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Erg.-Bd. (1884)
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Lac. Kiisegift. Reactionen.

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süchtiger Kühe haben. Kinder, welche mit Ziegenmilch aufgezogen sind, leidenhöchst selten an Skropheln und die Tuberculose wird bei Ziegen auch nur höchstselten angetroffen. Wenn sich Arzt und Apotheker die Aufgabe stellen, das"ublikum zu belehren und auf die Notwendigkeit hinzuweisen, dass nur diegekochte Kuhmilch eine gesunde Nahrung ist, so dürfte auch der Zweck erreichtwerden.

Dass das diphtherische Contagium von den Kälbern auf die Milch der Küheübergehen kann, wenn diphtherisch erkrankte Kälber mit Kühen in einem unddemselben Stalle stehen, unterliegt wohl keinem Zweifel (vergl. unter: Milch als

-*ntagiumträger). Es können auch die Mägde, welche die Kälber pflegen, das"'Plitheritischo Gift mit den Händen auf die Zitzen des Kuheuters beim Melken""ertragen. Hier haben wir wieder einen Fall, welcher für die NothwendigkeitJPNcht, nur gekochte Milch zu gemessen. Kranke Kälber, überhaupt kranke"Wchkühe müssen im gesonderten Stalle von Personen gepflegt werden, welchenic ht den Stall der gesunden Kühe betreten, die Milchgefässe nicht in die Hand"eJimen sollten etc.

Einen Vortrag des Prof. Dr. Boixinger auf der Versammlung deutscher1 Murforscher und Aerzte zu Baden-Baden über die künstliche Tuberculose, er-

® u gt durch den Genuss der Milch tuberculöser Kühe, vergl. Aerztl. Intelligenz-

ßlatt,

1879, 25. Nov. und Med. Neuigk. 1879 Nr. 50.

KüsegiTt. Im südwestlichen Deutschland, auch in England und Dänemark

' n d mehrere Vergiftungen durch Käse (Hauskäse) beobachtet worden. In der

m gegend von Ileiligenstadt sollen sogar mehrere Kinder an dieser Vergiftung

gestorben sein. Die Vergiftungssymptome bestanden gewöhnlich in Brechdurch-

p u nd Dyspepsie. In keinem dieser Fälle wurde für die Erkennung des Giftes

Perimentirt. Vor mehreren Jahren kam Hager in den Besitz eines alten

*ses, der eine so enorme Schärfe besass, dass er kaum geniessbar war. Die

roskopische Untersuchung ergab allerdings eine ziemliche Menge von Bacterien

'chen, aber leblosen Körperchen und Fäden, sowie eiförmige Gebilde, welche

e j ei Von Insecten zu sein schienen. Durch Destillation mit Kalihydrat wurde

Destillat gesammelt, welches neben Ammon einen Körper enthielt, welcher

. ' gegen Roagontien dem Trimethylamin gleich verhielt, nur der Geruch war

anderer. Physiologische Experimente vorzunehmen, um die Giftigkeit dieses

( j Se ? zu erkennen, war keine Gelegenheit vorhanden, denn Hunde, welche auch

faul ^ e frassen > vertragen bekanntlich die Fäulnissgifte leicht, sind sogar auf

__' es Fleisch sehr gierig. Ob nun in dem Trimethylamin das Käsegift zu suchen

sp * e ' . ^ e s ' f ''' durch die Analyse von Käse, welcher giftige Wirkungen äus-

rte > leicht constatiren lassen,p Kcactionoii auf Milch. Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure,C a ,]° 8 P} 10 r säure erzeugen ein starkes Coagulum, Essigsäure eben-w S em Coagulum, löslich im Ueberschuss, Chlorwasser, Brom-Ka^ 6r erzeu £ en em Coagulum, ebenso Bleiacetat, Mercurichlorid,}| .aikwasser in der Wärme, Ferrosulfat und Alaun in der Siede-Erws ~~ Gerbsäure, besonders in der Wärme. Aetzalkali liefert beim^warmen eine klare Lösung. 2 bis 3 Vol. Weingeist bewirken ein Coagu-1 »i 1 Vol. Milch. - - Schwefelkohlenstoff lässt sich mit Milch mischen

(nichtals

m it gewässerter Milch).

M ilch mit Kalkwasser gemischt wurde in The Therapeutic Gaz. 1880

8 eine leicht verdauliche, dyspeptischc Zustände hebende Müchmodification em-

' °; l on, sowohl für Kinder wie für Greise. Auf 1 Liter Milch soll 0,1 Liter

Kalk

Wasser genügen.