmeissel, Quellstifte. Dieses Holz entstammt der Nt/ssaaquatica L., N. biflora Mich., dem Wasser -Tnpelobaum, einer an Flussufernund in den Sümpfen Carolinas wildwachsenden Nyssacee. Das Holz ist leicht,gelblich weiss und hat die Eigenschaft, viel Wasser in kürzerer Zeit aufzusaugenund zu einem mehrfachen Volumen aufzuquellen, als die Laminaria, nur ist dasQuellvermögen etwas geringer. Der Querschnitt lässt unter dem Mikroskopschwammiges Parenchym mit Stärkemehl erkennen. Die vom Apotheker C. HaubNE»(Wien, Stadt, am Hof Nr. 6) bezogenen Stifte sind 4,55,0 Ctm. lang, cylindrisch,an dem einen Ende konisch zugespitzt, an dem anderen Ende mit einem Locneund einer Schnur versehen. Der Dickendurchmesser dieser Stifte ist ein ver-schiedener und beträgt 0,40,8 Ctm. Ein Stift von 4,75 Ctm. Länge und 0,»Ctm. Dicke quoll in Wasser im Verlaufe einer Stunde so weit an, dass <iLänge 5 Ctm., die Dicke 1,6 Ctm. betrug. Man kann also annehmen, dass d*»Volumen der Quellung ein 4faches von dem Volumen des trocknen Holzes isDas aufgesogene Wasser ist das 5 fache von dem Gewicht des trocknen Holze ^Die Stifte gebraucht man besonders zur Erweiterung des Os cervicis uteri. 1"Tupelostifte können nur einmal gebraucht werden, denn durch Trocknen we , ra .sie nicht auf das ursprüngliche Volumen zurückgeführt. Aus dem Wurzeln«*des Tupelobaumes werden in Nordamerika auch Pfropfe und Spundstopfen Sfertigt, indem man das in Wasser aufgequollene Holz zuschneidet und trockn

Lauro-Cerasus.

Den das Amygdalin vertretenden Körper in den Kirschlorbeerblättern nan ° x _LEHMANN (1874) Laurocerasin. Es wurde von ihm bis zu 1,38 P r ? c ' ; ntrahirt. Laurocerasin ist amorph, geruchlos, bitter von Geschmack, leioWasser, auch in Weingeist, nicht in Aether löslich. Mit conc. Schweteibgiebt es eine braunviolette, allmählich in Bräunlichgelb übergehende Wsnng. ^

Aus den Kirschlorbeerblättern (auch aus denen der Quitte, des APPfirsich-, Mandelbatmw», den Jaborandiblättern etc.) schied BoüGABBl eine 6^thümliche Säure, Blattsäure, Acide phyllique, ab (l'ünion pharm- v °' & ,S. 262). Der warme weingeistige Auszug aus den Blättern lässt zll " aCtl woin -kaltend Pflanzenwachs fallen, wird dann der Verdampfungsrückstand dci ^geistigen Flüssigkeit mit Aether extrahirt, so löst dieser Harz, Fett, *\ etne rgiebt aber letzteren an die thierische Kohle ab. Dann hinterlässt der ^eingedampft einen Rückstand, bestehend aus farblosen Kömehen, von dene fldie anhängende gelbliche ölige Flüssigkeit mit Wasser wegnehmen kann. ^

Körnchen sind unlöslich in Wasser, löslich in Weingeist, Aether, Cnio ^Schwefelkohlenstoff fetten Oelen. Durch wiederholte Lösung und ADS° loge8aus Aether gereinigt bilden sie ein feines weisses, geruch- und geschm a>

krystallinisches Pulver (Polyeder, sphärische Facetten), bei 170 U bob ^.^glasartig erstarrend. Es decrepitirt und zerfällt in eine schuppige Ma * 9e : z u-die geschmolzene Masse eine dünne Fläche, so entstehen statt der 8c ^£ f vo ngespitzte Krystallprismen. Ueber 180° C. erhitzt entstehen weisse Damp